09. Juli 2019 / 14:14 Uhr

FC 98 Hennigsdorf: Stefan Fleschner wirft seinen Hut in den Ring

FC 98 Hennigsdorf: Stefan Fleschner wirft seinen Hut in den Ring

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Stefan Fleschner will FC 98-Vorsitzender werden.
Stefan Fleschner will FC 98-Vorsitzender werden. © Knut Hagedorn
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Der Schiedsrichter und aktuelle Jugendwart des Vereins will am 5. August Vorsitzender des Clubs werden. Er tritt damit gegen die langjährige Nachwuchsleiterin Ramona Hinz an.

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Bislang war die ehemalige Jugendleiterin Ramona Hinz die einzige Kandidatin für den Vorsitz beim FC 98 Hennigsdorf. Jetzt bekommt die 47-Jährige Konkurrenz! „Ich habe mich dazu entschlossen, auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 5. August für den Vorsitz zu kandidieren“, kündigte Stefan Fleschner am Dienstag an. Der 30-Jährige ist aktueller Jugendleiter beim FC 98 (und damit Hinz’ Nachfolger auf diesem Posten) und außerdem als Schiedsrichter für den Verein aktiv.

Bei Fleschner, der 1989 in Hennigsdorf geboren wurde, sei die Idee für eine Kandidatur bereits seit einigen Monaten gereift. „Nach vielen Gesprächen mit Vereinsmitgliedern steht der Entschluss nun seit vergangener Woche fest“, sagt er. Motiviert hätten ihn dazu die derzeitigen Probleme im Club. „Der Verein ist tief in zwei Lager gespalten. Da wurde viel verbrannte Erde hinterlassen. Ich sehe ihn in seiner Existenz bedroht“, so Fleschner, der zuletzt als Schiedsrichter Partien in der Landesliga leitete und sich auch im Fußballkreis Oberhavel/Barnim als Staffelleiter der 1. und 2. Kreisklasse West engagiert.

An oberster Stelle im Falle einer Wahl durch die Vereinsmitglieder stehe es, die Gräben innerhalb des Clubs zu schließen. „Wir müssen wieder zu einer Symbiose im Verein kommen“, fordert er. Zu einer solchen sei es mit seiner Gegenkandidaten nicht gekommen. „Ich habe eine Kooperation mit ihr angestrebt, aber das war nicht gewollt“, berichtete Stefan Fleschner. Trotzdem ist es ihm wichtig, zu betonen: „Ich trete nicht an, um böses Blut reinzubringen oder schmutzige Wäsche zu waschen.“

In Bildern: Die Trainer des FC 98 Hennigsdorf seit 2002.

Von Jürgen Görlitz bis Hans Oertwig - die Trainer des FC 98 Hennigsdorf seit 2002 zum Durchklicken. Zur Galerie
Von Jürgen Görlitz bis Hans Oertwig - die Trainer des FC 98 Hennigsdorf seit 2002 zum Durchklicken. ©
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Der aktuelle Vorsitzende, Bastian Klebauschke, habe ihn vor zwei Jahren zur Mitarbeit beim FC 98 bewegt. Da habe er auch Ramona Hinz als „super Funktionärin“ kennengelernt, die viel für den Fußballnachwuchs in Hennigsdorf getan habe. Und dennoch wolle er nun seine eigenen Ideen umsetzen. Dafür habe er bereits ein mögliches Vorstandsteam zusammengestellt, das den Verein wieder voranbringen soll.

Stefan Fleschner begann 1995 selbst mit dem Kicken beim SV Stahl Hennigsdorf, war bis 2002 dort und im FC 98 aktiv. „Dann bin ich aufgrund persönlicher Differenzen mit meinem Jugendtrainer nach Borgsdorf gegangen“, erinnert er sich. Weil es ihm in Anschluss beruflich zur Bundeswehr führte, endete die aktive Laufbahn bereits mit 18 Jahren. „Aber seit meinem 15. Lebensjahr habe ich parallel als Schiedsrichter amtiert.“

Damit gibt es nun zwei Bewerber um den Posten des Vereinschefs, den Bastian Klebauschke nach gut zwei Jahren wieder zur Verfügung stellen wird. Er war in die Kritik geraten, als er vor einigen Wochen verkündet hatte, dass der Verein Aufwandsentschädigungen für die Landesliga-Elf nicht oder nur verspätet zahlen konnte und daher auch ein Darlehen von Trainer Hans Oertwig in Anspruch nahm. Im Sommer steht das Team nun vor einem großen Umbruch.

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