07. November 2019 / 18:26 Uhr

Kommentar zur Bayern-Absage an Arsène Wenger: Das ist ganz mieser Stil

Kommentar zur Bayern-Absage an Arsène Wenger: Das ist ganz mieser Stil

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wird nicht Trainer beim FC Bayern: Arsène Wenger. Allerdings ist die Absage des Rekordmeisters mieser Stil, mein SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring.
Wird nicht Trainer beim FC Bayern: Arsène Wenger. Allerdings ist die Absage des Rekordmeisters mieser Stil, mein SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring. © Verwendung weltweit
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Der FC Bayern sagt Arsène Wenger ab, der sich wohl als Nachfolger für Niko Kovac angeboten hat. Das Statement ist aber schlechter Stil und stellt den Franzosen bloß, meint SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring.

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Der FC Bayern sagt Arsène Wenger als Trainer ab. Das ist legitim und bietet keinen Anlass zur Kritik. Wenn man von einem Coach nicht überzeugt ist, macht eine Zusammenarbeit keinen Sinn. So weit, so gut. Doch musste man die Öffentlichkeit wirklich auf die von den Münchnern gewählte Art und Weise über die Entscheidung, dass der noch am Mittwoch von vielen Experten hoch gehandelte Franzose nicht Nachfolger von Niko Kovac wird, informieren? Ganz sicher nicht.

"Arsène Wenger hat Karl-Heinz Rummenigge am Mittwochnachmittag angerufen und grundsätzlich Interesse am Trainerposten beim FC Bayern signalisiert. Der FC Bayern schätzt Arsene Wènger für seine Arbeit als Trainer bei Arsenal London sehr, aber er ist keine Option als Trainer beim FC Bayern München", teilten die Münchner der Bild am Donnerstag mit. Vollkommen unnötig. Warum stellt man den 70-Jährigen bloß und klar heraus, dass sich Wenger dem Klub selbst angedient hatte? Verbunden mit der Absage ist das ein ganz mieser Stil.

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Noch am Mittwoch hatte Bayern-Sportdirekror Hasan Salihamidzic nahezu alle Fragen zur Trainer-Suche ab angeblockt und sowohl vor dem Sieg gegen den griechischen Meister Olympiakos Piräus als auch nach der Partie betont, dass man gehandelte Kandidaten nicht kommentieren werde. Dies habe man innerhalb der Klubführung "so abgesprochen". Nun ging man bei Wenger anders vor - und schoss zudem über das Ziel hinaus.

Öffentliche Darstellung des FC Bayern ist desolat

Allerdings passt dies zur öffentlichen Darstellung des Rekordmeisters in den vergangenen Monaten. Schon im Sommer widersprachen sich die Bosse regelmäßig gegenseitig. Während der eine keine Spekulationen um Transfers bestätigen wollte, warb der andere einen Tag später wieder öffentlich um Leroy Sané. Ähnliche Dissonanzen zwischen den Verantwortlichen gab es auch immer wieder rund um das Thema Niko Kovac. Während Karl-Heinz Rummenigge in der vergangen Saison ein Bekenntnis zum Ex-Trainer vermied, stellte sich etwa Uli Hoenß öffentlich regelmäßig hinter ihn.

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