28. August 2019 / 11:33 Uhr

Nach Coutinho-Transfer: So beurteilt Thomas Müller seine neue Rolle beim FC Bayern

Nach Coutinho-Transfer: So beurteilt Thomas Müller seine neue Rolle beim FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kollegen und Rivalen: Bayerns Neuzugang Coutinho (l.) und Urgestein Thomas Müller beim FCB-Test in Vilshofen am Sonntag.
Kollegen und Rivalen: Bayerns Neuzugang Coutinho (l.) und Urgestein Thomas Müller beim FCB-Test in Vilshofen am Sonntag. © Getty
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Durch die Verpflichtung von Philippe Coutinho könnte Thomas Müller beim FC Bayern ins zweite Glied rutschen. Im Gespräch mit der "Sport Bild" gibt sich der Weltmeister von 2014 allerdings betont gelassen. Er habe kein Problem mit dem Coutinho-Transfer, sagte der 29-Jährige.

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Die Symbolkraft entging den meisten Fans des FC Bayern München in dieser 57. Minute der Bundesliga-Partie gegen den FC Schalke 04 (3:0) nicht. Trainer Niko Kovac brachte Superstar-Neuzugang Coutinho ins Spiel - und nahm Thomas Müller raus. Dem Weltmeister von 2014 droht nach der Top-Verpflichtung des Brasilianers vom FC Barcelona die Bank. Ein ungewohntes Gefühl für den "Raumdeuter", über den der Satz von Louis van Gaal überliefert ist: "Müller spielt immer!" - dem ist jetzt nicht mehr so.

Der 29-Jährige nimmt die neue Rolle gelassen. Kein Problem habe er mit dem Transfer von Coutinho, sagte Müller der Sport Bild. "Wir sind dazu da, dass wir die Spiele gewinnen. Und mit 12, 13 Spielern wird das schwierig." Man werde sehen, "wie wir in den nächsten Wochen spielen."

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Thomas Müller will seinen Job beim FC Bayern "weiter machen"

Trotz der drohenden Degradierung durch den neuen Top-Star zeigt Müller sich selbstbewusst. Er will um seinen Platz im offensiven Mittelfeld der Bayern kämpfen. "Ich denke, dass meine Wichtigkeit auch intern bekannt ist", sagte Müller. "Ich werde weiter meinen Job machen." Wie seine Perspektive an der Säbener Straße aussieht, werde man "in der Zukunft sehen", betonte der WM-Torschützenkönig von 2010.

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Die Verpflichtung Coutinhos wertet Müller als wichtiges Signal für den FCB. "Wir haben einen weitbekannten Spieler geholt, der riesige Qualitäten hat. Es ist schön, wenn es um den FC Bayern nach diesem leidigen Thema Transferperiode wieder positive Themen gibt." Der FC Bayern habe sich sehr gut verstärkt. Müller: "Wir haben nicht nur die Gemüter außerhalb beruhigt, ich gehe auch mit einem sehr guten Gefühl in die nächsten Wochen."

Thomas Müller kam 2000 zum FC Bayern - fast 500 Spiele

Nach seiner Auswechslung auf Schalke hatten viele Experten behauptet, die Zeit von Müller beim FCB neige sich dem Ende entgegen. Der Vertrag des Ur-Münchners läuft noch bis 2021. Der Weltmeister kam 2000 im Alter von zehn Jahren aus der Jugend des TSV Pähl an die Säbener Straße und durchlief sämtliche Jugendmannschaften der Bayern. Seit seinem Profi-Debüt 2009 absolvierte Müller insgesamt 489 Spiele für den Rekordmeister, gewann acht Mal den Bundesliga-Titel, die Champions League, fünf Mal den DFB-Pokal und schoss 185 Tore.

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Zuletzt hatte sich auch Ex-Bayern-Star Arjen Robben für Müller stark gemacht. "Er ist für mich ein sehr wichtiger Spieler. Ich bin ein großer Thomas-Müller-Fan. Er fällt vielleicht nicht immer auf. Aber er reißt die Lücken auf." Der 35 Jahre alte Holländer, der nach seinem Vertragsende beim FC Bayern im Sommer seine Karriere beendet hatte, schob zudem noch eine Empfehlung an Trainer Niko Kovac nach: "Bei mir wäre er einer der ersten auf dem Zettel."