07. Februar 2020 / 09:28 Uhr

Michael Rummenigge: RB Leipzig gegen FC Bayern "in der Bringschuld" – BVB-"Schönspielerei" reicht nicht

Michael Rummenigge: RB Leipzig gegen FC Bayern "in der Bringschuld" – BVB-"Schönspielerei" reicht nicht

Michael Rummenigge
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge analysiert die Pokal-Woche und blickt auf den Bundesliga-Spieltag mit dem Top-Duell zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig voraus.
SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge analysiert die Pokal-Woche und blickt auf den Bundesliga-Spieltag mit dem Top-Duell zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig voraus. © Getty/imago images/Picture Point LE/Joachim Sielski/Montage
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SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge analysiert die Pokal-Woche und blickt auf den Bundesliga-Spieltag mit dem Top-Duell zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig voraus. Bei den Münchnern hat er einen Spieler als herausragenden Faktor ausgemacht. An Borussia Dortmund richtet er einen klaren Appell.

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Was für eine turbulente Pokal-Woche: Der FC Bayern ist weiter, RB Leipzig und Borussia Dortmund sind überraschend ausgeschieden. Die Bayern haben zwar auch nicht überzeugt und es nach der 4:1-Führung gegen die TSG Hoffenheim etwas schleifen lassen, dennoch sind sie die einzige Spitzenmannschaft, die derzeit Konstanz beweist. Davon können sich die anderen Teams eine Scheibe abschneiden. Daher denke ich, dass die Bayern auf dem Weg zur achten Meisterschaft in Folge sind – auch wenn ich es falsch finde, dem Top-Spiel am Sonntagabend vorentscheidenden Charakter zuzuschreiben. Bei einem Sieg liegen die Münchner zwar schon vier Punkte vor RB, aber es sind dann immer noch 13 Spiele zu spielen. Bayern hat zwar die Chance, ein Ausrufezeichen zu setzen. Es kann jedoch noch viel passieren.

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Nachdem Hansi Flick ihn gegen Hoffenheim geschont hat, wird Thiago gegen Leipzig wohl wieder in die Startelf zurückkehren. Er ist für momentan einer der besten Spieler der Bundesliga und der Mann der Stunde. Was er macht, ist überragend. Er ist auf dem Leistungszenit und will es allen beweisen. Wenn er gesund bleibt, kann es sein Jahr werden. Zumal für ihn im Sommer ja auch noch die Europameisterschaft mit der spanischen Nationalmannschaft ansteht. Ich kann mir vorstellen, dass so ein Spieler dann Riesenangebote bekommt. Aber die Bayern wissen, was sie machen: Ich glaube, dass sie noch wenig warten und dann den 2021 auslaufenden Vertrag verlängern.

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Zurück zur Aktualität und zum Spiel am Sonntag: Im Falle einer Leipziger Niederlage wird dann wohl Borussia Dortmund die Verfolgung der Bayern aufnehmen. Voraussetzung: Ein Sieg am Samstag gegen Bayer Leverkusen. Im Vergleich zur Pokal-Niederlage bei Werder Bremen muss sich der BVB aber mächtig steigern. Besonders in der ersten Halbzeit war das viel zu wenig. Nur Schönspielerei reicht nicht. Besonders dann, wenn es auch noch an Laufaufwand fehlt. Und ganz ehrlich: Dortmund hat in den ersten drei Rückrundenpartie zwar drei Siege eigefahren und insgesamt 15 Tore erzielt, in Bremen waren sie dann aber erstmals wirklich gefordert – und verlieren. Das muss besser werden.

Steigern muss sich auch Leipzig. Es ist enttäuschend, wie die Mannschaft aus der Winterpause gekommen ist. Das habe ich nicht erwartet. Sie waren für mich ein Top-Favorit auf den Titel. Jetzt haben sie von vier Pflichtspielen in diesem Jahr nur gegen Union Berlin gewonnen, sind im Pokal ausgeschieden. Man darf aber eine Sache nicht vergessen: Sie sind die jüngste Mannschaft der Bundesliga, da kann es an Konstanz fehlen. Julian Nagelsmann muss es nun hinbekommen, dass das Team wieder stabiler wird. Leipzig kann viel mehr, als es momentan zeigt und ist jetzt in der Bringschuld – gerade im Spiel bei den Bayern.

Rassismus-Vorfall um Torunarigha: DFB ist zum Handeln verpflichtet

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Vorfall beim Pokal-Spiel zwischen Schalke 04 und Hertha BSC, wo der Berliner Jordan Torunarigha von einigen Fans offenbar rassistisch beleidigt wurde. Eines muss ganz klar sein: Rassismus hat bei uns nichts zu suchen – weder in den Stadien noch sonstwo in der Gesellschaft. Da hört für mich alles auf. Es ist gut und wichtig, dass der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen eingeleitet hat. Denn: Der Verband ist jetzt zu klarem Handeln verpflichtet.

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