09. Dezember 2020 / 10:37 Uhr

Bericht: Berater von David Alaba setzt auf vier Top-Klubs – FC Bayern hat Bemühungen eingestellt

Bericht: Berater von David Alaba setzt auf vier Top-Klubs – FC Bayern hat Bemühungen eingestellt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
David Alaba wird den FC Bayern wohl im Sommer verlassen.
David Alaba wird den FC Bayern wohl im Sommer verlassen. © Getty
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David Alaba geht wohl in sein letztes Halbjahr als Bayern-Spieler. Eine Verlängerung des Österreichers ist nach dem herbstlichen Possenspiel in weite Ferne gerückt. Sein Berater Pinhas Zahavi sondiert den Markt - und hat vor allem vier Vereine aus Spanien, Frankreich und England für den 28-Jährigen ins Auge gefasst.

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Die Zeichen stehen auf Trennung: Zwischen dem Management von David Alaba und dem FC Bayern München hat es auch einen Monat nach dem großen Knall, als der Rekordmeister sein Vertragsangebot an den Österreicher zurückzog, keine Annäherung gegeben. Wie die Sport Bild berichtet, haben die Münchner ihre Bemühungen um eine Weiterbeschäftigung des Innenverteidigers inzwischen eingestellt. Man gehe von einer Trennung im Sommer aus, wenn der Vertrag des Österreichers endet.

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Demnach soll Alabas Berater Pinhas Zahavi auf Verhandlungen mit vier Spitzenklubs setzen. Ab dem 1. Januar müssen diese Vereine nicht mehr den Umweg über den FCB gehen, sollten sie den 28-Jährigen unter Vertrag nehmen wollen, sondern können direkt mit dessen Beraterteam verhandeln. Alaba selbst soll einen Wechsel nach Spanien favorisieren, heißt es bei Sport Bild. Dabei ergeben sich jedoch gewisse Schwierigkeiten, denn weder der FC Barcelona noch Real Madrid haben das nötige Kleingeld, um Alabas hohe Forderungen zu erfüllen.

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In Barcelona, wo Zahavi einen schlechten Ruf hat, seit er den Rekordtransfer von Neymar zu PSG orchestriert hat, gibt es noch Chancen, weil am 24. Januar ein neuer Präsident gewählt wird. Zu den neun Kandidaten zählt der langjährige Klubchef Joan Laporta, ein Vertrauter des israelischen Beraters, dessen Wahl die Möglichkeit eines Barca-Wechsels deutlich erhöhen würde. Bei Real sind die Chancen geringer - wegen der Corona-Krise ist das Geld knapp, zudem soll mit Abwehrchef Sergio Ramos zeitnah verlängert werden. Alaba soll dem spanischen Meister indes bereits angeboten worden sein.

Auch PSG und Chelsea gelten als Alaba-Optionen

Wegen der Schwierigkeiten in Spanien soll, so das Magazin weiter, Zahavi inzwischen einen Transfer zu Paris Saint-Germain ins Auge fassen - auch wenn die aus Katar alimentierten Franzosen nicht der Wunsch-Klub seines Klienten sind. Die letzte Option ist der FC Chelsea, wo Alaba auf die drei deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger, Timo Werner und Kai Havertz treffen würde. Bei den Londonern ist die Innenverteidigung trotz der Verpflichtung von Brasilien-Legende Thiago Silva weiter eine größere Baustelle.


Der bereits seit Monaten offene Poker um eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrags des österreichischen Innenverteidigers hatte Anfang November eine neue Eskalationsstufe erreicht: Bei einem Auftritt in der Sendung Blickpunkt Sport im "BR" bestätigte FCB-Präsident Herbert Hainer, dass die Münchner das Angebot an Alaba zurückzogen. Mehrere Verhandlungsrunden zwischen den FCB-Bossen sowie den Alaba-Beratern Pinhas Zahavi und George Alaba waren zuvor ergebnislos zu Ende gegangen. Nach den Hainer-Aussagen hatte Alaba selbst schwere Kritik an den Klubchefs geübt.

Eine Verlängerung ist indes noch nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen - auch wenn sie als sehr unwahrscheinlich gilt. Dass Alaba auch nach der Saison 2020/21 das Trikot des FC Bayern trage, sei weiterhin möglich, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor vier Wochen. "Wenn David beim FC Bayern bleiben möchte, was ich zumindest nicht zur Gänze ausschließe, muss man darüber nachdenken, dass man irgendwie einen gesichtsschonenden Weg für beide Seiten findet", so Rummenigge: "Die Tür ist noch einen Spalt offen." Alaba spielt bereits seit 2008 in München.