09. August 2020 / 20:15 Uhr

"Siegesmaschine" FC Bayern: Spanische Presse zittert vor Barcelona-Viertelfinale gegen München

"Siegesmaschine" FC Bayern: Spanische Presse zittert vor Barcelona-Viertelfinale gegen München

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gewohntes Bild: Die Mannschaft des FC Bayern jubelt. Vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona hat die spanische Presse großen Respekt vor dem deutschen Rekordmeister.
Gewohntes Bild: Die Mannschaft des FC Bayern jubelt. Vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona hat die spanische Presse großen Respekt vor dem deutschen Rekordmeister. © Hans Rauchensteiner/Pool via Peter Schatz/Imago Images
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Vor dem Champions-League-Viertelfinale des FC Bayern München gegen den FC Barcelona hat die spanische Presse mit martialischen Worten die Klasse des deutschen Rekordmeisters gefeiert. Die wohl einzige Hoffnung der Katalanen: Superstar Lionel Messi.

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Nach dem mühsamen Einzug des FC Barcelona ins Viertelfinale der Champions League wird der kommende Gegner FC Bayern München (Freitag, 21 Uhr) in der katalonischen Metropole als „Monster“ empfunden. In einer Karikatur der katalanischen Fachzeitung Mundo Deportivo wird das Team von Trainer Hansi Flick als riesiges, fies grinsendes Ungeheuer dargestellt, das hinter dem Rücken von Coach Quique Setién lauert. „Die Bayern machen Angst“, schrieb die Fachzeitung Sport. Der Jubel bei den eher pessimistischen Medien war am Sonntag entsprechend verhalten, was in Spanien sehr ungewöhnnlich ist. „Barça ist noch am Leben“, titelte La Vanguardia.

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Die Bayern, die durch ein 4:1 über den FC Chelsea ins Viertelfinale einzogen, wurden am Sonntag in Katalonien als „Gigant“, als „unersättlich“, als „Siegesmaschine“ bezeichnet. Und als schier unüberwindbares Hindernis im Stile eines „echten Mount Everest“, wie El Periódico titelte. So viel Angst vor den Bayern hatte man in Barcelona noch nie. Für ein wenig Hoffnung sorgt nach dem nicht unbedingt überzeugenden 3:1-Sieg über den SSC Neapel und vor dem Start ins Lissabonner Endturnier nur Weltfußballer Lionel Messi.

"Sport": "Mit diesem Messi ist alles möglich"

Der Kollege von DFB-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen zeigte gegen Neapel in der Tat, dass er auch mit 33 immer noch zu (fast) allem fähig ist. Bei seinem Tor zum 2:0 dribbelte er die halbe Abwehr der Gäste schwindelig und zirkelte den Ball im Fallen ins lange Eck. Schön war auch sein zweiter Treffer, der aber wegen eines umstrittenen Handspiels aberkannt wurde. Und vor dem Elfmeter-Tor durch Luis Suárez zum 3:0 noch in der ersten Halbzeit wurde der Mann aus Rosario von Kalidou Koulibaly im Strafraum von den Beinen geholt. „Mit diesem Messi ist aber alles möglich“, schrieb Sport. Dieser Satz wurde wie ein Mantra wiederholt.

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Messi wurde - zum x-ten Mal in seiner Karriere - als „Gott“ und als „Außerirdischer“ gefeiert. Auf den Argentinier setzen auch die Kollegen um Luis Suárez. Der Stürmer aus Uruguay weiß zudem: „In einem einzigen Spiel kann alles passieren. Die Chancen stehen 50:50.“ Aber reicht ein Messi, um die Bayern auszuschalten und den 7,5 Kilogramm schweren Henkelpott erstmals seit 2015 und zum sechsten Mal insgesamt zu holen?, fragt man sich in Barcelona.

Trainer Setién soll sich mit Messi und dem Team ausgesprochen haben

Immerhin: Der umstrittene Setién, der laut Medien nur deshalb noch seinen Job hat, weil der Markt keine Alternative bot, soll sich mit seinen Schützlingen vor dem letzten Liga-Spiel bei Alavés (5:0) ausgesprochen und Differenzen auch mit Messi bereinigt haben. Er gab sich am Samstag Mühe, die heimischen Journalisten davon zu überzeugen, dass es Grund zur Hoffnung gibt. „Die Bayern sind ein großartiges Team, aber wir sind es auch. Es wird für uns so schwer wie für die werden“, sagte der Coach.