20. Januar 2021 / 14:00 Uhr

Upamecano, Ginter, Militao und Co.: Die möglichen Alaba-Nachfolger beim FC Bayern

Upamecano, Ginter, Militao und Co.: Die möglichen Alaba-Nachfolger beim FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dayot Upamecano, Matthias Ginter, Eder Militao - sie alle könnten auf David Alaba beim FC Bayern folgen. 
Dayot Upamecano, Matthias Ginter, Eder Militao - sie alle könnten auf David Alaba beim FC Bayern folgen.  © Getty Images/imago/RHR-Foto/Montage
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Beim FC Bayern München zeichnet sich für den Sommer ein ablösefreier Wechsel von Abwehr-Star David Alaba ab. Wer könnte Nachfolger des wohl unter anderem von Real Madrid umworbenen Österreichers werden? Der SPORTBUZZER nimmt mögliche Kandidaten unter die Lupe.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis David Alaba seinen ablösefreien Abschied vom FC Bayern München zum Saisonende bekanntgibt - auch wenn sein Vater George, der auch dem Berater-Team angehört, eine in spanischen Medien verbreitete vermeintliche Einigung mit Real Madrid jüngst dementierte. Inzwischen geht jedoch auch Bayern-Trainer Hansi Flick von einem Wechsel des Österreichers aus, wie er vor dem für diesen Mittwoch (20.30 Uhr, Sky) angesetzten Bundesliga-Spiel beim FC Augsburg betonte. Neben Real wird auch anderen europäischen Top-Klubs wie dem FC Barcelona oder dem FC Liverpool Interesse an Alaba nachgesagt.

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Die Münchener indes hatten sich mit Alaba und seinen Agenten in mehreren Verhandlungsrunden nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können, weshalb der Verein sein Angebot Ende Oktober zurückzog. Der SPORTBUZZER nennt mögliche Kandidaten für eine Nachfolge Alabas.

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Dayot Upamecano (RB Leipzig)

Schon länger gibt es Berichte, nach denen der Franzose fest auf dem Radar der Bayern-Bosse um Sportvorstand Hasan Salihamidzic ist. Zuletzt berichtete die Sport Bild, Upamecano sei der einzige Spieler, für den der Rekordmeister bereit sei, trotz der wirtschaftlich schwierigen Corona-Situation eine signifikante Ablösesumme zu überweisen. Der Innenverteidiger hat in seinem Vertrag bei RB, den er erst im Sommer 2020 bis 2023 verlängerte, angeblich eine Ausstiegsklausel in Höhe von 42,5 Millionen Euro verankert. Er spielt seit Januar 2017 für die Sachsen, die sich unter Trainer Julian Nagelsmann anschicken, einen Stammplatz in der Champions League zu ergattern. Was neben einem mutmaßlich gut dotierten Vertrag für einen Transfer zu den Bayern spräche, liegt aber auf der Hand: die extrem hohe Wahrscheinlichkeit, in jeder Saison mindestens einen Titel zu gewinnen.

Eder Militao (Real Madrid)

Nach Informationen der Portale Spox und Goal haben die Bayern bereits Kontakt zum Berater des Brasilianers aufgenommen, der 2019 für rund 50 Millionen Euro Ablöse vom FC Porto zu Real Madrid gewechselt war. Militao könnte einem Transfer nicht abgeneigt sein, schließlich war er bei den "Königlichen" bislang meist nur Ergänzungsspieler. In der vergangenen Saison kam er nur auf 15 Liga-Einsätze für die Madrilenen, in der laufenden Spielzeit sind es gar nur zwei. Das Portal transfermarkt.de taxiert den Marktwert des 22-Jährigen derzeit auf 30 Millionen Euro. Die Schätzung dürfte jedoch weiter sinken, sollte Militao bei Real weiter ein Dauer-Dasein als Bankdrücker fristen.

Lucas Hernández (FC Bayern München)

Der Franzose wäre die interne Lösung für eine Nachfolge von Alaba. Erst am Dienstag machte Flick klar, dass Hernández die Rolle des Österreichers zutraue. Für den 24-Jährigen spricht, dass er wie Alaba mehrere Positionen in der Defensive bekleiden kann. Gegen den Rekordeinkauf, der 2019 für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid transferiert wurde, spricht, dass er seit seiner Ankunft in München noch auf den großen Durchbruch wartet - was auch mit Verletzungen zu tun hat. Aus Madrid brachte er eine Innenbandblessur mit (fast sechs Monate Pause), im Herbst 2019 setzte ihn ein Innenbandanriss am Sprunggelenk noch einmal für knapp drei Monate außer Gefecht.

In seiner Premieren-Saison reichte es lediglich zu 19 Bundesliga-Einsätzen. Aktuell bestritt Hernández neun von 16 möglichen Punktspielen, dafür stand er in der Königsklasse in allen sechs Gruppenspielen auf dem Platz. Jedoch: Selbst wenn die Bayern Hernández zum Alaba-Erben aufbauen sollten, haben sie in der Defensive im Sommer möglicherweise eine Vakanz. Denn auch der Vertrag von Ex-Nationalspieler Jerôme Boateng läuft aus.


Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach)

Der Nationalspieler (35 Länderspiele) wäre eine von mehreren möglichen deutschen Lösungen für den Fall, dass Alaba die Bayern wirklich verlässt. Mit 27 Jahren hat sich der frühere Profi des SC Freiburg und von Borussia Dortmund in Gladbach als feste Größe etabliert. Zudem wird er anders als in seiner Zeit beim BVB (2014 bis 2017) fast ausschließlich auf seiner Lieblingsposition, also in der Innenverteidigung, eingesetzt. Er kann jedoch auch als Rechtsverteidiger oder im defensiven Mittelfeld aufgeboten werden. Ob Ginter bei aller sportlichen Attraktivität offen für ein mögliches Werben der Bayern wäre, ist unklar. Als zum Jahreswechsel Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Borussia-Trainer Marco Rose nach Dortmund aufkamen, hatte Ginter diese in der Rheinischen Post damit entkräftet, dass Rose ihm gegenüber langfristige Pläne mit Gladbach skizziert hatte, als Ginter sich seinerseits mit Wechsel-Gedanken getragen habe. Jedoch: Ginters Vertrag endet 2022. Der Sommer 2021 wäre also wohl die letzte Chance für die "Fohlen", eine hohe Ablöse zu generieren.

Lukas Klostermann (RB Leipzig)

Ein weiterer möglicher deutscher Ersatz für Alaba. Was er mit dem Österreicher gemein hat, ist die enorme Flexibilität. In der Abwehrkette kann Klostermann, der für Deutschland schon zehn Länderspiele bestritt, praktisch alle Positionen einnehmen. Eine Verpflichtung könnte für die Bayern jedoch teuer werden. Der 24-Jährige hat seinen Vertrag in Leipzig erst im Mai 2020 um drei Jahre bis 2024 verlängert, sein Marktwert wird aktuell auf 38 Millionen Euro geschätzt. Zu den Sachsen kam er 2014 vom Zweitligisten VfL Bochum. Aus seiner Zeit bei dem Revierklub kennt er auch FCB-Mittelfeld-Star Leon Goretzka - ein Pluspunkt in möglichen Verhandlungen mit den Münchenern? Die Bild berichtete bereits, dass die Bayern Klostermann beobachten.