15. Oktober 2020 / 15:22 Uhr

Arsenal-Trainer Arteta räumt ein: Özil könnte auch aus Premier-League-Kader gestrichen werden

Arsenal-Trainer Arteta räumt ein: Özil könnte auch aus Premier-League-Kader gestrichen werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mesut Özil macht beim FC Arsenal schwierige Zeiten durch.
Mesut Özil macht beim FC Arsenal schwierige Zeiten durch. © Getty
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Im Europa-League-Kader des FC Arsenal für die aktuelle Saison fehlt Mesut Özil bereits. Jetzt könnte auch seine Zeit im offiziellen Premier-League-Kader der Gunners vorbei sein. Trainer Mikel Arteta steht vor schwierigen personellen Entscheidungen.

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Absolviert Mesut Özil kein einziges Spiel mehr für den FC Arsenal? Wie Trainer Mikel Arteta einräumte, könnte der Weltmeister von 2014 auch aus dem Kader der Gunners für die Premier League gestrichen werden. Diesen muss der Klub bis zum 20. Oktober an die Liga melden. Derzeit haben die Londoner ein Überangebot an Spielern, es dürfen jedoch nur 25 Profis nominiert werden, davon können maximal 17 nicht im englischen Fußballsystem ausgebildet worden sein. Dies bringt Arteta in Probleme, er muss wie schon in der Europa League Spieler streichen - dort traf es nicht nur Ex-BVB-Verteidiger Sokratis, sondern auch den weitgehend aussortierten Özil.

"Er war nicht der einzige, der nicht in der Europa-League-Mannschaft war", sagte Arteta nun mit Blick auf die Liga-Auswahl. "Es ist eine sehr schwierige Entscheidung für mich, weil es wirklich hart ist, Spieler auf diesem Niveau zu streichen - wenn sie genau wissen, dass sie nicht involviert sein können." Er möge dies "überhaupt nicht" gestand der Spanier. "Aber diese Entscheidung musste getroffen werden, weil wir zu viele ausländische Spieler haben. Leider mussten wir so entscheiden." Es gilt als nicht sehr wahrscheinlich, dass er mit Blick auf die Premier League anders entscheidet als im Europapokal.

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Özil hatte zuletzt immer wieder betont, seinen noch bis zum Saisonende gültigen und hochdotierten Vertrag aussitzen zu wollen, auch wenn er unter Arteta keine sportliche Perspektive mehr hat. "Meine Position ist klar, ich bleibe hier bis zum letzten Tag unserer Vereinbarung", sagte der Deutsche im August in einem Interview mit dem Online-Magazin The Athletic. "Wenn ein Verein will, dass ein Spieler geht und der Spieler das ablehnt, muss der Verein das akzeptieren, außer man findet zusammen eine Lösung. Ich will nicht gehen, damit hat sich das."

Arsenal-Legende Wenger fordert: Özil wieder einbeziehen

Arsenals Trainerlegende Arsène Wenger äußerte zuletzt den Wunsch, den Deutschen wieder häufiger einzusetzen. "Man muss einen Weg finden, ihn wieder einzubeziehen", sagte Wenger, der den 31-Jährigen einst von Real Madrid zu Arsenal geholt hatte, der BBC. Den jetzigen Zustand bezeichnete Wenger als Verschwendung. "Zum einen, weil er in den Jahren ist, in denen ein Spieler mit seinem Talent am produktivsten ist. Und es ist auch eine Verschwendung für den Klub, weil er ein Supertalent ist, ein kreatives Talent, das im letzten Drittel den tödlichen Pass kreieren kann", erklärte der 70-Jährige. Dass Özil sportlich keine Rolle mehr spielt, hängt für Wenger auch mit dem bevorzugten Stil mit Gegenpressing und schnellem Umschalten zusammen. Dadurch sei für Spieler wie Özil kein Platz mehr. "Obwohl man nicht vergessen darf, wer dieser Junge ist. Ein Weltmeister, der bei Real Madrid gespielt hat."