14. September 2020 / 09:10 Uhr

Berichte: Alaba-Berater fordert vom FC Bayern über 20 Millionen Euro – Anlass für Hoeneß-Attacke?

Berichte: Alaba-Berater fordert vom FC Bayern über 20 Millionen Euro – Anlass für Hoeneß-Attacke?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Zukunft von David Alaba bleibt beim FC Bayern hart umkämpft. 
Die Zukunft von David Alaba bleibt beim FC Bayern hart umkämpft.  © imago images/Lackovic
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Die Vertragssituation von David Alaba spitzt sich zu: mit üppigen Forderungen hat Berater Pini Zahavi die Bosse des FC Bayern verprellt. Die Lage scheint nach der Verbalattacke von Ex-FCB-Präsident Uli Hoeneß zunehmend ausweglos. Wie die "Bild" berichtet, soll Zahavi eine gewaltige Summe für sich selbst fordern.

Fünf Tage vor dem Saisonstart der Bundesliga gibt es beim FC Bayern München vor allem ein Gesprächsthema: die offene Zukunft von Abwehrchef David Alaba. Die Diskussionen über eine Vertragsverlängerung des Österreichers beim Triple-Gewinner hatten am Wochenende Fahrt aufgenommen, nachdem der frühere FCB-Präsident Uli Hoeneß den Berater des 28-Jährigen öffentlich als "geldgierigen Piranha" bezeichnet hatte. Nun scheint klar, womit der Israli Pini Zahavi den Wutausbruch des 68-Jährigen provoziert hatte.

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Wie die Bild berichtet, soll der 77-jährige Star-Berater, der schon mehrere spektakuläre Transfers prominenter Spieler eingefädelt (u.a. den Rekordwechsel von Neymar zu PSG) sowie kontroverse Vertragsgespräche gehandelt hatte (u.a. die von Lewandowski bei den Bayern), von den Münchnern für eine Unterschrift seines österreichischen Klienten eine gewaltige Summe als Provision für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen verlangen. Demnach handle es sich dabei um eine einmalige Zahlung von 20 Millionen Euro - allein für Zahavi und zusätzlich zu den ohnehin hohen Preisen, die der Berater für seinen Spieler aufruft. Der Kicker schreibt sogar von einer Summe von 25 Millionen Euro.

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Hoeneß hatte bei einem Auftritt im "Doppelpass" von Sport1 bestätigt, dass Zahavi entsprechende Forderungen an den FC Bayern stelle, jedoch lediglich von einer Summe "im zweistelligen Millionenbereich" gesprochen, die allerdings "überhaupt nicht möglich" sei. Die Argumente, mit denen Zahavi die Verhandlungen bestreite, "gehen auf keine Kuhhaut", tobte Hoeneß. Der Berater fordert als Gehalt für Alaba ein Jahressalär von 20 Millionen Euro (er wäre damit Spitzenverdiener der Münchner), die Bayern sollen elf Millionen Euro Grundgehalt und Prämienzahlungen in Höhe von sechs Millionen Euro bieten.

Eine Einigung zu den Konditionen Zahavis "würden bei uns (...) die Gehaltsstruktur durcheinander bringen", bekräftigte Hoeneß die unbeugsame Haltung des FCB. Da der Klub mit Spielern grundsätzlich nicht ins letzte Vertragsjahr geht, wenn keine Verlängerung fixiert werden konnte, müsste Alaba bis zum Transferschluss am 5. Oktober verkauft werden. Ohnehin würde der langjährige Bayern-Profi bei einem Scheitern der Verhandlungen wohl seine sofortige Freigabe fordern.

Mögliche Abnehmer allerdings sind rar gesät, vor allem Alabas Wunsch-Vereine FC Barcelona und Real Madrid dürften aufgrund finanzieller Schwierigkeiten in Folge der Coronavirus-Pandemie kaum in der Lage sein, das Paket aus üppigem Gehalt und Transfer-Summe aufzubringen. Für einen Summer-Wechsel Alabas könnten die Münchner rund 60 Millionen Euro einfordern.