01. November 2020 / 22:57 Uhr

FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer bestätigt: "Kein Angebot mehr" an David Alaba

FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer bestätigt: "Kein Angebot mehr" an David Alaba

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern hat laut Präsident Herbert Hainer (l.) ein Vertragsangebot an David Alaba zurückgezogen.
Der FC Bayern hat laut Präsident Herbert Hainer (l.) ein Vertragsangebot an David Alaba zurückgezogen. © imago images/Sven Simon
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Die Kaugummi-Verhandlungen zwischen David Alaba und dem FC Bayern haben sich lange hingezogen. Nun geht der Rekordmeister in die Offensive - und hat das Angebot an den österreichischen Innenverteidiger zurückgezogen. Das hat Präsident Herbert Hainer nun im "BR" bestätigt.

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Die Verhandlungen mit David Alaba haben sich über Monate hingezogen - nun hat der FC Bayern München für einen Paukenschlag gesorgt. Wie Klubpräsident Herbert Hainer am Sonntagabend in der Sendung Blickpunkt Sport im "BR" bestätigte, hat der Rekordmeister das Angebot für eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Kontrakts an den Innenverteidiger zurückgezogen. Mehrere Verhandlungsrunden zwischen den FCB-Bossen sowie den Alaba-Beratern Pinhas Zahavi und George Alaba waren zuvor ergebnislos zu Ende gegangen.

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So habe der FC Bayern der Alaba-Seite laut Hainer ein Angebot vorgelegt, dass "wirklich sehr gut, sehr fair, wettbewerbsfähig - vor allem in der heutigen Zeit" gewesen sei. Die Bayern setzten Alaba eine Deadline: "Wir haben Davids Berater beim letzten Gespräch gesagt, dass wir bis Ende Oktober Klarheit haben wollen und eine Antwort. Denn für so eine wichtige Position und Personalie wollen wir auch Planungssicherheit haben." Bis Samstag habe der FCB allerdings "nichts gehört", so der Bayern-Präsident weiter. "Daraufhin hat unser Sportvorstand Hasan Salihamidzic nochmal aktiv bei dem Berater nachgehakt und die Antwort war, dass das Angebot immer noch unbefriedigend ist und wir weiter nachdenken sollen." Das wollen die Bayern allerdings nun nicht mehr: "Daraufhin haben wir uns entschieden, das Angebot komplett vom Tisch zu nehmen. Das heißt, es gibt kein Angebot mehr", so Hainer knallhart.

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Seit Monaten verhandeln der deutsche Rekordmeister mit dem 28-jährigen Alaba und dessen Berater um die Verlängerung des auslaufenden Vertrages. Die letzte Offerte des FCB soll sich auf elf Millionen Euro Grundgehalt pro Jahr sowie erfolgsabhängige Prämienzahlungen in Höhe von weiteren sechs Millionen Euro belaufen haben. Der Kontrakt wäre fünf Jahre lang gelaufen. Die Alaba-Seite soll dieses Angebot indes abgelehnt haben. Man fordert offenbar ein Grundgehalt nahe der 20-Millionen-Euro-Marke. Damit wäre der Österreicher einer der Topverdiener bei den Münchnern.

Hält der FC Bayern bereits nach einem Alaba-Nachfolger Ausschau? Hainer: "Natürlich ..."

Doch daraus wird wohl jetzt nichts mehr. Hainer ließ in der Sendung sogar durchblicken, sich mit Nachfolgern für Alaba zu beschäftigen: "Natürlich, wir müssen auch in die Zukunft planen", sagte der FCB-Präsident, der einen Abgang des Österreichers weh tun würde: "Er ist ein liebenswerter Kerl, er ist Publikumsliebling, er ist ein Eigengewächs des FC Bayern München, und deswegen würden wir es auch so bedauern, wenn wir getrennte Wege am Ende der Saison gehen müssen."


Alaba war im Sommer 2008 zu den Münchnern gewechselt und hat sich zum Abwehr-Chef entwickelt. Zuletzt hatte FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic erklärt, dass man Alaba "kein Ultimatum“ für eine Entscheidung setzen wolle. Der Verein weist immer wieder auf die Vorzüge beim FC Bayern hin, das tat etwa Bayern-Trainer Hansi Flick am Freitag: "Ich hoffe immer noch, dass er bei Bayern unterschreibt“, sagte der Trainer.