06. Februar 2019 / 23:17 Uhr

Erst Gnabry, dann Coman: FC Bayern dreht Pokal-Fight gegen Hertha BSC

Erst Gnabry, dann Coman: FC Bayern dreht Pokal-Fight gegen Hertha BSC

Patrick Strasser
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Die entscheidende Szene: Kingsley Coman trifft zum 3:2 für den FC Bayern gegen Hertha BSC in der Verlängerung.
Die entscheidende Szene: Kingsley Coman trifft zum 3:2 für den FC Bayern gegen Hertha BSC in der Verlängerung. © imago/Matthias Koch
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Der FC Bayern München hat nach einem 3:2-Sieg gegen Hertha BSC nach Verlängerung das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Ohne den verletzten Manuel Neuer im Tor musste der FCB einen Rückstand drehen. Nationalspieler Serge Gnabry traf per Doppelpack, Kingsley Coman entschied die Partie in der Verlängerung.

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Last-Minute-Erfolg für die Bayern. Was für eine Erleichterung bei den Roten. Durch das 3:2 nach Verlängerung bei Hertha BSC im Kühlschrank Berliner Olympiastadion zogen die Münchner zum elften Mal in Folge ins Viertelfinale ein – der Traum vom Pokaltitel lebt. Ein Krimi war’s, Schock-gefroren danach alle Beteiligten. Kingsley Coman erzielte nach 100 Minuten den 3:2-Siegtreffer per Kopf.

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Im Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC musste der FC Bayern eine Extraschicht einlegen. Klickt euch durch die Noten zum knappen Sieg der Münchener. Zur Galerie
Im Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC musste der FC Bayern eine Extraschicht einlegen. Klickt euch durch die Noten zum knappen Sieg der Münchener. ©
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Die Bayern machten zu viele Fehler

Der Hertha-Fluch ist gebrochen. In den letzten vier Bundesligaspielen hatte Bayern gegen den Angstgegner nicht gewinnen können (bei drei Remis). In der Hinrunde setzte es ein 0:2. „In einem K.o.-Spiel darf man keine Fehler machen“, wusste Trainer Niko Kovac. Bayern machte wieder zu viele Fehler, erzielte aber den einen Treffer mehr.

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Manuel Neuer hatte den Wettlauf gegen die Zeit und die Schmerzen nach seiner Daumenverletzung nicht gewonnen. Die Vernunft siegte. Der Nationaltorhüter war mit nach Berlin geflogen, weil er am Dienstag einen Belastungstest im Training in München bestanden hatte – mit Plastikschiene an der rechten Hand. Wie beim 1:3 in Leverkusen stand Neuers Stellvertreter Sven Ulreich im Tor und Neuer nicht mal im Kader. Man wollte kein Risiko eingehen vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen Jürgen Klopps FC Liverpool (19. Februar/13. März).

Ansonsten baute Kovac auf zwei Positionen um: Statt Rafinha und Thomas Müller standen Thiago und Serge Gnabry in der Startelf. Dass Gnabry in diesem Kalenderjahr erstmals von Beginn an auflief, dürfte ein erster Testlauf für die Liverpool-Matches werden, da Müller nach seiner Roten Karte in Amsterdam für beide Spiele gesperrt ist.

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<b>Rune Jarstein:</b> Gegen den wuchtigen Dropkick von Gnabry zum 1:1 chancenlos. 

In der 20. Minute erneut gegen Gnabry schnell unten und klärte stark. Gleiches galt 

sechs Minuten später - wieder gegen Gnabry. Einmal mehr bester Berliner. <b>Note: 2</b> Zur Galerie
Rune Jarstein: Gegen den wuchtigen Dropkick von Gnabry zum 1:1 chancenlos. In der 20. Minute erneut gegen Gnabry schnell unten und klärte stark. Gleiches galt sechs Minuten später - wieder gegen Gnabry. Einmal mehr bester Berliner. Note: 2 ©

Bayern-Verteidiger Süle: "Waren die klar bessere Mannschaft!"

Das Thema der Woche bei den Bayern war das mangelnde Defensiv-Verhalten und die daraus resultierenden Gegentore. Abstellen, bitte! So die Forderung. Leicht gesagt. Und endlich mal keine Führung mehr verschenken. Alles schöne Vorsätze. Nach drei Minuten stand es aber 0:1. Dabei hatten die Bayern in den letzten 13 Begegnungen immer das 1:0 erzielt. Nun der frühe Rückstand. „Niklas Süle: „Danach waren wir die klar bessere Mannschaft, haben dominiert.“

Dem Tor vorausgegangen war eine sehr strittige Entscheidung von Schiedsrichter Markus Schmidt, der Leon Goretzka eine Minute zuvor Gelb zeigte wegen einer Schwalbe – war aber keine. Nach Pass von Thiago wurde Goretzka von Herthas Karim Rekik am Fuß getroffen. Eigentlich Elfer. Die Bayern protestierten so heftig, dass beim Gegenzug Übersicht und Konzentration flöten gingen. Maximilian Mittelstädt schoss vom Strafraumrand durch die Beine von Mats Hummels. Nichts zu machen für Ulreich.

Hummels patzt vor dem 2:2

Doch Bayern schlug zurück. Nach Vorarbeit von Kapitän Robert Lewandowski traf Gnabry per Dropkick zum Ausgleich (7.). Mutig, wuchtig und wichtig. Die Gäste waren danach überlegen, mit Ballbesitz und Dominanz. Aber erst nach der Pause mit Konsequenz und Zielstrebigkeit. Nach Pass von James in die Gasse vollstreckte Gnabry – 1:2. Zweiter Doppelpack des Nationalstürmers wie im Dezember beim 2:1 in Bremen.

Dann schenkte Hummels der Hertha durch einen bösen Patzer das 2:2 (67.), als er einen Ball selig träumend zu Ulreich zurückköpfen wollte. In den Lauf von Davie Selke, der den Bayern-Torhüter locker umkurvte – 2:2. Wieder eine Führung verschenkt. Alles wieder offen. Verlängerung. Dann machte Coman nach spektakulärer Vorlage von Lewandowski den Sack zu und der Hertha-Fluch der Münchner war doch noch besiegt.

Matchwinner Gnabry, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde: „Es war ein Sieg des Willens. Wir lagen früh zurück, haben noch mal den Ausgleich kassiert. Aber wir haben alles reingeworfen.“

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