25. Februar 2020 / 06:11 Uhr

Bayern-Stars Philippe Coutinho und Lucas Hernandez droht gegen Chelsea die Bank

Bayern-Stars Philippe Coutinho und Lucas Hernandez droht gegen Chelsea die Bank

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Bayern-Stars Philippe Coutinho (links) und Lucas Hernández könnten sich in der Champions League beim FC Chelsea auf der Bank wiederfinden.
Die Bayern-Stars Philippe Coutinho (links) und Lucas Hernández könnten sich in der Champions League beim FC Chelsea auf der Bank wiederfinden. © imago images/Team 2
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Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League könnte es beim FC Bayern München im Vergleich zum Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn Änderungen geben. So droht Rekordtransfer Lucas Hernandez wie auch Philippe Coutinho die Bank.

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Die Delegation des FC Bayern München flog am Montag getrennt nach London zum Hinspiel des Achtelfinals in der Champions League beim FC Chelsea am Dienstag (21 Uhr, Sky). Eine Maschine mit den Verantwortlichen, darunter Ex-Präsident Uli Hoeneß und seine Frau Susi, sowie Sponsoren hob um 10.55 Uhr ab nach Heathrow. Ein zweiter Flieger mit der Mannschaft des FCB nebst Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der gleich mal den Beginn der "heißen Phase" der Saison ausgerufen hatte, machte sich um 15 Uhr auf den Weg zum London-City-Airport.

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Im Training vor der Abreise noch an der Säbener Straße hatte die Mannschaft mit einem Ständchen („Happy Birthday!“) Cheftrainer Hansi Flick zum 55. Geburtstag gratuliert. Doch der wird Glückwünsche wohl erst im Falle einer erfolgreichen Qualifikation für das Viertelfinale am 18. März, dem Rückspieldatum, annehmen. Vorher gelten die gesamte Konzentration und Fokussierung in erster Linie dem Aufeinandertreffen mit Chelsea, dem Wegweiser für so viele Fragen bei den Bayern.

Trainer Hansi Flick muss gegen Chelsea liefern

Ist Flick bei einem Aus gegen Chelsea gescheitert? Ja. Nach dem zu frühen Aus im Achtelfinale des Vorjahres gegen den späteren Champions-League-Gewinner FC Liverpool hatte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge die Messlatte nach oben gelegt: „Das darf uns nicht noch einmal passieren.“ Auch nicht dem für seine Trainingsarbeit, Taktik und Empathie geschätzten und von den Chefs gelobten Flick, der von der Not- über eine Zwischenlösung (aktuell bis Saisonende) nun zur Dauerbesetzung auf der Trainerbank werden möchte.

Kehrt Flick zur Viererkette zurück? Ja. Das Experiment mit der Dreierkette (beim 3:2 gegen den SC Paderborn agierten Joshua Kimmich - der Chelsea-Profi Antonio Rüdiger im Kampf gegen Rassismus unterstützt - halbrechts, David Alaba zentral und Lucas Hernandez halblinks) ist gescheitert, dies sei, so Flick, „der personellen Situation“ geschuldet gewesen. Für Torhüter Manuel Neuer war sie „aus der Not heraus geboren“, weil Benjamin Pavard und Jérôme Boateng gesperrt fehlten. Beide kehren zurück, Hernandez, der 80-Millionen-Euro-Einkauf, muss auf die Bank.

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Coman könnte in der Bayern-Startelf stehen

Welche Position spielt Müller? Hinter der Spitze Lewandowski. Das ist seine Position, da kann Thomas Müller das meiste aus seinem unkonventionellen Spiel machen. Serge Gnabry (24) kann so in London über die rechte Seite wirbeln. In seiner einstigen Heimat – von 2011 bis 2014 lernte er bei Arsenal – traf er in der Vorrunde bei Bayerns 7:2 bei Tottenham Hotspur viermal.

Wäre ein Einsatz von Kingsley Coman zu viel Risiko? Jein. Am Freitag zeigte sich, dass der Franzose bei seinem dritten Einsatz nach der erneuten Verletzung (Kapseleinriss im linken Knie) manchmal noch zu vorsichtig in Zweikämpfe geht. Laut Flick hat man mit Gnabry und Kingsley Coman auf den Außenbahnen „ein bisschen mehr Schwung und mehr Gefährlichkeit“ im üblichen 4-3-3-System. Tendenz: Coman beginnt.

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Ist Philippe Coutinho endgültig raus? Klares Ja. Auch gegen Paderborn agierte die Leihgabe vom FC Barcelona ohne große Bindung zu ihren Nebenleuten. Flick betont: „Er ist ein begnadeter Fußballspieler, setzt sich derzeit aber einen Ticken zu sehr unter Druck. Hoffnung machen mir die Trainingsleistungen, die er abliefert.“ Rummenigge sagte: „Philippe hat manche Spiele gut gespielt, manchmal vermittelt er den Eindruck, dass er gehemmt ist.“ Er hoffe nun, dass Coutinho in den entscheidenden Wochen ein wichtiger Faktor wird. Die Bayern werden die Kaufoption für die neue Saison in Höhe von 120 Millionen Euro – Stand jetzt – nicht ziehen. Auch bei Chelsea ist Coutinho nur Joker.