07. April 2021 / 16:02 Uhr

Favorit, Halbfinal-Gegner und Co.: Die wichtigsten Infos zum DFB-Pokal-Spiel zwischen Regensburg und Bremen

Favorit, Halbfinal-Gegner und Co.: Die wichtigsten Infos zum DFB-Pokal-Spiel zwischen Regensburg und Bremen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jahn Regensburg trifft im Nachholspiel des DFB-Pokal-Viertelfinals auf Werder Bremen.
Jahn Regensburg trifft im Nachholspiel des DFB-Pokal-Viertelfinals auf Werder Bremen. © IMAGO/AFLOSPORT/Nordphoto/ActionPictures (Montage)
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Am Mittwoch stehen sich Jahn Regensburg und Werder Bremen im Viertelfinale des DFB-Pokals gegenüber – mit fünfwöchiger Verspätung. Wie konnte es dazu kommen und wie geht es weiter? Der SPORTBUZZER klärt sechs Fragen vor dem Nachholspiel im deutschen Pokal-Wettbewerb.

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Fünf Wochen nach dem eigentlich angedachten Spieltermin kommt es am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky und Sport1) mit gehöriger Verspätung zum Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Werder Bremen. Der Gegner im Halbfinale und damit dem letzten Schritt vor dem Endspiel in Berlin steht längst fest. Wie konnte es dazu kommen? Und wie geht es für beide Klubs im Wettbewerb weiter? Der SPORTBUZZER klärt sechs Fragen vor dem Nachholspiel im deutschen Cup-Wettbewerb.

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Warum wurde das Spiel verlegt?

Die Antwort auf diese Frage ist in Zeiten der Pandemie schon fast vorhersehbar geworden: Corona. Beim Oberpfälzer Zweitligisten aus Regensburg wurden kurz vor dem vorgesehen Spieltermin am 2. März insgesamt acht Corona-Fälle registriert. Die Behörden schickten die Mannschaft des Jahn deshalb geschlossen in eine zweiwöchige Quarantäne – das Spiel gegen Werder konnte nicht stattfinden und wurde auf den 7. April verlegt. Durch die Maßnahmen wurden auch zwei Zweitligaspiele des SSV Jahn Regensburg abgesagt.

Was spricht für Werder Bremen?

Die Bremer kommen bislang deutlich stabiler durch die Bundesliga-Saison als im vergangenen Spieljahr. 2019/20 retteten sich die Norddeutschen erst in der Relegation vor dem Abstieg. Aktuell liegen die Hanseaten auf Platz 13 mit sieben Punkten vor der Abstiegszone. Im Pokal überzeugten die Grün-Weißen bislang mit drei Zu-Null-Siegen. Wie schon gegen den FC Carl Zeiss Jena (2:0), Hannover 96 (3:0) und die SpVgg Greuther Fürth (2:0) geht Werder als Favorit ins Spiel. "Wir haben die Erwartung an uns, dieser Rolle gerecht zu werden", sagte Trainer Florian Kohfeldt.

Was spricht für Jahn Regensburg?

Gegen den Jahn spricht jedenfalls die jüngste Mini-Serie seit der Corona-Quarantäne: zwei Punkte aus drei Spielen. Beim unglücklichen 1:1 gegen Erzgebirge Aue am Wochenende war den Regensburgern aber anzumerken, dass ihnen die Länderspielpause körperlich gut getan hat. Die Physis und der Wille sind immer noch die großen Stärken des Jahn. Nicht zuletzt für Offensivspieler Jann George, dessen Herzensverein Werder war, ist diese Partie eine große Chance. "Es ist umso schöner, dass wir in einem solchen Topspiel für uns nun zeigen können, was wir drauf haben", verkündete er.

Wer ist erfahrener im Elfmeterschießen?

Jahn Regensburg - zumindest in dieser Pokal-Saison. In allen ihren drei Partien kamen die Oberpfälzer im Elfmeterschießen weiter. Jeweils mindestens einen Strafstoß hielt Keeper Alex Meyer. Extra Elfmeter habe man vor diesem Duell nicht trainiert, sagte Trainer Mersad Selimbegovic. "Wir haben ja im laufenden Wettbewerb schon dreimal trainiert", merkte er launig an. Kapitän Benedikt Gimber sagte: "Wir müssen an unsere absolute Leistungsgrenze kommen, damit wir eine Chance haben. Und wenn's ins Elfmeterschießen gehen sollte, hätte ich auch kein schlechtes Gefühl dabei."

Gegen wen muss der Sieger im Halbfinale spielen?

Während sich Jahn Regensburg hinsichtlich des ersten DFB-Pokal-Viertelfinals der Vereinsgeschichte genauso gedulden musste wie Werder Bremen, wurden die weiteren Partien in der Runde der letzten Acht bereits ausgespielt. Die übrigen drei Halbfinalisten stehen deshalb bereits fest. Borussia Dortmund setzte sich gegen Borussia Mönchengladbach durch (1:0), Holstein Kiel gewann bei Rot-Weiss Essen (0:3) und RB Leipzig siegte mit 2:0 gegen den VfL Wolfsburg. Die Auslosung ergab: Der BVB trifft in der Vorschlussrunde auf Holstein Kiel, den Bezwinger von Titelverteidiger FC Bayern und zweiten verbliebenen Zweitligisten im Wettbewerb. Der Gewinner des Duells zwischen Regensburg und Bremen erwischt mit dem Bundesliga-Zweiten RB Leipzig ein schweres Los.

Wann geht es im DFB-Pokal nach dem Viertelfinale weiter?

Der Sieger aus dem Duell von Regensburg und Bremen muss am 30. April gegen Leipzig ran. Immerhin: Das Kräftemessen ums Finale gegen den wohl heißesten Anwärter auf den Titel wird zu einem Heimspiel. Das zweite Halbfinale zwischen dem BVB und Holstein Kiel wird einen Tag später, am 1. Mai, ausgespielt. Im Endspiel stehen sich die jeweiligen Sieger am 13. Mai in Berlin gegenüber und küren den Nachfolger von Titelträger Bayern.