15. April 2022 / 17:27 Uhr

Reaktion auf 30.000 Eintracht-Fans im Camp Nou: FC Barcelona will Ticketverkauf umstellen

Reaktion auf 30.000 Eintracht-Fans im Camp Nou: FC Barcelona will Ticketverkauf umstellen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Barcelona-Präsident Joan Laporte fordert eine Änderung beim Verkauf von Tickets, nachdem Eintracht-Fans das Camp Nou zur Heimstätte gemacht hatten.
Barcelona-Präsident Joan Laporte fordert eine Änderung beim Verkauf von Tickets, nachdem Eintracht-Fans das Camp Nou zur "Heimstätte" gemacht hatten. © Getty Images (Montage)
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Rund 30.000 Fans von Eintracht Frankfurt erlebten den sensationellen Triumph ihrer Mannschaft beim FC Barcelona. Der spanische Spitzenklub beschwerte sich anschließend über die Vielzahl der deutschen Fans im Camp Nou und kündigte Konsequenzen an. Das ist nun passiert. 

Angesichts des Riesenärgers in Spanien über Zehntausende Frankfurt-Fans im Camp Nou beim 2:3 des FC Barcelona will der Klub bei internationalen Spielen nur noch personalisierte Tickets verkaufen. Das kündigte Vereinspräsident Joan Laporta am Freitag im katalanischen Fernsehsender TV3 an.

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Am Vorabend hatten rund 30.000 deutsche Fans im Camp Nou die Eintracht angefeuert, obwohl der FC Barcelona nach eigenen Angaben nur 5000 Tickets an Deutsche verkauft hatte. Die anderen Eintrittskarten müssten aus Wiederverkäufen oder von Reisebüros stammen, schrieben spanische Medien. Sie sprachen von einer "Invasion" deutscher Fans.

Laporta hatte sich zuvor bei der Mannschaft und den Barça-Fans entschuldigt. "Ich schäme und entschuldige mich. Das wird nie wieder passieren. Wir haben Informationen darüber, was passiert ist. Es ist empörend und beschämend. Wir werden handeln und das erklären", zitierten ihn spanische Medien.

Angesichts der überraschend starken deutschen Fan-Präsenz hatten einige Barça-Anhänger aus Protest während des Spiels sogar für zehn Minuten ihre Plätze verlassen. Andere beschwerten sich, Deutsche hätten im Stadion Bier getrunken und geraucht, was verboten ist. Auch seien die Fangruppen nicht wie vorgeschrieben voneinander getrennt gewesen.

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