17. Mai 2019 / 06:00 Uhr

Deshalb wird das Titel-Finale für Bayern-Coach Kovac und BVB-Trainer Favre so besonders

Deshalb wird das Titel-Finale für Bayern-Coach Kovac und BVB-Trainer Favre so besonders

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niko Kovac (l) und Lucien Favre (r) wollen am Samstag die deutsche Meisterschaft mit ihren Klubs gewinnen.
Niko Kovac (l) und Lucien Favre (r) wollen am Samstag die deutsche Meisterschaft mit ihren Klubs gewinnen. © imago images / Sven Simon
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Bayern-Trainer Niko Kovac und BVB-Coach Lucien Favre kämpfen am Samstag im spannenden Showdown um die Meisterschale. Doch am letzten Spieltag warten auf die beiden potenziellen Meister-Trainer ganz besondere Gegner.

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Der Ausgang des sportlichen Duells ist noch offen, der verbale Zweikampf bereits entschieden. Geht es nach Überzeugung und Zuversicht, welche die Trainer des FC Bayern München und von Borussia Dortmund vor dem letzten und entscheidenden Spieltag ausstrahlten, steht der Meister schon fest – er kommt aus dem Süden. Während sich Lucien Favre bei der gestrigen Pressekonferenz gewohnt devot und zurückhaltend gab, platzte Niko Kovac praktisch vor Selbstvertrauen: "Wir wollten im Winter unbedingt am letzten Spieltag noch die Chance haben, Meister zu werden – jetzt haben wir sie und wollen sie nutzen. Wir selbst können es entscheiden", sagte er.

Niko Kovac: Bilder seiner Karriere

Niko Kovac ist seit Sommer 2018 Trainer des FC Bayern München. Der <b>SPORT</b>BUZZER wirft einen Blick zurück auf die Karriere des Kroaten, der in Berlin geboren wurde und in seiner aktiven Laufbahn schon für die Münchner spielte. Zur Galerie
Niko Kovac ist seit Sommer 2018 Trainer des FC Bayern München. Der SPORTBUZZER wirft einen Blick zurück auf die Karriere des Kroaten, der in Berlin geboren wurde und in seiner aktiven Laufbahn schon für die Münchner spielte. ©
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Sowohl für den Kroaten als auch für den Schweizer, geht es am Samstag ab 15.30 Uhr (verfolgt das Spiel im SPORTBUZZER-Liveticker) um nicht weniger als ihren ersten deutschen Meistertitel. Und in den entscheidenden Duellen treffen beide auch noch auf ihre Ex-Klubs, die wiederum selbst noch um die Qualifikation für die Champions League kämpfen. "Das ist eine besondere Konstellation", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. In der Tat.

Kovac coachte Frankfurt von März 2016 bis 2018

Der FC Bayern erwartet Eintracht Frankfurt, Dortmund muss zu Borussia Mönchengladbach. Da war doch was? Richtig. Kovac coachte die Hessen von März 2016 bis 2018, Favre saß von Februar 2011 bis 2015 auf der Trainerbank am Niederrhein. Beide waren extrem erfolgreich und beliebt, beide werden bis heute von den Fans ihrer ehemaligen Klubs verehrt – und beide können nun ausgerechnet gegen ihren Ex den Höhepunkt ihrer Karriere erleben. Was für ein irres Finale!

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Kovac schwärmte von Frankfurt: "Eintracht hat eine tolle Entwicklung genommen und es in dieser Saison sehr, sehr gut gemacht. Aber wir wollen Meister werden und können keine Rücksicht darauf nehmen, wer auf der anderen Seite steht." Auch Favre verteilte Lob an seine erste Borussia: "Gladbach kann alles, hat eine starke Saison gespielt. Wir müssen auf alles vorbereitet sein."

Die Ausgangslage ist klar: Bayern liegt zwei Punkte und 17 Treffer vorne. Schon ein Unentschieden reicht also unabhängig vom Ausgang der anderen Partie, um den siebten Meistertitel in Folge einzufahren. Der BVB muss hingegen auf jeden Fall gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage der Münchner hoffen, um erstmals seit 2012 wieder die Nummer eins zu sein.

Die Trainer-Karriere von Lucien Favre in Bildern

Von 2000 bis 2002 trainiert Lucien Favre den Schweizer Klub Servette FC Genf. Zur Galerie
Von 2000 bis 2002 trainiert Lucien Favre den Schweizer Klub Servette FC Genf. ©

Kurios: Kovac machte sein letztes Spiel als Frankfurt-Trainer gegen Bayern, versaute seinem heutigen Arbeitgeber im DFB-Pokalfinale im vergangenen Jahr das Double. In seiner ersten Partie als Bayern-Coach traf er im Supercup auf Eintracht – und gewann mit 5:0. Auch das Hinspiel ging mit 3:0 an den FCB, dennoch ist Kovac’ Bilanz gegen seinen Nachfolger Adi Hütter negativ. Als Trainer der RB Juniors Salzburg verlor er nämlich alle drei Duelle gegen Hütters Ex-Verein SCR Altach.

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Favre mit ausgeglichener Statistik gegen Hecking

Favre hat zwar insgesamt eine ausgeglichene Statistik gegen Dieter Hecking (sechs Siege, zwei Remis, sechs Pleiten), konnte aber noch nie bei den von Dieter Hecking trainierten Mannschaften gewinnen. Sowohl mit Hertha BSC als auch mit Gladbach holte er in sechs Partien bei Heckings Teams Wolfsburg, Nürnberg und Hannover gerade mal einen Punkt.

Kovac hatte maßgeblichen Anteil an der positiven Frankfurter Entwicklung, der Pokalsieg war der erste Titel für die Eintracht nach 30 Jahren. Favre rettete Gladbach vor dem sicher geglaubten Abstieg und führte den Klub bis in die Königsklasse. Trotz der brisanten Ausgangslage dürften sich beide Trainer auf einen herzlichen Empfang einstellen. Die Schale wiederum kann nur einer mit nach Hause nehmen. Entweder bekommt sie Kovac aus den Händen von Lothar Matthäus oder Favre von Karlheinz Riedle überreicht. Der Showdown kann beginnen.

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