02. August 2020 / 10:29 Uhr

Favre-Verlängerung beim BVB? Zorc: "Sehen nicht die Notwendigkeit" - Gespräche frühestens im Winter

Favre-Verlängerung beim BVB? Zorc: "Sehen nicht die Notwendigkeit" - Gespräche frühestens im Winter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erfolgsduo bei Borussia Dortmund: Sportdirektor Michael Zorc (hinten) und Trainer Lucien Favre. 
Erfolgsduo bei Borussia Dortmund: Sportdirektor Michael Zorc (hinten) und Trainer Lucien Favre.  © imago images/Kirchner-Media
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Noch hat Trainer Lucien Favre bei Borussia Dortmund einen Vertrag bis zum Saisonende. Und laut BVB-Sportdirektor Michael Zorc besteht aktuell auch keine Notwendigkeit, über eine vorzeitige Verlängerung nachzudenken. Die Gründe erklärte er der "Welt am Sonntag". 

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Relativ früh hatte man sich bei Borussia Dortmund öffentlich darauf festgelegt, mit Trainer Lucien Favre auch in die kommende Bundesliga-Saison zu gehen. Dabei hatte es in den vergangenen beiden Jahren immer mal wieder Kritik an dem Schweizer gegeben. Zu ruhig agiere er an der Seitenlinie, zu wenig hole er aus der talentierten Dortmunder Mannschaft raus, zu gering seien die Chancen des BVB unter Favre auf die Meisterschaft. Und gerade nach der im Titelkampf der vergangenen Saison vorentscheidenden 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern hatte der 62-Jährige selbst in einem Interview Raum für Rücktritts-Spekulationen gelassen.

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Schnee von gestern, der BVB geht mit Favre in dessen drittes Vertragsjahr, nachdem er im Sommer 2018 aus Nizza nach Dortmund gekommen war. Eine vorzeitige Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Kontrakts ist jedoch noch kein Thema, wie Sportdirektor Michael Zorc der Welt am Sonntag bestätigte: "Beide Seiten - Verein und Trainer - haben festgestellt, dass wir im Moment die Notwendigkeit einer Vertragsverlängerung nicht sehen. Wir gehen so in die Saison, das ist vereinbart worden." Gespräche über eine gemeinsame Zukunft seien frühestens für die Winterpause angedacht, erklärte Zorc.

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Ein offizielles Ziel will der Klub für die kommende Saison diesmal öffentlich nicht ausgeben, nachdem man vor einem Jahr die Meisterschaft ins Visier genommen hatte. Ein Fehler, wie man rückblickend in Dortmund ausgemacht haben will. Zorc: "Dann war auf einmal vom selbsternannten Titelaspiranten die Rede, und das Umfeld wurde unruhig", sagte Zorc beim Start des BVB in die Saisonvorbereitung. Dieses Spielchen müsse man nicht mehr mitspielen.

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Zwei Jahre Favre: Bester Trainer beim BVB

Favre sind derlei öffentliche Kampfansagen ohnehin seit jeher fremd. Er stellt seine Klasse als Trainer lieber auf durch Ergebnisse unter Beweis, mit bislang großem Erfolg, auch in Dortmund. Mit 44 Siegen und 13 Unentschieden aus 68 Spielen weist der Schweizer den besten Punkteschnitt aller BVB-Trainer auf: 2,13 - knapp besser als Thomas Tuchel, der auf 2,09 kommt. Und: Der letzte Dortmunder Meistertrainer Jürgen Klopp liegt mit seinen 1,91 Punkten sogar nur auf Platz fünf.