29. Januar 2019 / 16:22 Uhr

FC Bayern: Hudson-Odoi kommt „höchstwahrscheinlich“ auch im Sommer nicht

FC Bayern: Hudson-Odoi kommt „höchstwahrscheinlich“ auch im Sommer nicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Callum Hudson-Odoi bleibt ein Transferziel des FC Bayern. Jetzt hat FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic ein Update gegeben.
Callum Hudson-Odoi ist ein erklärter Wunschspieler von Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic. © imago/Action Plus
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Chelsea-Trainer Maurizio Sarri macht dem FC Bayern München wenig Hoffnungen auf einen Transfer von Callum Hudson-Odoi. Bleibt der Youngster über die Saison hinaus bei seinem Jugendklub FC Chelsea, oder kommt es doch noch zu einem FCB-Wechsel?

Der FC Bayern München hat den Poker um Wunschspieler Callum Hudson-Odoi offenbar verloren. Am Montag berichteten deutsche und englische Medien übereinstimmend, dass das englische Offensivjuwel trotz wochenlanger Verhandlungen in der Winterpause nicht vom FC Chelsea in die Bundesliga wechselt. Die Londoner erklärten die Verhandlungen mit den Bayern für gescheitert. Noch schlimmer für den FCB und Sportdirektor Hasan Salihamidzic: Offenbar ist auch ein zukünftiger Wechsel nach München inzwischen (fast) vom Tisch.

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Anders sind die Aussagen von Chelseas Trainer Maurizio Sarri kaum zu erklären. Der Italiener betonte nach dem Abbruch der Verhandlungen auf einer Pressekonferenz, dass Hudson-Odoi nicht zum Verkauf steht. Nicht jetzt – und auch nicht in Zukunft? „Ich denke, er wird die Zukunft unseres Klubs sein. Ich denke, er wird die Zukunft des englischen Fußballs sein“, sagte Sarri. „Der Verein hat mir mitgeteilt, dass er in diesem Transferfenster auf jeden Fall bei uns bleiben wird und höchstwahrscheinlich auch im nächsten. Ich bin sehr glücklich damit.“ Der FCB hatte zuletzt bis zu 40 Millionen Euro für einen Transfer des 18-Jährigen geboten, der Chelsea zudem um seine Freigabe gebeten hatte.

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Sarri lobt Hudson-Odoi: „Auf dem Platz macht er es sehr gut“

Hudson-Odoi steht noch bis 2020 unter Vertrag. Zuletzt waren die Londoner mit dem Angebot einer Verlängerung gescheitert – nun könnten die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Im Sommer soll Hudson-Odoi deshalb auch nicht auf dem Markt sein. Sarri lobt seinen Youngster, der zuletzt gegen Sheffield Wednesday im FA Cup (3:0) einen Treffer erzielt hatte. „Auf dem Platz macht er es sehr gut“, erklärte der 60-Jährige. „Ich bin wirklich sehr glücklich mit ihm. Ich bin nicht sehr glücklich über die Situation, aber ich weiß sehr gut, dass jedes große Team hier in England das gleiche Problem hat.“

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Klubs aus der Bundesliga werben aktuell offensiv um Talente von der Insel: Jadon Sancho wechselte 2017 von Man City zu Borussia Dortmund und entwickelte sich vom Hoffnungs- zum Leistungsträger, Javairo Dilrosun (Hertha) und aktuell Rabbi Matondo, der vor einem Wechsel zum FC Schalke 04 steht, machen den gleichen Weg. Auch andere Youngster wie Reece Oxford, Ademola Lookman und Reiss Nelson schnupperten bereits Bundesliga-Luft.

FCB-Sportdirektor Salihamidzic warb offensiv um Hudson-Odoi

Für Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist der gescheiterte Transfer Hudson-Odois ein Rückschlag. Der 42-Jährige hatte offensiv um den Spieler geworben – nicht zuletzt öffentlich. Der Teenager sei „ein sehr interessanter Spieler, den wir unbedingt verpflichten wollen“, erklärte der FCB-Sportdirektor im Trainingslager in Doha Anfang Januar. „Ich sehe ihn als richtig guten Spieler, der uns sicher gut zu Gesicht stehen würde.“

Chelsea hatte sich über die offensiven Worte Salihamidzics geärgert. „Ich finde das nicht professionell“, sagte Sarri dazu. „Sie sprechen über einen Spieler, der bei Chelsea unter Vertrag steht. Sie haben unseren Klub nicht respektiert.“


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