07. April 2019 / 08:40 Uhr

Kommentar zum Bayern-Triumph gegen den BVB: Dieser Sieg gehört auch Uli Hoeneß

Kommentar zum Bayern-Triumph gegen den BVB: Dieser Sieg gehört auch Uli Hoeneß

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Sieg des FC Bayern gegen den BVB hatte für <b>SPORT</b>BUZZER-Reporter auch Präsident Uli Hoeneß seinen Anteil.
Am Sieg des FC Bayern gegen den BVB hatte für SPORTBUZZER-Reporter auch Präsident Uli Hoeneß seinen Anteil. © imago/Montage
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Angestachelt von Uli Hoeneß und gut eingestellt von Niko Kovac überrennt der FC Bayern den BVB. Für SPORTBUZZER-Mitarbeiter Patrick Strasser liegen nun Welten zwischen Titelverteidiger und Herausforderer.

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Der FC Bayern hat sein Revier verteidigt, als Platzhirsch der Liga sein Geweih ausgefahren und Borussia Dortmund, den Eindringling an der Tabellenspitze, mit Vehemenz vertrieben. Ein 5:0-Denkzettel allererster Güte. Nach dem Motto: Traut euch das nie wieder, Borussen! Angetrieben von Wut und Wille, angefeuert vom Revanchegedanken und Uli Hoeneß. Der Präsident hatte den Druck ganz bewusst erhöht auf Mannschaft und Trainer Niko Kovac. „Unsere Mannschaft muss mit einem Sieg gegen Dortmund zeigen, dass sie Meister werden will.“ Auftrag erfüllt.

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Hoeneß wurde noch deutlicher: „Am Samstag darf es keine Ausreden geben. Da muss gegen Dortmund geliefert werden, an eine Niederlage denke ich gar nicht. Wir müssen gewinnen, dazu gibt es für mich keine Alternative.“ So etwas setzt sich in den Köpfen fest. Uli Hoeneß, einer, der alle Schlachten geschlagen hat, feierte die Tore auf der VIP-Tribüne als stünde die Meisterschaft nun fest. Alles aufgegangen.

Der FC Bayern in der Einzelkritik: Die Noten gegen Borussia Dortmund

David Alaba und Serge Gnabry bejubeln das Tor des deutschen Nationalspielers zum 4:0. Die Bayern-Stars waren gegen den BVB gut drauf - wie gut? Das zeigt der <b>SPORT</b>BUZZER in einer Einzelkritik. Zur Galerie
David Alaba und Serge Gnabry bejubeln das Tor des deutschen Nationalspielers zum 4:0. Die Bayern-Stars waren gegen den BVB gut drauf - wie gut? Das zeigt der SPORTBUZZER in einer Einzelkritik. ©

Über Wochen und Monate hatten die Bayern dieses Spiel im Hinterkopf. Während der Aufholjagd, als man im Dezember zeitweise abgeschlagen neun Punkte hinter dem BVB lag, beherrschte ein Gedanke die Überlegungen: Die Dortmunder müssen noch nach München kommen: Aber dann... Diese drei Punkte waren fest eingeplant. Bayerische Hybris? Eher Mia-san-Mia-Mentalität, die sich aus der Vereins-DNA speist.

Eines muss man Kovac lassen: Zäh ist er

Kovac, der seine Mannschaft in den letzten beiden Wochen scharf kritisiert, die Spieler angesichts des ausgebliebenen Lerneffekts mit Kindern verglichen hatte, gewann sein erstes großes Spiel seit er im Juli 2018 übernahm. Im Hinspiel hatten die Münchner beim BVB 2:3 verloren, konnten in der Champions League weder gegen Ajax Amsterdam (1:1, 3:3) noch gegen den FC Liverpool (0:0/1:3) gewinnen. Nun dieses 5:0-Statement gegen den BVB - und das mit einem Offensivspektakel. Eines muss man Kovac lassen: Zäh ist er. Und hat weiter die Chance aufs Double.

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Der SPORTBUZZER zeigt die Restprogramme der Bundesliga-Titelkandidaten Borussia Dortmund und FC Bayern München im Überblick. Zur Galerie
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Allerdings wurden seine Bayern auch eingeladen von Dortmunds Trainer Lucien Favre, der auf Mario Götze verzichtete, seine Elf viel zu defensiv aufstellte. Eine Hasenfuß-Taktik? Mit einem Sieg hätte man die Bayern auf fünf Punkte Distanz geschossen. Verpuffte Träume. Nach dem 0:5 („Eine Lehrstunde. Unser Plan hat nicht funktioniert, dann ist immer der Trainer schuld.“) wirkte Favre angeschossen, ratlos und mutlos. Mit einer Körpersprache als habe er die Meisterschaft bereits aufgegeben.

Ein Punkt plus das bessere Torverhältnis rangiert Bayern sechs Spieltage vor Ende nun vorne im Titel-Rennen. Misst man das Selbstvertrauen, die Breite der Brust, liegen aktuell Welten zwischen dem Meister und dem Herausforderer.

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