23. April 2022 / 20:24 Uhr

Titel perfekt! Gnabry, Lewandowski und Musiala machen den FC Bayern gegen den BVB zum Meister

Titel perfekt! Gnabry, Lewandowski und Musiala machen den FC Bayern gegen den BVB zum Meister

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Großer Jubel: Der FC Bayern ist zum zehnten Mal in Serie Deutscher Meister.
Großer Jubel: Der FC Bayern ist zum zehnten Mal in Serie Deutscher Meister. © IMAGO/Nordphoto
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Der FC Bayern hat die zehnte deutsche Meisterschaft in Serie perfekt gemacht. Die Münchner gewannen gegen ihren Erzrivalen Borussia Dortmund und sind drei Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Der FC Bayern hat sich zum zehnten Mal nacheinander zum deutschen Meister gekrönt. Die Münchner gewannen am Samstagabend gegen den einzigen verbliebenen Verfolger Borussia Dortmund mit 3:1 (2:0) und sind drei Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Serge Gnabry brachte den Serien-Champion in der ausverkauften Allianz Arena nach 15 Minuten in Führung, Robert Lewandowski erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (34.). Den Schlusspunkt setzte Jamal Musiala (83.). Die ersatzgeschwächte Borussia, die die neuerliche Teilnahme an der Champions League schon am vergangenen Wochenende unter Dach und Fach gebracht hatte, benötigt noch zwei Punkte, um die Spielzeit auf Rang zwei zu beenden. Den Treffer gegen die Bayern erzielte Emre Can per Foulelfmeter (52.).

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Die erfolgsverwöhnten Münchner schließen die erste Saison unter Trainer Julian Nagelsmann durch den Gewinn der Meisterschaft mit ihrem Minimalziel ab. Aus dem DFB-Pokal hatte man sich bereits in der zweiten Runde durch ein 0:5 bei Borussia Mönchengladbach verabschiedet. In der Champions League war derweil im Viertelfinale Schluss. Hier unterlag man dem spanischen Außenseiter FC Villarreal.

Beim Meister-Matchball gegen den BVB setzte Nagelsmann auf bewährtes Personal. Im Vergleich zum 3:0 am vergangenen Wochenende bei Arminia Bielefeld begannen Lucas Hernandez und Kingsley Coman anstelle von Tanguy Nianzou und Marcel Sabitzer. Der zuletzt von einer Grippe geschwächte Niklas Süle, der zur kommenden Saison ablösefrei nach Dortmund wechselt, saß ebenso wie Leroy Sanè zunächst auf der Bank. Borussen-Coach Marco Rose, der zahlreiche Ausfälle zu beklagen hatte und unter anderem Stammkeeper Gregor Kobel durch Marwin Hitz ersetzen musste, überraschte derweil mit seiner Personalauswahl. Tom Rothe blieb nach seinem starken Bundesliga-Debüt beim 6:1 gegen den VfL Wolfsburg in der Vorwoche draußen. Der Brasilianer Reinier lief erstmals in dieser Saison von Beginn an auf.

Die Dortmunder begannen engagiert und versuchten, die Bayern früh unter Druck zu setzen. Die Münchner zeigten sich unbeeindruckt und hielten an ihrer Linie fest, wodurch sich zunächst eine Partie auf Augenhöhe entwickelte. Die erste gute Möglichkeit des Spiels führte dann zur Führung der Gastgeber. Im Anschluss an eine Ecke kam der Ball über Leon Goretzka zu Serge Gnabry und der Nationalspieler ließ die Kugel vom Oberschenkel auf den Fuß tropfen. Der anschließende Volleyschuss schlug im BVB-Tor ein. Die Borussen suchten nach dem Rückstand vergeblich nach einer Antwort und die Münchner übernahmen zunehmend die Kontrolle. Einzig Erling Haaland sorgte kurz für Gefahr für die Bayern, zielte aber zu ungenau (27.).

Effizienter präsentierten sich die Platzherren. Nachdem einem vermeintlichen zweiten Gnabry-Treffer wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert worden war (30.), übernahm Lewandowski. Ein schlampiger Pass von Dan-Axel Zagadou landete bei Joshua Kimmich und nach Zuspiel von Thomas Müller erzielte der polnische Superstar sein 33. Saisontor. Vor der Pause erhitzten dann noch zwei Szenen die Gemüter: Nach einem Foul von Marius Wolf an Müller gab es hitzige Wortgefechte, in deren Folge unter anderem Rose die Gelbe Karte sah (40.). Lewandowski verpasste mit einem Schuss das 3:0 (44.).

Mit Beginn des zweiten Durchgangs meldete sich der BVB dann zurück in die Partie. Nach einem Kimmich-Foul an Marco Reus entschied Schiedsrichter Daniel Siebert auf Strafstoß und Can verkürzte (49.). Die Initialzündung für die Dortmunder? Zumindest startet Roses Team nun seine bis dahin beste Phase. Reus (54.) verpasste den Ausgleich, nach einem harten Einsteigen von Benjamin Pavard gegen Jude Bellingham im Strafraum blieb Sieberts Pfeife stumm und auch der VAR schaltete sich nicht ein (60.). Es blieb turbulent. Auch Rufe der Bayern nach einem Elfmeter wegen eines etwaigen Handspiels von Raphael Guerreiro blieben ungehört (61.).


In der Folge beruhigte sich die Begegnung ein wenig, ehe Lewandowski aus guter Position an Hitz scheiterte und wieder für ein wenig Nervenkitzel sorgte (69.). Auf der Gegenseite gelang Haaland Ähnliches (80. und 81.). Musiala sorgte mit seinem Treffer dann aber für die Entscheidung und ebnete endgültig den Weg zur Titel-Party.