08. April 2021 / 23:20 Uhr

Machtwort vom Bayern-Boss – Rummenigge rüffelt Flick und Salihamidzic: "Wir brauchen Ruhe"

Machtwort vom Bayern-Boss – Rummenigge rüffelt Flick und Salihamidzic: "Wir brauchen Ruhe"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge hat die Bayern-Streithähne Hansi Flick und Hasan Salihamidzic zur Räson gerufen.
Karl-Heinz Rummenigge hat die Bayern-Streithähne Hansi Flick und Hasan Salihamidzic zur Räson gerufen. © IMAGO/Team 2/Martin Hoffmann
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Der Burgfrieden zwischen Bayern-Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic bröckelt offensichtlich - die Ereignisse rund um die Partie gegen Paris Saint-Germain lassen darauf schließen. Jetzt hat Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge via "Bild" ein Machtwort gesprochen.

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Jetzt spricht Karl-Heinz Rummenigge - und wie! Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München hat im wieder hochschwelenden Streit zwischen FCB-Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic ein Machtwort gesprochen - und beide Parteien dazu aufgerufen, an "einem Strang" zu ziehen. Einen Tag nach der 2:3-Heimniederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain meldete sich Rummenigge von den Streithähnen genervt in der Bild zu Wort. "Dieses Thema muss ein Ende haben", sagte der Boss auch im Hinblick auf die immer wieder aufkommende Frage, ob Flick als Nachfolger von Joachim Löw im Sommer Bundestrainer werde. Rummenigge hält es für "überflüssig", die Streitpunkte "permanent kommentieren zu müssen, zumal wir im letzten Viertel der Saison stehen".

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Worum geht es im Zoff zwischen Flick und Salihamidzic - und warum kocht er jetzt wieder hoch? Bereits seit Wochen liegen sich Flick und Salihamidzic öffentlich in den Haaren. Im Kern geht es um Kompetenzgerangel, der Trainer soll auf Mitspracherecht bei Personalentscheidungen pochen, die der Sportchef allein in seinem Ressort verortet. Am Mittwoch knallte es nach einem zwischenzeitlichen Burgfrieden rund um den Fall Jerome Boateng erneut. Wenige Minuten vor dem PSG-Spiel gab Hasan Salihamidzic gegenüber Sky bekannt, dass der auslaufende Vertrag des Weltmeisters nicht verlängert wird.

Flick, der sich für eine Verlängerung mit dem 32-Jährigen ausgesprochen hatte, reagierte darauf nach Abpfiff kryptisch. Er deutete an, dass er mit der Entscheidung wie auch mit dem Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht wirklich glücklich war: "Ich beantworte diese Frage nicht", sagte er, als er darauf angesprochen wurde. Sein Nachsatz: "Alles muss ich nicht beantworten, weil ich es auch nicht möchte. Ich muss da auch ein bisschen schauspielern. Das gehört auch dazu zum Trainerjob."

Rummenigge reicht es angesichts des wieder aufzuflammen drohenden internen Konflikts und verwies auf die erfolgreiche Saison der Bayern. So sei der FCB "mit sieben Punkten Vorsprung Erster in der Bundesliga" und habe trotz der Pleite in der Champions League am Mittwoch "noch eine Chance, (...) in der Champions League weiterzukommen". Doch die Ziele scheinen dem Boss aufgrund des Nebenkriegsschauplatzes gefährdet zu sein. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen, müssen harmonisch, loyal und professionell zusammenarbeiten. Das ist meine klare Forderung an die sportliche Führung", so Rummenigges Machtwort. "Das hat den FC Bayern immer ausgezeichnet."