16. September 2020 / 17:15 Uhr

FC Bayern, BVB & Co: Von Klub zu Klub – So viele Fans dürfen in die Bundesliga-Stadien

FC Bayern, BVB & Co: Von Klub zu Klub – So viele Fans dürfen in die Bundesliga-Stadien

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zum Start der Bundesliga dürfen endlich wieder flächendeckend Fans ins Stadion. Bisher war dies nur vereinzelt möglich - wie beim DFB-Pokalspiel in Leverkusen (l.).
Zum Start der Bundesliga dürfen endlich wieder flächendeckend Fans ins Stadion. Bisher war dies nur vereinzelt möglich - wie beim DFB-Pokalspiel in Leverkusen (l.). © imago images/Montage
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Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie in Europa mussten Fußballfans auf das Stadion-Erlebnis verzichten. Nun sollen in Deutschland pünktlich zum Bundesliga-Start wieder Zuschauer zugelassen werden. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick, wie viele Fans wieder in die Arenen der Bundesligisten dürften.

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Pünktlich zum Saisonstart am Freitag kam die erlösende Nachricht: Die Fans kehren zurück in die Stadien der Bundesliga! Darauf einigten sich Vertreter der Bundesländer am Dienstagabend. In den letzten Monaten waren die Stadien wegen der Coronavirus-Pandemie nahezu komplett leer geblieben - nun können einige Fans wieder die Spiele ihrer Vereine live verfolgen. Maximal rund 20 Prozent der verfügbaren Plätze dürfen besetzt werden, die Testphase gilt zunächst bis Ende Oktober. Die Regelungen variieren trotz der vermeintlich bundesweiten Lösung allerdings nach wie vor.

Der VfL Wolfsburg zum Beispiel hätte an diesem Sonntag im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (18 Uhr/Sky) nach dem Beschluss der Länder 6000 Plätze der Volkswagen Arena nutzen können. Weil das Land Niedersachsen allerdings zunächst seine Corona-Verordnungen anpassen muss, wird der Beschluss hier laut Regierungssprecherin Anke Pörksen erst am 26. September (also dem zweiten Spieltag) umgesetzt. Die Wolfsburger dürfen damit zum Auftakt nur 500 Zuschauer ins Stadion lassen. "Dass das jetzt bis zum kommenden Wochenende nicht umsetzbar ist, ist für unsere Fans natürlich sehr schade", sagte VfL-Geschäftsführer Michael Meeske. "Aber wir freuen uns, dass wir schon bei unserem zweiten Heimspiel mehr Anhängern die Möglichkeit geben können, das Spiel live im Stadion zu verfolgen." Betroffen von Niedersachsens Sonderweg sind auch die Zweitligisten Hannover 96 und Eintracht Braunschweig.

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Auch andernorts könnte es einen Sonderweg geben. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (B'90/Die Grünen) hatte schon vor der Veröffentlichung des Kompromisses gewarnt: "Es muss allen klar sein. Wenn die Vereine nachher nicht in der Lage sind, das auch einzuhalten, dann wird das sofort wieder zurückgenommen." Weil der Vorlauf für Organisation und Kartenvorverkauf extrem kurz ist, wird wohl zumindest bei einigen anstehenden Spielen an diesem Wochenende eher mit den laut Verordnung des Landes bei Großveranstaltungen derzeit erlaubten 500 Zuschauern als mit der größtmöglichen Auslastung angepfiffen.

7500 Zuschauer beim Eröffnungsspiel

Lange blieb unklar, wie viele Zuschauer an diesem Freitag (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) das Eröffnungsspiel der neuen Saison zwischen dem FC Bayern und Schalke 04 verfolgen können. Nun werden die Ränge der Allianz Arena leer bleiben. Das Problem in München ist, dass sich derzeit viele Menschen in der Landeshauptstadt mit dem Coronavirus anstecken. Der Inzidenzwert für sieben Tage pro 100.000 Einwohner lag am Donnerstag bei 47,6. Der Beschluss der Länder sieht allerdings vor, dass "in der Regel" keine Fan-Zulassung erfolgen soll, wenn die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner "am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist".

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bestätigte am Donnerstag: "Für mich bedeutet dieser hohe, jetzt auch vom RKI bestätigte Inzidenzwert, dass wir über deutlich einschneidendere Einschränkungen im öffentlichen Leben zumindest nachdenken müssen. Und da kann ich nicht zeitgleich Tausende Fans in die Stadien lassen." Am Mittwoch war zunächst beschlossen worden, dass 7500 Zuschauer die Partie verfolgen können. Mit Vereinsvertretern und Vertretern des Freistaats hatte sich die Stadt auf eine Zulassung trotz des hohen Inzidenzwertes geeinigt.

So viele Fans dürften in die Bundesliga-Stadien:

Borussia Dortmund (Signal Iduna Park) - 10.000

Bayer 04 Leverkusen (BayArena) - 6000

TSG Hoffenheim (PreZero Arena) - 6030

Werder Bremen (Weserstadion) - 8500

VfB Stuttgart (Mercedes Benz Arena) - 8000

SC Freiburg (Schwarzwaldstadion) - noch unklar (wohl nur 500, 2800 möglich)*

1. FSV Mainz 05 (Opel Arena) - 3400

RB Leipzig (Red Bull Arena) - 8500

Eintracht Frankfurt (Deutsche Bank Park) - 6500

1. FC Union Berlin (Stadion an der Alten Försterei) - 5000

Hertha BSC (Olympiastadion) - 4000

1. FC Köln (Rheinenergiestadion) - 9200

FC Bayern München (Allianz Arena) - keine Zuschauer erlaubt

Arminia Bielefeld (Schüco Arena) - noch unklar (bis zu 5400 sind geplant)

Borussia Mönchengladbach (Borussia Park) - 10.804

VfL Wolfsburg (Volkswagen Arena) - 500 (6000 möglich)**

FC Schalke 04 (Veltins Arena) - noch unklar (zwischen 7500 und 12.000 möglich)

FC Augsburg (WWK Arena) - unklar (zwischen 5000 und 6000 werden geplant)

*Hochrechnung: Als Richtwert dienen 20 Prozent der im Stadion verfügbaren Sitzplätze.

**Testbetrieb startet in Niedersachsen erst am 26. September, auch Baden-Württemberg äußerte sich zurückhaltend.