06. April 2020 / 08:19 Uhr

Pause beim FC Bayern, BVB & Co. zu Ende: So läuft das Training der 18 Bundesliga-Klubs ab heute

Pause beim FC Bayern, BVB & Co. zu Ende: So läuft das Training der 18 Bundesliga-Klubs ab heute

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Training ja - aber nur mit genügend Abstand: Beim BVB und dem FC Bayern wird wieder auf dem Platz geschwitzt. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick, wie es bei allen 18 Bundesliga-Klubs nun weitergeht.
Training ja - aber nur mit genügend Abstand: Beim BVB und dem FC Bayern wird wieder auf dem Platz geschwitzt. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick, wie es bei allen 18 Bundesliga-Klubs nun weitergeht. © imago images/Team2/Philippe Ruiz (Montage)
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Am Sonntag endet die von der DFL empfohlene Trainingspause, an die sich ohnehin nicht alle Bundesligisten gehalten haben - der BVB zum Beispiel begann schon früher. Ab Montag steigt auch der FC Bayern wieder ins Training ein. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick, wie die 18 Klubs nun wieder loslegen.

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Die Bundesliga wagt mit der Wiederaufnahme des Trainings in Kleinstgruppen einen Schritt zurück in die Normalität. Die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) empfohlene Trainingspause endete am Sonntag. Ab sofort wollen die Teams der ersten und zweiten Liga damit beginnen, sich auf den viel zitierten Tag X vorzubereiten. Wann der sein wird, bleibt völlig offen. Die DFL wies ausdrücklich darauf hin, dass es "zum aktuellen Zeitpunkt weder Beschlüsse noch Vorfestlegungen gibt". Die "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" habe in den zurückliegenden Tagen wie angekündigt ihre Arbeit aufgenommen. "Dass es unterschiedliche Denkansätze gibt, liegt in der Natur der Sache", hieß es.

Der Kicker hatte zuvor berichtet, dass Bundesliga und 2. Liga am ersten oder zweiten Mai-Wochenende ihre wegen der Coronavirus-Krise unterbrochene Saison fortsetzen wollten, um die Spielzeit dann größtenteils ohne Englische Wochen bis zum 30. Juni abzuschließen. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Gesundheitsbehörden grünes Licht für Geisterspiele geben. "Die DFL beansprucht für die Bundesliga und 2. Bundesliga keinerlei Sonderrolle in einer Zeit, in der für die gesamte Gesellschaft die Eindämmung des Virus oberste Priorität hat", teilte der Ligaverband mit. Der Trainingsbetrieb rollt allerdings ab Montag wieder - und der SPORTBUZZER gibt einen Überblick, wie der FC Bayern, Borussia Dortmund und Co. dies gestalten.

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FC Bayern München

Die Profis des FC Bayern kehren am Montag nach drei Wochen individuellem Heim-Training zu ersten Mannschaftseinheiten an die Säbener Straße zurück. Unter strengen Auflagen wird der deutsche Rekordmeister wieder gemeinsame Einheiten abhalten; allerdings nur in sehr kleinen Gruppen, um das Risiko einer Infektion mit Sars-Cov-2 möglichst klein zu halten. Die Spieler sollen etwa zu unterschiedlichen Uhrzeiten auf dem Trainingsgelände sein; geduscht und gegessen wird dann wieder daheim. „Das Training findet selbstverständlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt“, teilte der FCB am Sonntagabend mit.

Borussia Dortmund

Beim BVB wurde dank der Ausnahmegenehmigung in Nordrhein-Westfalen schon am Anfang der vergangenen Woche der erste Schritt zurück Richtung Normalität getan. Nach einer gut zweiwöchigen durch die Corona-Krise verursachten Zwangspause mit heimischen Fitness-Übungen ließ Coach Lucien Favre wieder trainieren. Allerdings fanden die Einheiten natürlich nicht gemeinsam auf dem Platz, sondern in Zweiergruppen zeitlich versetzt statt. Ab diesem Montag will man den Umfang in Dortmund hochfahren und in Kleingruppen trainieren - weiterhin aber unter Berücksichtigung der "behördlichen Vorgaben für Berufssportler", wie der Klub mitteilte. Und weiter: „Wir achten auf Abstände. Zweikämpfe wird es nicht geben.“

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RB Leipzig

Die Profis von RB Leipzig dürfen bereits seit Samstag mit einer Sondergenehmigung in ihrer Trainingsakademie trainieren. Da es sich um eine Arbeitsstätte handelt, bekam der Bundesligist Grünes Licht vom sächsischen Innenministerium. Dennoch absolviert das Team von Trainer Julian Nagelsmann die individuellen Einheiten wegen der Corona-Krise nur in Kleinstgruppen, bestätigte der Verein am Freitag auf Anfrage. Die derzeitige Situation wird wöchentlich neu bewertet.

Borussia Mönchengladbach

Wie man in Gladbach mit dem Ende der von der DFL empfohlenen Trainingspause umgeht, ist noch offen. Der Klub hat sich bisher nicht zum weiteren Vorgehen geäußert. In der vergangenen Woche haben die Borussen individuell zu Hause trainiert, unterbrochen nur zeitweise durch Begegnungen mit Kollegen. Dabei standen Läufe oder leichte Ballübungen auf dem Programm. Davon berichtete Gladbachs Nico Elvedi dem Schweizer Blick. Elvedi übte in Zweisamkeit mit seinem Verteidiger-Kollegen Matthias Ginter.

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Bayer 04 Leverkusen

Auch Leverkusen setzte die Ausnahmegenehmigung in NRW um, trainierte unter Coach Peter Bosz schon seit Donnerstag in Kleingruppen. Die Einheiten fanden entweder in der BayArena oder dem Ulrich-Haberland-Stadion statt. Es gibt keine gemeinsamen Essen. Die Bayer-Profis verteilen sich auf alle Umkleidekabinen, um den Abstand der Spieler voneinander so groß wie möglich zu halten. Geduscht wird zu Hause.

FC Schalke 04

Der FC Schalke 04 erweitert seinen Trainingsplan ab Montag. Dank der behördlichen Genehmigungen wird nun zunächst in Gruppen mit bis zu sieben Profis trainiert. Jeder Spieler muss sich alleine in einer der Kabinen umziehen, die danach wieder gereinigt werden. Zuletzt durfte wegen der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie lediglich in Zweiergruppen geübt werden.

VfL Wolfsburg

Bei den Wölfen wird sich im Vergleich zu den vergangenen zwei Wochen wenig ändern. Während bisher alle Übungen des Kleingruppen-Trainings in den Räumen der Arena stattfanden, wird ein Teil des Trainings nun möglicherweise auf dem Rasen absolviert - auch das allerdings weiterhin nacheinander in Kleingruppen. "An Mannschaftstraining ist jedoch noch nicht zu denken“, stellte VfL-Manager Jörg Schmadtke klar.

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1. FC Köln

Die Kölner führen eine Art Schichtbetrieb ein. Rund drei Wochen nach dem letzten gemeinsamen Mannschaftstraining wird so ein Stück weit wieder Routine einkehren. Das Training findet in drei Gruppen zeitversetzt statt, sodass die Spieler nur Kontakt zu ihrer Gruppe haben. Zwei Gruppen arbeiten am Geißbockheim auf dem Platz und im Kraftraum, die dritte absolviert extern Leistungstests.

SC Freiburg

In Freiburg steht am Montag noch eine finale Abstimmung mit den Behörden an. Dort wird geklärt, wann und unter welchen Voraussetzungen die SC-Profis auf den Rasen zurückkehren dürfen. Für das Team von Trainer Christian Streich ist trotz der von der DFL beendeten Trainings-Pause also zunächst Homeoffice oder individuelles Lauftraining angesagt. Es wird aber damit gerechnet, dass im Laufe der Woche wieder Betrieb auf dem Trainingsgelände - mit Einheiten in Kleingruppen - herrschen wird.

Eintracht Frankfurt

Die Eintracht war am Freitag nach zweiwöchiger Quarantäne in der Corona-Krise in den Übungsbetrieb zurückgekehrt - in Zweiergruppen. „Die Handhabe ist für uns alle Neuland und sehr komplex für ein Team, das es gewohnt ist, für gewöhnlich zusammen zu trainieren“, sagte Profi Erik Durm in einer Mitteilung vom Sonntag. Alles fand auf vier Plätzen und in gestaffelten zeitlichen Abständen unter der Anleitung von Chef-, Co- oder Athletiktrainer statt. Bei Frankfurt waren zwei Spieler und zwei Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Pokal-Halbfinalist hatte daher alle Spieler, Trainer, Funktionäre und Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt.

TSG Hoffenheim

Die Zeit des individuellen Heimtrainings ist für die Kraichgauer ab Montag vorbei - in kleinen Gruppen geht es nun weiter. „Der Kader wird in diesen Kleingruppen jeweils unter sorgfältigster Beachtung der aktuellen Hygiene- und Verhaltensvorgaben der Behörden sowie den Empfehlungen der Deutschen Fußball Liga DFL trainieren“, sagte TSG-Direktor Profifußball Alexander Rosen.

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Union Berlin

Nach mehr als drei Wochen endet bei Union Berlin die Zeit des sportlichen Homeoffice. Am Montagmittag werden alle Spieler und Trainer im Stadion An der Alten Försterei sein. Zeitgleich werden nur sehr wenige Akteure anwesend sein, umgezogen wird sich in zwei Kabinen. „Wir werden zunächst Tests durchführen. Wir kontrollieren ihre Werte. Dann haben wir für die Trainingssteuerung belastbare Daten“, sagte Unions Profifußball-Boss Oliver Ruhnert. Am Montag und Dienstag stehen Kontrollen an, wie die Profis ihre individuellen Trainingspläne abgearbeitet haben.

Hertha BSC

Auch beim zweiten Hauptstadt-Klub geht es am Montag wieder auf dem Platz los. Schon vor dem Wochenende kündigte man bei der Hertha an, ebenso wie der Berliner Konkurrent den DFL-Vorgaben entsprechend wieder einsteigen zu wollen. Allerdings werden Chef-Trainer Alexander Nouri und Assistent Markus Feldhoff nicht anwesend sein. Nouri wird die Einheiten aus seiner Heimat in Weyhe bei Bremen koordinieren, vor Ort ist Athletik-Coach Henrik Kuchno.

FC Augsburg

Der FC Augsburg ist schon seit der vorigen Wochen wieder auf dem Platz - unter strengen hygienischen Auflagen, in kleinen Gruppen und mit so wenig Kontakten wie möglich. Dort machte man zuletzt gute Erfahrungen mit dem Training in kleinen Gruppen und der Aufteilung des Teams auf verschiedene Kabinen. „Ich denke, wir haben das hier sehr gut gelöst“, sagte Neu-Trainer Heiko Herrlich der Augsburger Allgemeinen. Kapitän Daniel Baier meinte: "Es tut für den Kopf gut, die Jungs zu sehen und mit einer Gruppe zu trainieren. Diese Variante ist das Beste, was man im Moment machen kann."

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FSV Mainz 05

In Mainz soll erst ab Dienstag wieder der Ball rollen. Der rheinhessische Bundesligist lässt dann am heimischen Bruchweg in Kleinstgruppen trainieren. Das bestätigten die 05er am Sonntag der Allgemeinen Zeitung. Die Einheiten sollen „unter Auflagen in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden stattfinden“, hieß es vom FSV. Weitere Informationen will der Verein am Montag bekannt geben.

Fortuna Düsseldorf

Nach der aktualisierten Corona-Schutzverordnung wird auch in Düsseldorf wieder in Kleingruppen trainiert. Die Fortuna nutzt "in dieser außergewöhnlichen Sachlage infrastrukturelle Vorteile seines NLZ-Funktionsgebäudes und -Trainingsgeländes", heißt es auf der Klub-Homepage. Das Training in Kleingruppen wird daher bis auf Weiteres am Flinger Broich, dem Gelände des Paul-Janes-Stadion, durchgeführt. Dort werden sonst die Heimspiele der zweiten Mannschaft und der Jugendteams der Rheinländer ausgetragen.

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Werder Bremen

Bei den abstiegsbedrohten Norddeutschen herrscht dicke Luft - und eine Lösung ist erst am Dienstag in Sicht. Werder-Sportchef Frank Baumann hatte den Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) nach einer Reihe von Auseinandersetzungen bei unterschiedlichen Themen ungewohnt deutlich kritisiert. „Wir sind über die regelmäßigen öffentlichen Auftritte von Herrn Mäurer mit dieser so negativen Haltung gegenüber dem Profifußball irritiert“, sagte Baumann dem Weser-Kurier. Auslöser dieser Kritik sind die jüngsten Aussagen von Mäurer zum Antrag, ab diesem Montag wieder Trainingseinheiten mit bis zu zehn Spielern durchzuführen zu dürfen. Der Innensenator hat den Antrag noch nicht abgelehnt, weil er in dieser Frage auf eine gemeinsame Vorgehensweise aller Bundesländer setzt.

SC Paderborn

Wie es beim Tabellen-Schlusslicht der Bundesliga sportlich weitergeht, werden die Klub-Verantwortlichen am Montag mit dem Spielerkader und dem Trainerstab besprechen. Einige konkrete Dinge müssen in Paderborn noch geklärt werden - unter anderem die Größe der Gruppen, in denen trainiert werden kann, und der geeignete Ort für gemeinsame Trainingseinheiten auf dem Platz.