13. August 2019 / 07:40 Uhr

FC Bad Lausick siegt in Adorf

FC Bad Lausick siegt in Adorf

Hans-Peter Weiske
SPORTBUZZER-Nutzer
Alle Fußball-Drittligisten haben die Lizenz erhalten. (Symbolfoto) USER-BEITRAG
Alle Fußball-Drittligisten haben die Lizenz erhalten. (Symbolfoto) © Norman Rembarz
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Die Entscheidung im Fußball-Landespokal zu Gunsten der Kurstädter fällt vom Elfmeterpunkt.

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Man muss in der stolzen Pokalgeschichte des FC Bad Lausick 12 Jahre zurückblättern, um die letzte Entscheidung im Elfmeterschießen zu finden. Im Mai 2007 ging das in Grimma ausgetragene Endspiel torlos in die Entscheidung vom Punkt, damals gewann der 1. FC Lok vor einer bis heute unklaren Riesenkulisse mit 4:2 gegen die Kurstädter. Diese konnten sich am Sonntag beim SV Adorf mit dem gleichen Resultat, vor allerdings bescheidenen 60 Zuschauern, durchsetzen. Die Kurstädter müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, die Partie nicht in den regulären 90 oder wenigstens 120 Minuten zu ihren Gunsten entschieden zu haben – weil sie ihre spielerische Überlegenheit viel zu selten zur Geltung brachten.

Gegen das einfache, wuchtig und schnörkellos agierende Heimteam fand man selten die richtigen Mittel. Hinzu kamen eine Reihe von merkwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, die jede Menge unnötiger Debatten nach sich zogen. So lag der Ball bereits nach fünf Minuten im Adorfer Netz, doch dem Kopfballtreffer Daniel Petzolds blieb die Anerkennung verwehrt.

Verdiente Führung

Die verdiente Führung erzielte Neuzugang Tommy Klotsche nach 16 Minuten als er, im Strafraum sträflich freistehend, überlegt zum 0:1 einschoß. Der Gastgeber versuchte es mit langen Zuspielen und schnellen Abschlüssen. Christl-Dittmann (14.) und speziell Kamapp (19./32.) forderten Janko Schötzke oder verfehlen das Gehäuse nur knapp. Nach 38 Minuten sorgt Bazan für eine schauspielreife Szene, als er Eric Ziffert foulte, um selbst schreiend zu Boden zu gehen. Mit Gelb war er gut bedient und wurde vor dem Halbzeitpfiff sogar belohnt, als er den überraschenden Ausgleichstreffer erzielte.

Voraus ging allerdings ein viel zu leichter Ballverlust auf der rechten Seite wo sich drei (!) Kurstädter von einem Adorfer Knoten in die Beine spielen ließen und den Rückpass auf Bazan nicht verhindern konnten. Echte Torchancen gab es bei drückender Hitze auch nach der Pause kaum zu sehen. Eben noch an der Außenlinie behandelt, war es erneut Bazan, der an Schötzke scheiterte (53.), Lausicks Keeper wäre dann fast von einem direkten Eckball überrascht worden (57.). Er klärte zudem, nachdem Kevin Wild Nicky Richter mit einem zu kurzen Zuspiel in Not gebracht hatte, nicht ohne Risiko gegen gleich zwei vor ihm auftauchende Adorfer (61.).

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Präzise Vorarbeit

Kurz vor dieser Szene hätte Klotsche die präzise Vorarbeit von Andreas Streubel fast mit der erneuten FC-Führung vollenden können. Aber ein Verteidiger warf sich in seinen aufs linke Eck gezogenen Schuss (58.). Auch vier Minuten Nachspielzeit halfen nichts, die Mannschaften mussten in die Verlängerung. Nun schnell für klare Fronten sorgen, so die Devise der Gäste. Eine exakte Eingabe Danny Kamkes landete bei Streubel – doch der Ball setzte auf und so traf er die Kugel nicht richtig (91.). Dann setzte Florian Schmiedel Kamke in Szene, doch Keeper Steinbach blockte dessen Schuss ab (92.).

Versuch Nummer drei war mehr Anerkennung vergönnt. In der Mitte ging die Post ab, Kamke und Ziffert legten Streubel den Ball in den Lauf und es stand 1:2. Kurz danach verhinderte Steinbach mit dem Fuß das 1:3, als erneut Streubel vor ihm zum Abschluss kam. Fast hätte sich FC-Keeper Schötzke ins Verzeichnis der kuriosesten Tore eintragen können, als sein Abschlag in der 98. Minute seinen in die Sonne blickenden Kollegen auf der Gegenseite vor Probleme stellte. Mit einer Hand musste er den sich senkenden Ball über die Querlatte lenken.

Rudelbildung am Mittelkreis

Keiner hatte den Eindruck, dass hier noch was passiert, alle sehnten den Abpfiff herbei. Doch ein strittiger Freistoß am Mittelkreis sorgte für Rudelbildung. Während über Tätlichkeit und Rote Karte diskutiert wurde, stahl sich Schindler still und leise auf der linke Seite auf und davon. Der Freistoß wurde nicht wie erwartet vors Tor gezogen, sondern auf ihn abgelegt. Und ehe ein Lausicker entscheidend stören konnte, zog er die Kugel als halbe Bogenlampe über Schötzke hinweg zum 2:2 ins lange Eck. Also nun doch noch die Entscheidung vom Punkt.

Und diese wurde zur klaren Sache der Gäste, denn Ziffert, Richter, Kalbitz und Streubel verwandelten sicher. Während ausgerechnet Adorfs Bazan den Ball übers Gebälk beförderte und dann noch Hoang an Schötzke scheiterte. Damit stehen die Bad Lausicker in der 2. Runde des diesjährigen Landespokals. Ab dem kommenden Wochenende geht es zudem in der Liga wieder rund. Am Sonnabend (15 Uhr) gastiert die SG Rotation Leipzig in Bad Lausick.

Torfolge: 0:1 Klotsche (16.), 1:1 Bazan (45.), 1:2 Streubel (93.), 2:2 Schindler (116.).

Bad Lausick: Schötzke, Richter, Wild (66. Schmiedel), Wurche, Peter (111. Lipfert), Kamke, Ziffert, Klotsche (71. Fliegner), Petzold, Streubel.

SR: N. Blödel (Mühlau). ZS: 60.

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