09. November 2020 / 22:13 Uhr

Bericht: Ex-BVB-Profi Ousmane Dembélé zögert mit Barca-Verlängerung – Verbleib ungewiss?

Bericht: Ex-BVB-Profi Ousmane Dembélé zögert mit Barca-Verlängerung – Verbleib ungewiss?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ousmane Dembélé wechselte 2017 von Borussia Dortmund zum FC Barcelona. Sein Vertrag läuft noch bis 2022.
Ousmane Dembélé wechselte 2017 von Borussia Dortmund zum FC Barcelona. Sein Vertrag läuft noch bis 2022. © Getty
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Nach der Verletzung von Ansu Fati wäre Ousmane Dembélé der logische mittelfristige Erbe des Juwels beim FC Barcelona. Doch der 23-Jährige macht sich laut "Sport" Gedanken über seine Zukunft - und ist demnach nicht willens, seinen 2022 auslaufenden Vertrag zu verlängern. Das könnte zu einem Transfer führen.

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Nach der Hiobsbotschaft, dass Youngster Ansu Fati nach einem Meniskusriss im linken Knie bis zu fünf Monate ausfallen wird, ist der FC Barcelona auf der Suche nach Alternativen. Wegen der finanziell angespannten Lage dürfte diese sich in erster Linie auf den eigenen Kader beschränken. Ein Hauptkandidat für die mittelfristige Fati-Nachfolge: Ousmane Dembélé. Der Ex-Profi von Borussia Dortmund erlebte beim FCB bisher dreieinhalb Jahre voller Negativ-Erlebnisse - könnte nun aber beweisen, wie wertvoll er ist.

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Wie die katalanische Zeitung Sport berichtet, ist die Zukunft des Franzosen, der 2017 seinen Abschied vom BVB erstreikte und sich damit in Dortmund zu einer persona non grata machte, in Barcelona indes alles andere als gesichert. Demnach sei der 23-Jährige nicht gewillt, seinen 2022 auslaufenden Vertrag bei den Katalanen zu verlängern. Dies hätten Vorgespräche klar werden lassen. Aufgrund der tendenziell geringen Restlaufzeit wächst somit der Druck auf Barca, seinen Top-Einkauf (er kostete bis zu 130 Millionen Euro Ablöse) spätestens im nächsten Sommer wieder zu Geld zu machen.

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Dem Bericht zufolge prüft Barcelona derzeit einen Verkauf bereits im Januar - obwohl Dembélé, der in dieser Saison bisher drei Tore in acht Spielen schoss, meistens aber über die Rolle des Einwechselspielers nicht hinaus kommt, der logische Fati-Erbe zu sein scheint. Schon im vergangenen Sommer stand ein Abschied des Rechtsaußens zur Disposition. Damals interessierte sich Manchester United für Dembélé, der vor einer Leihe plus Kaufoption zum englischen Rekordmeister stand. Der Wechsel, der dem neuen Barca-Trainer Ronald Koeman wohl die Verpflichtung seines Wunschspielers Memphis Depay von Olympique Lyon ermöglicht hätte, zerschlug sich jedoch.

Dembélé nicht im Frankreich-Aufgebot: "Liegt an ihm"

Im Januar könnte Barca beim Niederländer nun einen neuen Anlauf starten - und Dembélé dafür abgeben. Der Weltmeister von 2018, der zuletzt immer wieder von teils schweren Muskelverletzungen zurückgeworfen wurde, absolvierte für Barca bisher 82 Spiele, in denen er 22 Tore schoss und 17 weitere vorbereitete. Laut Sport seien mehrere Klubs an einem Winter-Transfer interessiert - allerdings sei unklar, ob die Verletzungen von Ansu Fati und Ex-Bayern-Leihgabe, dessen Oberschenkelverletzung nach der Länderspielpause ausgeheilt sein soll, Barcelona dazu bewegen könnten, Dembélé zumindest vorerst im Klub zu behalten. Die Mundo Deportivo berichtet gar, dass er wegen des Fati-Ausfalls quasi gezwungenermaßen weiterhin beim FCB spielen müsse.


Für die anstehenden Länderspiele der französischen Nationalmannschaft nominierte Trainer Didier Deschamps den Ex-Dortmunder übrigens nicht. "Er hatte körperliche Probleme. Es liegt an ihm, sein volles Potenzial wieder auszuschöpfen", sagte der Coach, der schon häufiger Kritik an Dembélé geübt hatte. Der Offensivspieler war immer wieder mit Skandalen abseits des Platzes aufgefallen.