25. Mai 2019 / 22:02 Uhr

Neuer weltklasse, Lewandowski cool: FC Bayern gewinnt DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig

Neuer weltklasse, Lewandowski cool: FC Bayern gewinnt DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig

Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München ist DFB-Pokal-Sieger 2019 - vor allem auch dank der starken Paraden von Weltklasse-Torhüter Manuel Neuer.
Der FC Bayern München ist DFB-Pokal-Sieger 2019 - vor allem auch dank der starken Paraden von Weltklasse-Torhüter Manuel Neuer. © dpa / imago images / Avanti
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Der FC Bayern München hat das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg perfekt gemacht. Im bis zum Ende spannenden Pokalfinale in Berlin setzte sich der FC Bayern auch dank eines bärenstarken Manuel Neuer und eines eiskalten Robert Lewandowski gegen RB Leipzig durch.

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Der 19. Titel – die eigene Rekordmarke ausgebaut: Der FC Bayern München hat am Samstagabend im Berliner Olympiastadion wenig Zweifel an seiner Ausnahmestellung im deutschen Fußball gelassen und RB Leipzig im Finale um den DFB-Pokal mit 3:0 geschlagen.

Die Matchwinner: Robert Lewandowski und Kingsley Coman. Lewandowski trifft per Kopf und nach Alleingang (29., 86.), Coman nach feinem Solo im Strafraum (78.). Bayern feiert das Double.

"Am Ende können wir sagen, dass diese Saison sehr sehr gut für uns war", sagte ein überglücklicher Lewandowski nach Schlusspfiff. Bayern-Keeper Manuel Neuer, der eine Weltklasse-Leistung ablieferte, bedankte sich bei Arjen Robben und Franck Ribery, die zum Ende eingewechselt wurden, sowie Rafinha. Für alle drei war es das letzte Spiel als Bayern-Spieler. "Wir haben geplant, das Double mit ihnen zu feiern. Ohne diese Spieler hätten wir das nicht geschafft", sagte der Nationalkeeper.

FC Bayern in Noten: Die Einzelkritik zum Pokal-Finale gegen RB Leipzig

Der FC Bayern München ist zum 19. Mal in seiner Vereinsgeschichte DFB-Pokalsieger. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt in der Einzelkritik, welche Bayern-Stars im Endspiel gegen Leipzig besonders gut drauf waren - und wer nicht. Zur Galerie
Der FC Bayern München ist zum 19. Mal in seiner Vereinsgeschichte DFB-Pokalsieger. Der SPORTBUZZER zeigt in der Einzelkritik, welche Bayern-Stars im Endspiel gegen Leipzig besonders gut drauf waren - und wer nicht. ©
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Bayern-Trainer Niko Kovac sendet mit Aufstellung deutliche Zeichen

Die Voraussetzungen hätten kaum unterschiedlicher sein können vor diesem Finale vor 74.322 Zuschauern in der wolkenverhangenen Bundeshauptstadt. Hier die deutsche Fußball-Traditionsmarke FC Bayern, gleichsam Rekordmeister und Rekordpokalsieger – dort der konzerngestützte Emporkömmling RB aus Sachsen, erstmals in einem Pokalfinale nach gerade einmal zehn Jahren Existenz und drei Spielzeiten in der Bundesliga. RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff hatte die Verhältnisse schon am Vorabend des Endspiels entsprechend vorsichtig aus Leipziger Sicht gedeutet: „Wir können zufrieden sein, dass wir hier im Finale stehen, auch wenn wir nicht gewinnen sollten.“

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Bayern-Trainer Niko Kovac, dem Anlass gemäß mit Krawatte am Spielfeldrand, macht schon in seiner Startaufstellung deutlich, dass er einem möglichen Pokalsieg auch sämtliche Sentimentalitäten unterordnen würde. Die Legenden Arjen Robben und Franck Ribéry erstmal nur auf der Bank, auch für Weltmeister Jérôme Boateng ist kein Platz in der Startelf. Wenigstens steht Nationaltorhüter Manuel Neuer nach langer Verletzungspause wieder im Bayern-Tor – und dann in solch einem wichtigen Spiel.

Bullenzeugnis: RB Leipzig im Pokalfinale gegen Bayern München in der Einzelkritik

Yussuf Poulsen hat in dieser Szene den Ball nicht im Tor untergebracht. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Noten der Leipzig-Profis von der Niederlage im Pokal-Finale gegen den FC Bayern. Zur Galerie
Yussuf Poulsen hat in dieser Szene den Ball nicht im Tor untergebracht. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der Leipzig-Profis von der Niederlage im Pokal-Finale gegen den FC Bayern. ©

Neuer sendet seinen Kritikern ein Zeichen

Den Skeptikern sendet der Kapitän bereits in den Anfangsminuten deutliche Zeichen, agiert souverän mit Hand und Fuß. In Minute elf zeigt er, dass er immer noch auf höchstem Niveau unterwegs ist. Seine Parade gegen Yussuf Poulsens Kopfball kommt aus der Abteilung Weltklasse.

Ralf Rangnick vertraut in seinem letzten Spiel als RB-Trainer vor allem auf die Schnelligkeit seiner Angreifer. Timo Werner, der die Leipziger möglicherweise in Richtung München verlässt, Yussuf Poulsen ganz vorn, dahinter Emil Forsberg – der Rangnick-Plan lautet: mit Speed zum Titel.

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Roque Santa Cruz, Bastian Schweinsteiger, Mario Götze: Was wurde aus den ehemaligen Spielern vom FC Bayern? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis der Münchner – und was sie jetzt machen. ©

RB Leipzig marschiert gegen die Bayern an

Und dann überraschen die Leipziger: Weil sie den Bayern-Spielaufbau tief in der Münchner Hälfte stören. Mitunter machen sieben Bullen unweit von Neuers Gehäuse Jagd auf die Bayern – und damit das Spiel. Mutig und insofern zunächst erfolgreich, als dass die Münchner im Angesicht des Leipziger Dauerdrucks kaum zu einem Spielaufbau finden. In der 25. Minute rächt sich der RB-Mut dann erstmals fast. Plötzlich kommt Thomas Müller hinter der aufgerückten Leipziger Deckung an den Ball, verstolpert jedoch.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München): Am Ende des Tages müssen wir Titel holen, das wird von uns allen erwartet. Der Trainer spielt dabei eine zentrale Rolle ... Wir haben nie gesagt, wir stellen irgendwas infrage. Deutscher Meister, Pokalsieger, besser kann es nicht laufen. Die Mannschaft hat das heute großartig gemacht, wir haben Weltklasse-Tore erzielt, wir hatten mit Neuer einen Giganten heute im Tor, besser kann man nicht spielen. Zur Galerie
Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München): "Am Ende des Tages müssen wir Titel holen, das wird von uns allen erwartet. Der Trainer spielt dabei eine zentrale Rolle ... Wir haben nie gesagt, wir stellen irgendwas infrage. Deutscher Meister, Pokalsieger, besser kann es nicht laufen. Die Mannschaft hat das heute großartig gemacht, wir haben Weltklasse-Tore erzielt, wir hatten mit Neuer einen Giganten heute im Tor, besser kann man nicht spielen." ©

Aber wie das mit den Bayern so ist: Ganz sind sie nicht auszuschalten. 29. Minute: Kingsley Coman und David Alaba kombinieren sich über die linke Flanke, Alabas Flanke köpft Lewandowski im Rückwärtslaufen von der Fünfmeterraumkante aus ein. Eine typische eiskalte Bayern-Dusche für den engagierten Underdog.

Anschließend scheint dem Leipziger Spiel der Stecker gezogen. Die Münchner kontrollieren das Geschehen. Erst läuft Coman allein aufs Tor der Sachsen zu – scheitert aber wie in Nürnberg, als er für eine Vorentscheidung in der Meisterschaft hätte sorgen können, an seinen Nerven und an Ibrahima Konaté. Schließlich scheitert Mats Hummels kurz vor der Pause aus Nahdistanz an Gulasci.

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Robben und Ribery bekommen Abschied beim FC Bayern

Die zweite Hälfte eröffnen die Leipziger. Doch Forsberg verliert im Eins-gegen-Eins gegen Neuer (48.), der auch gegen Nationalstürmer Werner die Oberhand behält (57.). Einen Preis für Abschlussstärke verdienen sich beide Finalgegner an diesem Abend nicht. Auf der Gegenseite scheitert Mats Hummels aus der Distanz und Sekunden später Thiago am leeren Tor (62.).

Emotional wird es in der 73. Minute. Robben bekommt ein paar Minuten von Kovac geschenkt, wird für Gnabry eingewechselt.

Für die Entscheidung sorgt schließlich Coman. Technisch hochfein nimmt er im Strafraum den Ball an, umkurvt einen Gegner und schließt stark ab. Lewandowski macht endgültig den Deckel drauf. Einige Fans in der Bayern-Kurve feiern mit Pyros.

Krönender Abschluss: Auch Ribéry kommt kurz vor Schluss noch zu seiner Verabschiedung. Die Fans singen: „Deutscher Pokalsieger – FCB.“

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