07. November 2018 / 23:58 Uhr

Bayern-Trainer Niko Kovac nach Athen-Sieg: "Sie werden lachen, aber das Klima in der Mannschaft ist gut"

Bayern-Trainer Niko Kovac nach Athen-Sieg: "Sie werden lachen, aber das Klima in der Mannschaft ist gut"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Niko Kovac steht im Umfeld des FC Bayern seit Wochen in der Kritik
Trainer Niko Kovac steht im Umfeld des FC Bayern seit Wochen in der Kritik © imago/Jan Huebner
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Nach dem Sieg gegen AEK Athen spricht Bayern-Trainer Niko Kovac über das anstehende Top-Spiel beim BVB und die Stimmung in der Mannschaft. Dabei missfällt dem Coach nur eine Sache.

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Rein optisch kam der Gegner am Mittwochbend bereits in Dortmund-Optik daher. Die Bayern konnten sich gegen die Griechen von AEK Athen mit den Farben anfreunden, die ihnen in dieser Saison Sorgen bereiten, weil sie in der Bundesliga tabellarisch davongeeilt sind und meist den berauschenden Fußball spielen, den man in München gern sehen würde. Doch der BVB, das ist Samstag, das ist Wahrheit. Ganz nahe Zukunftsmusik, die schon seit Wochen in den bayerischen Ohren klingelt.

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Der FC Bayern München landet einen Pflichtsieg gegen AEK Athen. Wir haben alle Bayern-Spieler mit Noten bewertet. Die FCB-Einzelkritik hier zum Durchklicken! Zur Galerie
Der FC Bayern München landet einen Pflichtsieg gegen AEK Athen. Wir haben alle Bayern-Spieler mit Noten bewertet. Die FCB-Einzelkritik hier zum Durchklicken! ©
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Die Champions League als Vorspiel, als Warm-up für den Bundesliga-Showdown, für die Trotzreaktion, mit der es der wütende Titelverteidiger in Deutschland allen beweisen will. Gegen Athen, eine zutiefst biedere und ungefährliche Mannschaft, gewann man die Pflichtaufgabe mit 2:0, Robert Lewandowski traf doppelt. Erst durch einen zweifelhaften Elfmeter (31.), dann mit einem Kung-Fu-Sprung (71.). „Lewy“ macht das schon. Damit ist wenigstens der Heimfluch von zuletzt vier Partien in der Allianz Arena ohne Sieg gebannt. „Ich denke, wir haben einen Schritt nach vorn gemacht. Ein klarer Sieg wie heute ist auch für das Selbstbewusstsein wichtig“, sagte der Doppelpacker.

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Nio Kovac meinte mit Blick auf das Spiel gegen den BVB: „Der Favorit ist Dortmund, auch weil sie zuhause spielen. Wir sind aber positiv und wollen das Spiel gewinnen.“ Angesprochen auf die turbulenten und oft unrughigen vergangenen Wochen bei den Münchnern ergänzte der Coach bei Sky: "Sie werden lachen. Aber das Klima in der Mannschaft ist gut. Dass immer wieder Sachen rauskommen, finde ich nicht gut. Das sollte man abstellen."

Kovac baut Bayern-Startelf um

Unter Kovac war der Faden Ende September mit dem 1:1 gegen Augsburg gerissen. In der Königklasse folgte ein 1:1 gegen Ajax Amsterdam, vier Tage später das ernüchternde 0:3 gegen Gladbach und schließlich letzten Sonnabend das 1:1 gegen Freiburg. Nun die Erlösung. Weil Arjen Robben (Blockade im Knie) fehlte, rückte Franck Ribéry in die Startelf, wie immer auf links. Das Weltmeister-Duo von 2014, Hummels und Boateng, durfte verteidigen, so erhielt Niklas Süle Schonung. Wie angekündigt rückte Joshua Kimmich wieder von der Sechser-Position auf die des Rechtsverteidigers.

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„Dortmund steckt überhaupt nicht in der Anfangsformation“, wehrte Kovac Fragen ab und betonte: „Dieses Spiel gibt uns hoffentlich den richtigen Auftrag für Sonnabend.“ Der Konter von Sky-Experte und Kovac-Kritiker Lothar Matthäus: „Ich denke, dass in dieser Mannschaft sehr viel vom Dortmund-Spiel steckt, dass es weniger Wechsel geben wird als von Freiburg zu jetzt.“ Höchstens James Rodríguez, wegen Wadenproblemen auf der Bank, könnte ins Team rücken – für Leon Goretzka.

Lewandowski trifft per schmeichelhaftem Elfmeter

Die Bayern begannen energisch, hatten eine gute Kopfballchance von Goretzka (7.), doch dann gab es einen seltsamen Bruch im Spiel. Ballverluste, misslungene Kombinationen, keine (Spiel-)Idee. Glück für die Bayern, dass dann AEK-Verteidiger Cosic die Nerven verlor und Robert Lewandowski im Strafraum ziemlich vorsichtig, also mehr griechisch als römisch, zu Boden rang. Na ja, der Pole spürte einen Zupfer und nutzte das Geschenk. Eine sehr harte, aber pfeifbare Entscheidung. Lewandowski verwandelte den Elfmeter zum 1:0 .

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Der Angstlöser? Mitnichten. Es wurde nicht besser, nicht ansehnlicher. Bayern bemüht, aber insgesamt passiv, alles dünn. Nach einer Kimmich-Ecke und freundlicher Unterstützung per Kopfball-Verlängerung der Gäste traf Lewandowski dann zum 2:0. Witziger Höhepunkt im Spiel der Gäste: Die Griechen attackierten sich gegenseitig, gerieten sich nicht nur sprichwörtlich in die Haare. Die Bayern haben etwas Selbstvertrauen gezeigt. Aber Eier, wie Joshua Kimmich mit einem Spruch à la Kahn gefordert hatte?

Matthäus sieht Kovac-Stuhl bei BVB-Pleite "wackeln"

Es waren zumindest sehr, sehr kleine Eier. „Aktuell sind wir aber in einer Phase, in der wir uns alles hart erarbeiten müssen“, hatte Kovac gesagt. Der Vorteil des erneut glanzlosen Arbeitssieges gegen die Griechen: Man hat ein wenig Ruhe. Volle Kraft voraus für das Duell am Sonnabend mit dem BVB. Es ist das wichtigste Spiel der Bayern bis Weihnachten. Der Druck bleibt. „Das Schlüsselspiel ist natürlich der Samstag“, sagte Matthäus bei Sky, „wenn Kovac da verliert, wackelt der Stuhl gewaltig. Siegt er, sitzt er wieder fester.“ Im Sattel.

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