06. Oktober 2019 / 13:08 Uhr

FC 98 Hennigsdorf geht im Derby gegen den SV Zehdenick unter

FC 98 Hennigsdorf geht im Derby gegen den SV Zehdenick unter

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Landesliga-Fußballer aus Hennigsdorf (dunkle Trikots) warten weiter auf den ersten Saisonsieg. Das Oberhavel-Duell gegen den SV Zehdenick wurde klar mit 0:5 verloren.
Die Landesliga-Fußballer aus Hennigsdorf (dunkle Trikots) warten weiter auf den ersten Saisonsieg. Das Oberhavel-Duell gegen den SV Zehdenick wurde klar mit 0:5 verloren. © Matthias Schütt
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Landesliga Nord: Mannschaft von Trainer Roy Buchholz rutscht nach der Niederlage gegen den SVZ an das Tabellenende.

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FC 98 Hennigsdorf – SV Zehdenick 0:5 (0:2). Tore: 0:1 Lormis (1.), 0:2 Wittur (45.+2), 0:3 Lormis (65.), 0:4 Pritzel (67.), 0:4 Wittur (78.). Zuschauer: 175. „Die Nummer eins im Kreis sind wir.“ Diesen Spruch skandierten die Fans des SV Zehdenick, auch bekannt als „Pöbelkurve“, schon während des Oberhavel-Duells auswärts gegen den FC 98 Hennigsdorf. Am Ende sollten die SVZ-Anhänger recht behalten, da sich ihre Mannschaft auswärts mit 5:0 durchsetzte, dass zweite Match in Folge gewann und in der Tabelle auf Rang sechs kletterte. „Der Sieg fühlt sich natürlich gut an“, resümierte SVZ-Manager Ronny Erdmann. „Der Gegner, mit seinem im Sommer eingeleiteten Umbruch, hat es uns aber nicht leicht gemacht. Da fehlte dem jungen Team vielleicht noch etwas die Erfahrung.“ Auf der anderen Seite haderte Roy Buchholz, Trainer der Gastgeber. „Es lief von Anfang an alles gegen uns. Bei uns ist derzeit irgendwie der Wurm drin.“

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Denn nach nur wenigen Sekunden erzielten die Zehdenicker noch in der ersten Spielminute den 1:0-Führungstreffer. Nach feiner Vorarbeit von Timothy Pritzel erzielte John Lormis aus der Drehung heraus das Tor für die Gäste – keine Chance für 98-Keeper Maximilian Wollenburg, der sich vergeblich streckte. „Ein starker Beginn. Bei uns passt es aktuell. Dass ich der Mannschaft mit zwei Treffern helfen konnte, freut mich persönlich“, sagte Lormis, der in der Folgezeit weiter Eigenwerbung betrieb. Doch zunächst hielten die Gastgeber dagegen, spielten munter mit, scheiterten jedoch immer wieder am gut aufgelegten Keeper der Zehdenicker oder an den eigenen Nerven. Denn Chancen für den Ausgleich waren da.

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„Da belohnen wir uns einfach nicht“, analysierte Buchholz. Doch kurz vor dem Pausenpfiff konterten die Gäste und erzielten durch Adrian Wittur den Treffer zum 2:0 – ein psychologisch wichtiger Treffer, vor allem gegen die junge Mannschaft aus Hennigsdorf. Nach Wiederanpfiff dauerte es rund 20 Minuten, ehe Lormis mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung sorgte. „Danach hingen bei uns die Köpfe und das Spiel war uns unserer Sicht gelaufen“, sagte Buchholz, dessen Mannschaft noch zwei Gegentreffer durch Timothy Pritzel und wiederum Adrian Wittur bekam.

„Wir kommen aktuell über die Mannschaftsleistungen zum Erfolg“, äußerte Lormis. Somit stand am Ende eine deutliche Heimniederlage für die 98er zu Buche und die Zehdenicker Anhänger sollten mit ihren Sprechchören der „Nummer eins im Kreis“ vorläufig in diesem Spiel Recht behalten. Während die Zehdenicker weiter erfolgreich sind, warten die Hennigsdorfer nach wie vor auf den ersten Saisonsieg und rutschten aufgrund der vielen Gegentreffer hinter Grün-Weiss Brieselang auf den letzten Tabellenplatz ab. Eine kuriose Szene gab es noch in der ersten Halbzeit: Dort kam es zu einer kurzen Spielunterbrechung, als ein Ordner der Gastgeber auf Anweisung des Unparteiischen Fuchs-Kot vom Kunstrasenplatz entfernen musste.

FC 98 Hennigsdorf: Wollenburg – Schaumburg, Beer, Schmidt, Heidel (71. Hinze), Peise, König, Schneider, Tänzler, Prusko (71. Zimmermann), Dietrich.
SV Zehdenick: Rogowski – Völker, Wegener, Wittur, Lormis (71. Kerl), Piasecki, Nebert (58. Hess), Woiton, Pritzel, Brandt, Hofmann (58. Voß).