06. Oktober 2021 / 17:32 Uhr

FC Barcelona veröffentlicht Horror-Zahlen: Verlust von 481 Millionen Euro in einer Saison

FC Barcelona veröffentlicht Horror-Zahlen: Verlust von 481 Millionen Euro in einer Saison

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Barcelona-Generaldirektor Ferran Reverter macht die frühere Chefetage für die schlechte FCB-Jahresbilanz verantwortlich.
Barcelona-Generaldirektor Ferran Reverter macht die frühere Chefetage für die schlechte FCB-Jahresbilanz verantwortlich. © IMAGO/Agencia EFE
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Der katalanische Top-Klub FC Barcelona hat im Haushaltsjahr 2020/21 481 Millionen Euro Verlust gemacht. Generaldirektor Ferran Reverer machte die frühere Chefetage für die desolaten Zahlen verantwortlich.

Die neue Führung des FC Barcelona hat die frühere Chefetage des Traditionsklubs unter Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu für die desolate Finanzlage verantwortlich gemacht. "Sie haben Spieler verpflichtet, obwohl sie wussten, dass sie sie nicht bezahlen konnten", klagte der Generaldirektor Ferran Reverer am Mittwoch bei der Vorlage des Geschäftsberichts für das Haushaltsjahr 2020/21. Demnach machte der Klub, der den Mitgliedern gehört, einen Verlust von 481 Millionen Euro, weil die Einnahmen eingebrochen seien, während es nicht gelungen sei, die Ausgaben zu deckeln. Es werde fünf Jahre dauern, den Klub finanziell zu sanieren, sagte Reverer.

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Der neue Klub-Präsident Jona Laporta hatte schon im August mitgeteilt, dass der FC Barcelona Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro angehäuft habe und dabei auch mögliche rechtliche Schritte gegen die frühere Vereinsführung angedeutet. Damals hatte der Klub gerade seinen besten Spieler, den argentinischen Superstar Lionel Messi, ablösefrei an Paris Saint-Germain verloren, weil die Franzosen mehr zahlen konnten. Der früher erfolgsverwöhnte Klub aus Katalonien läuft den eigenen Ansprüchen hinterher und ist auf Platz neun der Tabelle abgerutscht.

Die Ausgaben seien 2020/21 um 19 Prozent im Vergleich zum Haushaltsjahr davor auf insgesamt 1,16 Milliarden Euro angestiegen, sagte Reverer. Hingegen seien die Einnahmen um 26 Prozent auf 631 Millionen Euro zurückgegangen. Die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie, vor allem die Schließung des Stadiums Camp Nou in Barcelona und der anderen Einrichtungen des Klubs hätten zu Mindereinnahmen in Höhe von 181 Millionen Euro geführt, sagte Reverer. Auch die Einnahmen der Barca-Läden für Fanartikel und aus TV-Rechten seien stark zurückgegangen, letztere auch wegen des frühen Ausscheidens aus der Champions League.