16. Juli 2020 / 11:14 Uhr

Debatte über Aufstiegsregeln: Herbert Hainer wünscht sich Talentschmiede des FC Bayern in 2. Liga

Debatte über Aufstiegsregeln: Herbert Hainer wünscht sich Talentschmiede des FC Bayern in 2. Liga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer ist seit November 2019 als Nachfolger von Uli Hoeneß im Amt.
Bayern-Präsident Herbert Hainer ist seit November 2019 als Nachfolger von Uli Hoeneß im Amt. © Sportphoto by Laci Perenyi/imago images
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Trotz der Drittliga-Meisterschaft blieb die Zweitvertretung des FC Bayern der Aufstieg aufgrund der Regularien im deutschen Fußball verwehrt. Präsident Herbert Hainer äußert Unverständnis und regt eine Debatte an.

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Herbert Hainer hat ein für viele Konkurrenten des FC Bayern wahrscheinlich erschreckendes Szenario skizziert und eine Debatte über die Aufstiegsregelung für Zweitvertretungen in Deutschland angeregt. Die zweite Mannschaft des deutschen Rekordmeisters war in der abgelaufenen Saison der 3. Liga Erster geworden, darf den Regularien zufolge aber nicht aufsteigen. In Spanien zum Beispiel darf die Zweitvertretung eines Erstligisten in der Klasse direkt darunter starten.

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"Ein Leistungssportler strebt nach dem Maximum – und will aufsteigen, wenn er aufsteigen kann. Ich denke, dass man sich da in Deutschland durchaus mal Gedanken machen sollte", sagte der Bayern-Präsident im aktuellen Vereinsmagazin 51: "Es ist verständlich, dass nicht zwei Mannschaften von einem Klub in einer Liga spielen dürfen“, meinte der 66-Jährige: "Aber beispielsweise in Liga eins und zwei – warum denn nicht?"

Zweitliga-Aufstieg: Würzburg und Braunschweig statt FC Bayern

Statt der München stiegen der Zweitplatzierte Würzburger Kickers und der Drittplatzierte Eintracht Braunschweig direkt in die 2. Liga auf. Der FC Ingolstadt trat als Vierter in der Relegation an, scheiterte dort jedoch denkbar knapp und nur aufgrund eines Last-Minute-Gegentores am 1. FC Nürnberg. Der FC Bayern ist mit seiner zweiten Mannschaft auch in der kommenden Saison drittklassig.



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Die Entwicklung der Bayern-Amateure, die künftig wieder regelmäßig Spieler für die Profi-Mannschaft hervorbringen sollen, lobte Hainer ausdrücklich. "Immer mehr Talente klopfen bei den Profis an, unsere Jugendarbeit wird mehr und mehr zum Quell von jungen Spielern – endlich, wo David Alaba der Letzte war, der vor über zehn Jahren den Sprung geschafft hat", sagte der Bayern-Boss: "Da muss man Hasan Salihamidzic ein Riesenkompliment machen, der unsere Nachwuchsarbeit zusammen mit Jochen Sauer, dem Leiter des FC Bayern Campus, neu ausgerichtet hat."

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