19. Februar 2021 / 15:18 Uhr

Nach Transfer von Dayot Upamecano: Wie sieht die Bayern-Abwehr der Zukunft aus?

Nach Transfer von Dayot Upamecano: Wie sieht die Bayern-Abwehr der Zukunft aus?

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dayot Upamecano (Mitte) wird die Bayern-Abwehr im kommenden Jahr verstärken. Tanguy Nianzou (links) und Lucas Hernandez (rechts) könnten seine Teamkollegen in der Innenverteidigung werden.
Dayot Upamecano (Mitte) wird die Bayern-Abwehr im kommenden Jahr verstärken. Tanguy Nianzou (links) und Lucas Hernandez (rechts) könnten seine Teamkollegen in der Innenverteidigung werden. © IMAGO/Sven Simon/Philippe Ruiz/ActionPictures
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Für 42,5 Millionen Euro wechselt Dayot Upamecano in der kommenden Saison von RB Leipzig zum FC Bayern. Wird der 22-Jährige beim Rekordmeister nach dem Abgang von David Alaba und der sich andeutenden Trennung von Jerome Boateng direkt Stammspieler? Und mit wem an seiner Seite?

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Er ist der drittteuerste Einkauf der Bayern-Geschichte: Für die festgeschriebene Ablösesumme von 42,5 Millionen Euro holt der Rekordmeister für die kommende Saison Verteidiger Dayot Upamecano (22) von RB Leipzig an die Säbener Straße. An dem begehrten Abwehrspieler baggerten zuletzt auch der FC Chelsea und zahlreiche weitere Topklubs aus Europa. Den Zuschlag haben die Bayern bekommen – und mit ihm ein neues Gesicht für die Abwehr, die sich neu aufstellen muss.

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David Alaba wird den Verein am Saisonende verlassen, sein Vertrag läuft aus. Der 28-jährige Österreicher konnte sich mit dem Rekordmeister auf keine weitere Zusammenarbeit einigen, das Gehalt soll das große Problem gewesen sein - auch wenn das Eigengewächs dies bestreitet. Heißester Kandidat für die neue Alaba-Heimat ist Real Madrid. Auch der Vertrag von Weltmeister Jérôme Boateng endet nach der Saison. Obwohl der 32-Jährige eine ordentliche Saison bei den Münchenern spielt, gilt eine Vertragsverlängerung als unwahrscheinlich.

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Alaba weg, Boateng auf dem Sprung – Upamecano da. Dazu hat Trainer Hansi Flick mit Niklas Süle und Rekordeinkauf Lucas Hernandez noch zwei potenzielle Top-Innenverteidiger im Kader. Auf der linken Seite wird so gut wie sicher Omar Richards zum Team stoßen. Wie wird die neue Bayern-Abwehr aussehen?

Nationalspieler Süle: Die vergangene Spielzeit verpaste der bullige Innenverteidiger aufgrund eines Kreuzbandrisses fast komplett, in dieser Saison spielte er für sein Niveau allerdings bisher ein sehr schwankend, kam in 14 von 21 Spielen zum Einsatz. Es gab Diskussionen um seinen Fitnesszustand und zuletzt Gerüchte um ein Interesse von Chelsea an Süle. "Es spricht für einen Spieler von uns, wenn sich andere Klubs interessieren", sagte Flick dazu. Sein Vertrag bei den Bayern läuft noch bis zum Sommer 2022. Einen zweiten "Fall Alaba", der den Verein ablösefrei verlässt, will man in München nicht erleben. Heißt: Entweder Süle verlängert in den kommenden Monaten langfristig - oder er wird zum Verkaufskandidaten.

Weltmeister Hernandez: Er ist mit 80 Millionen Euro der Rekordeinkauf der Bayern – gemessen an der Ablöse blieb der Franzose aber bisher einiges schuldig. Flick setzt den 24-Jährigen bisher eher als Linksverteidiger ein, dort kam er bisher in allen seinen Spielen der Saison zum Einsatz. Bleibt Flick dabei, dürfte die Innenverteidigung in der kommenden Saison aus Süle und Upamecano gebildet werden. Was für allerdings für Hernandez spricht: Als Linksfuß kann der Franzose in der Innenverteidigung Alaba ersetzen. Sonst hätte Flick mit Süle und Upamecano zwei Rechtsfüße in der Verteidigung, was der Bayern-Trainer nicht als ideal empfindet. Dann müsste aber Nationalspieler Süle auf die Bank.

Mit Tanguy Nianzou (18) und Bright Arrey-Mbi (17) hat Flick noch zwei Talente zur Verfügung, die aber was die Spielanteile angeht, kaum eine Rolle spielen dürften. Es wird ein Zweikampf zwischen Süle und Hernandez um den Platz neben Upamecano - denn der dürfte auf jeden Fall gesetzt sein.