30. September 2021 / 09:12 Uhr

"Ein entsetzlicher Albtraum": Spanische Presse zerlegt FC Barcelona nach 0:3-Pleite in Lissabon

"Ein entsetzlicher Albtraum": Spanische Presse zerlegt FC Barcelona nach 0:3-Pleite in Lissabon

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Barca-Trainer Ronald Koeman steht weiter stark in der Kritik.
Barca-Trainer Ronald Koeman steht weiter stark in der Kritik. © IMAGO/NurPhoto (Montage)
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Nach der ersten Niederlage des FC Barcelona bei Benfica Lissabon seit 60 Jahren kritisiert die spanische Presse den Top-Klub scharf. Besonders im Fokus steht erneut der umstrittene Coach Ronald Koeman.

Der FC Barcelona befindet sich weiter in der Krise. Durch die 0:3 (0:1)-Pleite bei Benfica Lissabon wird die Lage für Trainer Ronald Koeman immer prekärer. Die Katalanen hatten schon die erste Partie mit 0:3 gegen den FC Bayern München verloren und schwächeln auch in der spanischen Liga. "Versenkt! Eine weitere schwarze Nacht für Barcelona in Europa", titelte die spanische Zeitung AS und zeigte ein Bild von Coach Koeman.

Der Trainer selbst geriet nach der Partie in Lissabon immer mehr in Erklärungsnöte. "Es ist hart, das zu akzeptieren. Ich finde nicht, dass das Resultat mit dem Spiel, das wir gesehen haben, übereinstimmt", sagte der Niederländer: "Trotz des frühen Rückstands haben wir bis zum 0:2 gut gespielt." Das sahen die spanischen Medien ganz anders und fanden deutliche Worte. Besonders in Richtung des umstrittenen 58-Jährigen. "Koeman sprengt sich in Lissabon in die Luft", urteile El Pais. Die Sport beschreibt die aktuelle Phase des Top-Klubs mit dem Titel "Ein entsetzlicher Albtraum".

Dennoch wollte Koeman nicht das Niveau seines Teams kritisieren. "Aber es macht natürlich keinen Sinn, das jetzige Team mit dem von vor ein paar Jahren zu vergleichen. Das ist so klar wie Wasser. Ich kann Ihnen nur eine Einschätzung über meine Arbeit hier geben – und ich fühle mich durch meine Spieler und ihre Einstellung unterstützt", meinte der Coach. Der Mundo Deportivo kommentierte die nächste Barça-Pleite als "ein weiteres Drama". Die spanischen Medien spekulieren bereits über den Zeitpunkt der Koeman-Entlassung. Möglich sei ein Trainer-Wechsel in der Länderspiel-Pause – also nach dem Kracher gegen Atlético Madrid am Samstag. Laut El Pais würde die vorzeitige Trennung aufgrund des bestehenden Vertrages bis Ende Juni 2022 etwa 13 bis 14 Millionen Euro kosten.

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Aktuell scheinen aber auch die Spieler dem Trainer weiter den Rücken zu stärken. Es sei "keine Lösung, jetzt den Coach zu wechseln. Es sind noch genügend Spiele, um weiterzukommen. Wir müssen diese Situation gemeinsam durchstehen und hart arbeiten", sagte der Niederländer und Koeman-Landsmann Frenkie de Jong.