27. April 2022 / 20:51 Uhr

Meister-Jubel an ungewohntem Tag: Darum erhält der FC Bayern die Schale nicht an einem Samstag

Meister-Jubel an ungewohntem Tag: Darum erhält der FC Bayern die Schale nicht an einem Samstag

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Kapitän Manuel Neuer muss auf die echte Meisterschale noch etwas warten.
Bayern-Kapitän Manuel Neuer muss auf die echte Meisterschale noch etwas warten. © IMAGO/ActionPictures
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Seit Samstag ist dem FC Bayern München die zehnte Meisterschaft in Folge nicht mehr zu nehmen. Bis die Spieler die Schale in der Hand halten können, wird es aber noch etwas dauern und die Zeremonie wird auch an einem ungewöhnlichen Tag stattfinden. Das liegt auch an einer Spielplan-Revolution der Liga.

Ein 3:1-Sieg gegen Borussia Dortmund hat den FC Bayern München am Samstag vorzeitig zum Meister gemacht. Der erste Verfolger BVB kann die Bayern in der Bundesliga nicht mehr einholen. In der heimischen Allianz Arena feierten die FCB-Stars allerdings nur mit Meisterschalen aus Plastik vor den Fans. Das knapp elf Kilo schwere Original aus feinstem Sterling-Silber blieb im Archiv - und wird da noch eine Weile bleiben. Auf die offizielle Meister-Zeremonie samt Trophäe und Konfettiregen müssen die Fans und Spieler des FC Bayern noch etwas warten - und sich auch einen für die Ehrung ungewöhnlichen Tag im Kalender markieren.

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Normalerweise wird die Meisterschale am 33. oder 34. Spieltag übergeben. Der Zeitpunkt hängt von mehreren Faktoren ab: Steht der Meister schon länger vorher fest? Wenn ja, wird das letzte Heimspiel der Saison für die Zeremonie ausgewählt. Bei einem engen Titelduell am letzten Spieltag kann es auch vorkommen, dass für den Fall der Fälle gleich in mehreren Stadien Titel-Übergaben vorbereitet werden. Bei der aktuellen Bayern-Meisterschaft hat sich die DFL dazu entschieden, den Rekordmeister am 33. Spieltag nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart in der Allianz Arena mit der zehnten Schale zu ehren - und dieses Spiel (und damit auch die Zeremonie) findet für einen vorletzten Spieltag ungewöhnlich an einem Sonntag statt. Das bestätigte auch der FC Bayern am Mittwoch.

Neu in dieser Saison: DFL splittet auch 33. Spieltag auf

Die offizielle Titel-Party der DFL an einem Sonntag? Höchst ungewöhnlich, wurden der 33. und 34. Spieltag in der Vergangenheit zumeist komplett einheitlich am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr angepfiffen. Vor dieser Saison hat die Liga allerdings eine Änderung beschlossen. Der 33. Spieltag wird wie die Spieltage zuvor über das Wochenende aufgeteilt. So wird es ein Freitagsspiel (Bochum gegen Bielefeld) geben, fünf Partien am Samstag (davon vier um 15.30 Uhr) sowie gleich drei Sonntagsspiele. Die Bayern treten in ihrem letzten Heimspiel der Saison gegen den VfB Stuttgart um 17.30 Uhr an - und absolvieren trotz Schalen-Übergabe nicht die letzte Partie des Spieltags. RB Leipzig und der FC Augsburg schließen den Sonntag mit ihrem Duell ab.

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Damit steht auch fest: Wer als Bayern-Fan die Meisterfeier nach Titel-Übergabe von DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen sehen will, benötigt kein Sky-, sondern ein DAZN-Abo. Der Streaming-Dienst hält die Rechte an allen Freitags- und Sonntagspielen.