27. Dezember 2020 / 13:16 Uhr

Bayern-Boss Rummenigge über Corona: Darum ist der wirtschaftliche Schaden bei größeren Klubs "schwerwiegender"

Bayern-Boss Rummenigge über Corona: Darum ist der wirtschaftliche Schaden bei größeren Klubs "schwerwiegender"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge wirft einen Blick auf die Auswirkungen der Corona-Krise.
Karl-Heinz Rummenigge wirft einen Blick auf die Auswirkungen der Corona-Krise. © 2020 Getty Images/Montage
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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für den Fußball, die Entwicklung von Gehältern und Transfers sowie seine große Hoffnung für das kommende Jahr.

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Kurz vor Beginn seines letzten Jahres als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern blickt Karl-Heinz Rummenigge auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für den Spitzenfußball. Dabei stellt er der Bundesliga im Umgang mit der Krise ein insgesamt gutes Zeugnis aus, betont aber auch, dass die Auswirkungen der finanziellen Einbußen seiner Einschätzung nach die Top-Klubs besonders hart treffen. "Der wirtschaftliche Schaden ist bei den größeren Klubs schwerwiegender, weil sie höhere laufende Kosten haben. Es gibt zum Beispiel noch keine Korrektur in der Gehaltsstruktur bei den Spitzenspielern. Wer ins oberste Regal greift, muss weiterhin in Kauf nehmen, viel auszugeben", erklärt der 65-Jährige in einem Interview mit dem Vereinsmagazin 51.

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Dennoch sieht Rummenigge auch positive Entwicklungen, die aus der Krise resultieren und nennt dabei das Sinken der Transfersummen. "Die Transferausgaben haben sich im Vergleich zu den Vorjahren halbiert", sagt der Bayern-Boss, der nicht daran glaubt, dass die Beträge wieder auf das Niveau der Vergangenheit steigen werden: "Absurde Summen wie noch vor zwei Jahren erleben wir derzeit nicht, und ich zweifle, ob die Beträge irgendwann mal wieder solche Dimensionen erreichen. Prinzipiell ist das gut, denn für diese astronomischen Summen hatten die wenigsten Fans Verständnis. Wir beim FC Bayern übrigens auch nicht, darum haben wir uns da weitestgehend zurückgehalten."

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Die finanzielle Folgen aus der aktuellen Lage sind für Rummenigge jedoch nicht die alles entscheidenden Probleme im Fußball. Er erklärt: "Der wirtschaftliche Schaden ist enorm, aber noch schwerer trifft unsere Branche, dass unsere Fans wegen dieses Virus nicht in die Stadien dürfen. Denn letztlich geht es darum, die Menschen zu begeistern. Ich hoffe sehr, dass 2021 bald Lösungen mit sich bringt; für den Fußball, aber vor allem für die gesamte Gesellschaft." Und weiter: "Vorhersagen sind schwer. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir im Laufe des Jahres wieder Zuschauer in der Allianz Arena haben werden."

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