12. März 2020 / 09:39 Uhr

Nach Gala gegen Tottenham: FC Barcelona scharf auf RB Leipzigs Marcel Sabitzer

Nach Gala gegen Tottenham: FC Barcelona scharf auf RB Leipzigs Marcel Sabitzer

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Fußball: Bundesliga, Bayern München - Borussia Dortmund, 28. Spieltag am 08.04.2017 in der Allianz Arena in München (Bayern). Sokratis (l) und Marcel Schmelzer von Dortmund diskutieren nach Spielende miteinander. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Andreas Gebert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Marcel Sabitzer wartet aktuell regelmäßig mit starken Leistungen auf. © Getty Images
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Barcelona-Sportdirektor Ramón Planes späht in der Champions League beim 3:0-Sieg von RB Leipzig gegen die Tottenham Hotspur und sieht einen außerirdischen Marcel Sabitzer. Dieser steht nach SPORTBUZZER-Informationen auf der Einkaufsliste des FC Barcelona.

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Leipzig. Nach Abendspielen kommt RB-Ass Marcel Sabitzer, 25, schwer in den Schlaf, bekämpft diese Probleme mit einem guten Gläslein Rotwein. Gut möglich, dass die sportlergerechte 0,2-Liter-Ration nach dem 3:0 gegen Tottenham und dem historischen Einzug ins Viertelfinale der Champions League (gelost wird am 20. März in Nyon, gespielt am 7./8. und 14./15. April) nicht ganz reichte.

Ramón Planes inkognito auf der Tribüne

So aufgewühlt wie am späten Dienstag Abend hat ihn, den Star einer magischen Fußball-Nacht, maximal seine Lebensgefährtin Katja schon gesehen. Die Uefa kürte den sichtbar und hörbar ergriffenen zweifachen Torschützen zum „Man of the match“. Die Teamkollegen waren ob „Sabis“ Darbietung im Maschinenraum (Mittelfeld) und in der Roten Zone (im Strafraum und vor selbigem) von den Stutzenstrümpfen. Péter Gulácsi: „Sabi war Weltklasse!“ Emil Forsberg, Torschütze zum 3:0: „Eine geile Nacht mit einem außerirdischen Sabi.“

DURCHKLICKEN: Das 3:0 gegen Tottenham im Champions-League-Achtelfinale

CHAMPIONS-LEAGUE-VIERTELFINALE! RB Leipzig zieht durch ein ungefährdetes 3:0 über die Tottenham Hotspur in die Runde der letzten Acht ein. Zur Galerie
CHAMPIONS-LEAGUE-VIERTELFINALE! RB Leipzig zieht durch ein ungefährdetes 3:0 über die Tottenham Hotspur in die Runde der letzten Acht ein. ©

Scharf, schärfer, Wasabitzer: Dass Sabitzer alles hat, was in der internationalen Beletage gefragt ist, ist auch Ramón Planes nicht entgangen. Der 52-jährige Sportdirektor des ruhmreichen FC Barcelona saß am Dienstag inkognito auf der Tribüne. Nach SPORTBUZZER-Informationen ist Barça scharf auf Wasabitzer. Dessen RB-Vertrag läuft bis 2022 und enthält ein Ausstiegsszenario. Ein Engländer würde an dieser Stelle sagen: wait and see. Abwarten, Tee trinken.

Gut möglich, dass sich Planes zudem in die Herren Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, Lukas Klostermann, Timo Werner, Konrad Laimer und Angeliño verliebt hat. Auch Julian Nagelsmann und Stadionsprecher Tim Thoelke hätten das Zeug dazu, das irrlichternde Dickschiff Barça wieder flott zu machen.

GETAFE, SPAIN - JULY 21: Gaku Shibasaki shakes hands with Ramon Planes Sports Director of Getafe C.F. S.A.D. during an unveiling to the press at Coliseum Alfonso Perez on July 21, 2017 in Getafe, Spain. (Photo by Denis Doyle/Getty Images)
Ramon Planes war im Stadion in Leipzig. © 2017 Getty Images
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Sabitzer Herzstück des Teams

Cheftrainer Julian Nagelsmann hatte angesichts der formidablen Leistungen aller 14 RB-Cracks keine Lust auf eine Einzelkritik, wurde bei der Ösi-Combo Marcel Sabitzer/Konrad Laimer zu einer Ausnahme gezwungen. „Sie haben es beide herausragend gemacht. In der Form sind beide schon ein Herzstück unseres Teams.“ Der 32-jährige Nagelsmann ist ab sofort der jüngste Trainer, der je in einem Viertelfinale der Königsklasse stand.

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Emil Forsberg (RB Leipzig): Es macht mich einfach nur stolz - diese Geschichten, die wir mit den Fans zusammen schreiben, das ist einfach nur geil. Wir haben die richtige Balance gefunden zwischen Respekt vor dem Gegner sowie dem Glauben an die eigene Stärke. Wir sind verdient weitergekommen. Es ist eine wunderbare Nacht. Es waren nur wenige Minuten für mich, da musst du einfach nur versuchen, der Mannschaft zu helfen. Zur Galerie
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Es macht mich einfach nur stolz - diese Geschichten, die wir mit den Fans zusammen schreiben, das ist einfach nur geil. Wir haben die richtige Balance gefunden zwischen Respekt vor dem Gegner sowie dem Glauben an die eigene Stärke. Wir sind verdient weitergekommen. Es ist eine wunderbare Nacht. Es waren nur wenige Minuten für mich, da musst du einfach nur versuchen, der Mannschaft zu helfen." ©

Sabitzer, der in 35 Pflichtspielen dieser Saison nie schlechter als gut war (15 Tore, 8 Vorlagen) und gegen Tottenham die beste erste Halbzeit seines Lebens spielte, machte auch als emotionaler Erklärbär eine glänzende Figur, schloss nahezu die ganze Welt in sein Nachtgebet sein. „Kompliment an die Mannschaft plus Trainerteam, Staff, alle, die dazu gehören. Das ist ein Abend für die Geschichtsbücher. Wir haben gerade in der Dusche geredet: Vor vier Jahren haben wir gegen Sandhausen hier 0:1 verloren und jetzt schlagen wir Tottenham. Das sind Geschichten, die schreibt der Fußball. Für die haben wir hart gearbeitet. Das wird mir heute Nacht noch einige Male durch den Kopf gehen.“

Mourinho traut RB im Viertelfinale gute Rolle zu

Tottenham-Coach José Mourinho, 56, bescheinigte RB eine Top-Leistung und ritt abermals das schwindsüchtige Pferd namens „personelle Probleme“, sagte, dass die Spurs in der Besetzung null Chancen hatten. Man möge sich ein Leipzig ohne Sabitzer, Schick und Werner vorstellen, so Mourinho. Und: „Forsberg und Poulsen wären bei mir heute aufgelaufen.“ Der Portugiese traut RB im Viertelfinale „eine gute Rolle“ zu.

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Und während Marcel Sabitzer im Bauch der Red-Bull-Arena von einem Mikro zum nächsten gereicht wurde, gönnten sich draußen die Greenkeeper ein Bad in der Menge. Die Fans skandierten: „Ihr macht den Rasen schön.“ Und die Greenkeeper schwenkten ihre Hacken im Takt ins Publikum.