16. Mai 2020 / 19:13 Uhr

FC Augsburg verliert nach Wirbel ohne Trainer Heiko Herrlich: Fehlen "ist natürlich Scheiße"

FC Augsburg verliert nach Wirbel ohne Trainer Heiko Herrlich: Fehlen "ist natürlich Scheiße"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Spieler des FC Augsburg bedauern nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg das Fehlen von Trainer Heiko Herrlich.
Die Spieler des FC Augsburg bedauern nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg das Fehlen von Trainer Heiko Herrlich. © dpa - Pool
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Sein Einkauf von Handcreme und Zahnpasta hatte für Aufregung gesorgt - und letztlich auch für sein Fehlen bei der Bundesliga-Partie seines FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg. Trainer Heiko Herrlich wurde von seinen Spielern bei der 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg schmerzlich vermisst.

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Der FC Augsburg hat zum Bundesliga-Neustart nach der Corona-Pause einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst - und das ohne Trainer Heiko Herrlich. Der kurz vor der Corona-Pause neu verpflichtete Augsburg-Coach hatte kurz vor dem Spieltag zugegeben, die Quarantäne-Regeln gebrochen zu haben, weil er Handcreme und Zahnpasta eingekauft hatte. Als Konsequenz verzichtete der Trainer darauf, sein Team im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg zu betreuen - und die Augsburger verloren prompt mit 1:2.

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FCA-Profis Max und Luthe vermissen Trainer Herrlich

Dementsprechend bedauert haben die Augsburg-Profis Philipp Max und Andreas Luthe das Fehlen ihres Trainers zum Neustart: "Es war nicht einfach, dass der Cheftrainer nicht dabei sein kann, das ist natürlich Scheiße", sagte Torhüter Andreas Luthe bei Sky. Trotzdem habe es die Mannschaft gut hinbekommen, sich bei dem Geisterspiel gut zu präsentieren. „Es ist unheimlich schwierig, sich selbst in eine gute Verfassung da zu bringen.“

Herrlich, Kalou und Co.: Diese Fußballer und Trainer haben gegen Corona-Maßnahmen verstoßen

Während der Corona-Zwangspause musste sich auch die Fußballer an teils strikte Quarantäne-Maßnahmen halten. Allerdings haben sich nicht immer alle daran gehalten. Der <b>SPORT</b>BUZZER gibt einen Überblick über prominente Verstöße. Zur Galerie
Während der Corona-Zwangspause musste sich auch die Fußballer an teils strikte Quarantäne-Maßnahmen halten. Allerdings haben sich nicht immer alle daran gehalten. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über prominente Verstöße. ©

Herrlich durfte nach dem Verstoß gegen die Quarantäne-Bestimmungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht bei seinem Team sein. Erst nach zwei negativen Tests darf der vor zwei Monaten als neuer Trainer verpflichtete 48-Jährige wieder zur Mannschaft. Daher musste Herrlich auf seinen ersten Einsatz als Coach bei einem FCA-Spiel warten. Der vermutliche Kurz-Auftritt als Augsburger Verantwortlicher an der Seitenlinie verlief für Herrlichs Assistenten Tobias Zellner weniger erfreulich. "Die Einstellung hat gepasst. Letztendlich gefällt uns nur das Ergebnis nicht", sagte Zellner, einst auch Co-Trainer von Markus Weinzierl.

Max freut sich auf Herrlich-Rückkehr

Max blickt auf gute erste Wochen unter dem neuen Trainer zurück. "Klar hätten wir uns gewünscht, dass der Coach dabei ist, er hat das selber begradigt. Wir haben eine richtig gute Zeit bis jetzt gehabt. Wir sind alle froh, wenn er nächste Woche dabei ist", sagte der 26-Jährige. Die Partie ohne Publikum sei schwierig gewesen. "Es war ungewohnt, man freut sich im Heimspiel immer auf die eigenen Zuschauer, das ist im Moment nicht möglich."