10. April 2020 / 14:29 Uhr

Führungsbeben beim FC Barcelona: Sechs Rücktritte - Es geht auch um Messi, Guardiola und Corona

Führungsbeben beim FC Barcelona: Sechs Rücktritte - Es geht auch um Messi, Guardiola und Corona

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Josep Maria Bartomeu ist als Präsident des FC Barcelona höchstumstritten. Sechs Vereindirektoren sind nun aus Protest gegen ihn zurückgetreten. 
Josep Maria Bartomeu ist als Präsident des FC Barcelona höchstumstritten. Sechs Vereindirektoren sind nun aus Protest gegen ihn zurückgetreten.  © (c) gtres
Anzeige

Aus Protest gegen den umstrittenen Präsidenten des FC Barcelona, Josep Bartomeu, sind gleich sechs Direktoren bei den Katalanen zurückgetreten. Es geht um das sogenannte "Barcagate" und den Umgang in der Corona-Krise. 

Showdown im Machtkampf beim spanischen Topklub FC Barcelona: In einem Massenprotest gegen den umstrittenen Präsidenten Josep Bartomeu sind gleich sechs Direktoren des amtierenden Meisters zurückgetreten, darunter die beiden Vizepräsidenten Emili Rousaud und Enrique Tombas. In einem am Karfreitag in verschiedenen Medien abgedruckten Brief forderten sie unter anderem Neuwahlen. Die Zeitung „Sport“ sprach von einem „Schisma in der Barça-Führung“.

Anzeige

Die Kündigung der Vereinsdirektoren ist vor allem eine Reaktion auf das sogenannte „Barçagate“. Es herrsche „Ernüchterung über die unglückliche Episode in sozialen Netzwerken, durch die wir erst von der Presse erfahren haben“, schrieben sie.

Mehr vom SPORTBUZZER

Worum ging es? Bartomeu soll ohne Wissen der Vereinsführung ein Unternehmen für viel Geld damit beauftragt haben, derzeitige und frühere Spieler - darunter Weltfußballer Lionel Messi und der frühere Barça-Coach Pep Guardiola - in sozialen Medien negativ darzustellen und zu diffamieren. Ziel war es, die Klubführung in den Augen der Öffentlichkeit zu stärken. Der Skandal habe bei vielen Direktoren „das Fass zum Überlaufen gebracht“, so „Sport“.

Unmut über Management in Corona-Krise

Aber auch das Management in der Corona-Krise wurde von den abgetretenen Direktoren mit Unmut verfolgt. Sie seien weder mit der Handhabung der Krise noch mit den Szenarien, die sich für die Zeit nach der Pandemie abzeichneten, einverstanden, hieß es. Dabei geht es auch um die Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht der Profis.

Anzeige

30 ehemalige Spieler des FC Barcelona und was aus ihnen wurde

Der SPORTBUZZER stellt 30 ehemalige Spieler des FC Barcelona vor. Was machen Ronaldinho, Mark van Bommel oder David Villa heute?  Zur Galerie
Der SPORTBUZZER stellt 30 ehemalige Spieler des FC Barcelona vor. Was machen Ronaldinho, Mark van Bommel oder David Villa heute?  ©

Selbst Messi meldete sich zu Wort

Das Team von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen hatte Ende März wegen der Corona-Krise einen vorübergehenden Gehaltsverzicht von 70 Prozent akzeptiert. Auch dabei hatte die Vereinsspitze offenbar versucht, die Spieler schlecht dastehen zu lassen. Messi sah sich gar zu einem Statement veranlasst, in dem er betonte, die Mannschaft habe sich der Gehaltskürzung gar nicht widersetzt. „Es überrascht uns, dass es innerhalb des Klubs welche gab, die versucht haben, uns ins Rampenlicht zu stellen und Druck auf uns auszuüben, damit wir etwas tun, was wir ohnehin tun wollten“, betonte der Argentinier.

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.