23. April 2021 / 23:15 Uhr

Augsburg-Torwart Rafal Gikiewicz nach Pleite gegen Köln mit Klartext: "Eier in der Kabine gelassen"

Augsburg-Torwart Rafal Gikiewicz nach Pleite gegen Köln mit Klartext: "Eier in der Kabine gelassen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Torwart Rafal Gikiewicz vom FC Augsburg war nach der Heimniederlage gegen den 1. FC Köln außer sich.
Torwart Rafal Gikiewicz vom FC Augsburg war nach der Heimniederlage gegen den 1. FC Köln außer sich. © IMAGO/Peter Fastl/POOL via MSN
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Nach der 2:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln war der Frust bei den Spielern und beim Trainer des FC Augsburg groß. Vor allem Torwart Rafal Gikiewicz redete sich am "DAZN"-Mikrofon in Rage. "In den ersten 45 Minuten haben wir die Eier in der Kabine gelassen", meinte der Pole.

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Die 2:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln hat den FC Augsburg am Freitag wieder tiefer in den Abstiegskampf der Bundesliga gezogen. Vor allem die schwache Leistung in der ersten Hälfte, als Köln mit 3:0 in Führung lag, sorgte im FCA-Lager für großen Frust. "Ich sehe nichts Positives", war Torwart Rafal Gikiewicz am DAZN-Mikrofon außer sich: "In den ersten 45 Minuten haben wir die Eier in der Kabine gelassen, waren zu weit weg vom Gegner. Köln hatte - so wie wir gestern - Abschlusstraining."

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Auch Augsburgs Trainer Heiko Herrlich redete Klartext. Er habe für die Leistung seiner Elf im ersten Spielabschnitt keine Erklärung, gestand der Coach. Durch den Sieg verkürzte der FC, der auf Relegationsrang 16 sprang, den Abstand auf die Fuggerstädter auf nur noch vier Punkte. "Einige haben immer noch nicht kapiert, dass wir noch nicht gerettet sind, obwohl wir immer wieder darauf hinweisen", wetterte Herrlich: "Die Zweikampfquote in der ersten Halbzeit war desaströs. Wenn du so ins Spiel gehst, hast du es auch nicht verdient, noch zum 3:3 zu kommen, obwohl die Möglichkeiten da waren." FCA-Profi André Hahn fügte selbstkritisch hinzu: "Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war bodenlos, eine Frechheit, geht gar nicht." Zwar habe die Mannschaft im zweiten Durchgang streckenweise ein anderes Gesicht gezeigt. "Aber es reicht einfach nicht. Die Abstände waren riesengroß, das Pressing hat überhaupt nicht funktioniert, in der Box verteidigen wir es brutal schlecht."

Funkel warnt Köln vor zu früher Euphorie

Während die vor wenigen Wochen noch vermeintlich sicheren Augsburger nun zunehmend wieder zittern müssen, sind die Kölner, die nach der Derby-Niederlage bei Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag schon fast abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz lagen, wieder voll im Rennen um den direkten Klassenerhalt. Marius Wolf lobte vor allem die Arbeit des neuen FC-Trainers Friedhelm Funkel, unter dessen Regie die Rheinländer nunmehr zwei von drei Partien gewonnen haben: "Er hat uns noch einmal neue Motivation gegeben, mit jedem einzelnen gesprochen und alle heiß gemacht. Vielleicht hatten wir heute auch das Glück, das wir sonst nicht hatten." Funkel warnte jedoch vor zu früher Euphorie: "Wir haben noch nichts erreicht. Wir haben jetzt 29 Punkte, die reichen nicht, um in der Bundesliga zu bleiben."



Vor dem zweiten Kölner Gegentor zog sich Jannes Horn eine noch nicht näher diagnostizierte Verletzung zu. Dass der FCA darauf verzichtete, den Ball fairnesshalber ins Aus zu spielen, um eine Behandlung von Horn zu ermöglichen und stattdessen im weiteren Verlauf das Tor erzielte, sah Wolf gelassen. "Ich denke, wir hätten auch weitergespielt, da mache ich den Augsburgern keinen Vorwurf", meinte der frühere Frankfurter und Dortmunder.