06. Februar 2021 / 16:55 Uhr

FC Bayern nach Chaos-Reise zur Klub-WM in Katar gelandet - Hoeneß wütet: "Ein Skandal"

FC Bayern nach Chaos-Reise zur Klub-WM in Katar gelandet - Hoeneß wütet: "Ein Skandal"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern konnte in der Nacht zu Samstag nicht aus Berlin nach Katar fliegen.
Der FC Bayern konnte in der Nacht zu Samstag nicht aus Berlin nach Katar fliegen. © imago images/Matthias Koch/Team 2/Montage
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Vom verschneiten Berlin ins warme Doha - und mit an Bord drei Punkte. Die Bayern sind bereit für den nächsten Titel. Doch erst warten die Münchner über sieben Stunden auf den Abflug, dann muss die Crew getauscht werden. Am Samstagnachmittag sind sie endlich angekommen. Die Verantwortlichen sind sauer.

Die Nacht im Flieger in Berlin und ein ungeplanter Zwischenstopp in München: Der Trip des FC Bayern München zur Klub-WM in Katar (alle Bayern-Spiele live und kostenlos bei Bild.de) hat mit einer chaotischen Anreise begonnen und bei Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß für gehörigen Frust gesorgt. Statt am Samstagmorgen in Doha zu landen, hob der Flieger erst um 9.15 Uhr auf dem Flughafen der bayrischen Landeshauptstadt ab. Die Crew hatte ausgetauscht werden müssen, dem vorausgegangen war eine über siebenstündige Wartezeit in Berlin. So kam der Triple-Sieger der Vorsaison erst am Samstagnachmittag in Katar an. Mannschaft und Betreuer mussten sich zunächst einem Corona-Test am Flughafen unterziehen, wie der Verein mitteilte. Danach ging es ins Hotel. Bis zur Vorlage eines negativen Testergebnisses durften die Spieler ihre Zimmer nicht verlassen.

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Am Abend zuvor hatte die Delegation schleunigst nach dem 1:0 über Hertha BSC das eisige Olympiastadion verlassen, Hansi Flicks Pressekonferenz dauerte knapp zwei Minuten. Um 23.15 Uhr sollte Flug QR 7402 nach Katar starten, vom Olympiastadion zum BER sind es rund 33 Kilometer. Doch am Samstagmorgen teilte der FC Bayern München via Twitter mit: "Wegen verweigerter Starterlaubnis hebt der FC Bayern jetzt mit mehr als siebenstündiger Verspätung zur FIFA Klub-WM nach Doha ab." Laut des Flughafens BER war die Maschine um 23.59 Uhr abflugbereit. "Aus unserer Sicht sprach auch nichts dagegen, dass die Maschine wie geplant abhebt", sagte Flughafen-Sprecherin Sabine Deckwerth am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Es fehlte aber die Starterlaubnis. Die Bitte um Startfreigabe sei laut Ministerium erst um 0:03 Uhr eingegangen, weshalb sie wegen des Nachflugverbots, das ab 0 Uhr gilt, verweigert wurde.

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Bei den Bayern-Verantwortlichen sorgte das Flug-Chaos für mächtig Ärger. "Wir fühlen uns von den zuständigen Stellen bei der brandenburgischen Politik total verarscht. Die Verantwortlichen wissen gar nicht, was sie unserer Mannschaft damit angetan haben", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Bild. Auch Uli Hoeneß wurde am Samstagnachmittag im Bayrischen Rundfunk deutlich: "Das ist ein Skandal, eine Unverschämtheit, bei so einer wichtigen Geschichte die Mannschaft wegen ein paar Minuten nicht starten zu lassen", wütete der Ex-Präsident. Die Klub-WM sei "kein Freundschaftsspiel", schließlich vertrete der FCB "den deutschen Fußball im Weltpokal". Hoeneß sagte zudem, er habe gedacht, es handle sich "um einen Schildbürgerstreich".

Die Planungen der Münchner und die Vorbereitung auf die Klub-WM wurden jedenfalls empfindlich beeinträchtigt. Die Eingewöhnungszeit vor Ort ist für die Bayern durch die massive Abflugverspätung knapper geworden. Bereits an diesem Montag treffen sie als europäischer Champions-League-Sieger im Halbfinale auf Al Ahly SC aus Ägypten. Am Donnerstag kommender Woche wird das Endspiel ausgetragen. Da wollen die Bayern hin, auch das wollen sie gewinnen. "Es ist der krönende Abschluss nach der Champions League. Wir wollen uns die Krone aufsetzen", betonte Thomas Müller.

Nicht mit an Bord des Chaos-Flugs nach Katar waren Nationalspieler Leon Goretzka und der Spanier Javi Martínez. Sie fehlten im 22-köpfigen Kader. Beide müssen wegen positiver Coronavirus-Tests noch pausieren. "Wir müssen von Tag zu Tag drauf schauen", betonte Flick und schloss eine Nachnominierung nicht aus. "Bei Leon sieht es etwas besser aus, bei Javi wird es wahrscheinlich nicht reichen."