20. Januar 2022 / 08:48 Uhr

Zweitliga-Boom und neue Favoriten: Diese Außenseiter träumen im DFB-Pokal vom Titel – so geht es weiter

Zweitliga-Boom und neue Favoriten: Diese Außenseiter träumen im DFB-Pokal vom Titel – so geht es weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wer holt sich im DFB-Pokal den Titel? Maximilian Beier und Hendrik Weydandt von Hannover 96 (von links), HSV-Torjäger Robert Glatzel, Leipzig-Star Christopher Nkunku sowie Freiburgs Nationalspieler Nico Schlotterbeck träumen vom großen Coup.
Wer holt sich im DFB-Pokal den Titel? Maximilian Beier und Hendrik Weydandt von Hannover 96 (von links), HSV-Torjäger Robert Glatzel, Leipzig-Star Christopher Nkunku sowie Freiburgs Nationalspieler Nico Schlotterbeck träumen vom großen Coup. © Getty Images/IMAGO/Langer (Montage)
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Vier Zweitligisten sind insgesamt weiter. Dafür auch kein Gladbach mehr – und auch kein Team aus der aktuellen Top-Vier der Bundesliga. Dem DFB-Pokal winkt ein interessantes Endspiel. Bis dahin dauert es aber noch etwas. Die Viertelfinal-Auslosung hingegen steht noch im Januar an.

Der maßlos enttäuschte und auch ratlose Kapitän von Borussia Mönchengladbach brachte den DFB-Pokalwettbewerb in dieser Saison auf den Punkt." Dieses Jahr ist die ganz große Chance da, mal den Pokal zu gewinnen", sagte Lars Stindl – nicht ohne zu ergänzen: "Und dann spielen wir so ein Spiel". Doch Gladbach ist nicht der erste Top-Klub, der sich aus dieser Cup-Saison bereits früh aus dem Wettbewerb verabschiedet.

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Das große Favoriten-Sterben

Der Rekordgewinner FC Bayern ist schon länger weg. Der Titelverteidiger Borussia Dortmund ist seit Dienstag raus. Und mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle fehlen auch die anderen beiden Vereine aus der aktuellen Top-Vier. Der Liga-Dritte Bayer Leverkusen scheiterte desolat in der zweiten Runde im eigenen Stadion an Zweitligist Karlsruher SC (1:2). Für den derzeitigen Bundesliga-Vierten TSG Hoffenheim gab es am Mittwochabend eine ordentliche Klatsche gegen den SC Freiburg (1:4). Und es geht noch weiter: Aus der Top-Ten der Bundesliga sind nur noch Union Berlin (5.), der SC Freiburg (6.) und RB Leipzig (7.) im Cup vertreten. Eintracht Frankfurt (8.), der 1. FC Köln (9.) und auch Mainz 05 (10.) dürfen nicht mehr auf den Titel hoffen.

Die neuen Cup-Anwärter

RB Leipzig hat vor allem ein Ziel: das DFB-Pokalfinale und es im dritten Versuch auch endlich gewinnen. Dass der 2:0-Sieg über Hansa Rostock nicht zu den Glanztaten zählte, wusste der Vorjahresfinalist selbst. Aber egal. "Wir haben gesehen, dass große Mannschaften auch gegen kleine verlieren können. Unser Ziel war es schon vor der Saison, dass wir in diesem Jahr etwas gewinnen möchten. Und da gehen wir voll drauf", sagte Torschütze Yussuf Poulsen.

Profiteur II? Der SC Freiburg ist nicht nur in der Liga mehr als gut dabei. Der Tabellensechste von Trainer Christian Streich steht nun auch im Pokal unter den besten acht Teams. 4:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim, die ihrerseits nach der Liga-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Union den nächsten Dämpfer kassieren musste. Kein Jubel nach Hoffenheims 50. Pokalspiel. Dafür große Freude bei den Breisgauern. "Der Pokal ist das Einfachste für uns, einen Titel zu holen", betonte Lucas Höler. "Der Traum ist riesig", sagte Doppeltorschütze Vincenzo Grifo.

Und wer träumt noch vom Pokal-Sieg? Mit Union Berlin und dem VfL Bochum stehen zwei weitere Bundesligisten im Viertelfinale. Die Eisernen träumen vom Endspiel in der eigenen Stadt, der Revierklub von der dritten Final-Teilnahme nach 1968 gegen den 1. FC Köln (1:4) und 1988 gegen Eintracht Frankfurt (0:1).

Zweitliga-Klubs sorgen für Aufsehen

Letztmals standen in der Saison 2003/04 vier Klubs aus Liga zwei in einem Viertelfinale des DFB-Pokals. Damals waren der VfB Lübeck, die SpVgg Greuther Fürth, Alemannia Aachen und der MSV Duisburg noch in der drittletzen Runde vertreten. In dieser Spielzeit schafften Hannover 96, der Hamburger SV, FC St. Pauli und der Karlsruher SC den Sprung ins Viertelfinale. Der erste und bis dato einzige Zweitliga-Pokalsieger ist Hannover 96. Die Niedersachsen holten den Cup im Jahr 1992.


So geht es im Pokal weiter

Die Auslosung für die Runde der letzten Acht findet am 30. Januar um 19.15 Uhr im Rahmen der ARD-"Sportschau" statt. Die Spiele sind für den 1. und 2. März terminiert. Mit den Halbfinalspielen geht´s am 19. und 20. April weiter, das Finale findet am 21. Mai in Berlin statt.