30. Oktober 2018 / 14:01 Uhr

Woo-Yeong Jeong: Wer ist der erste Südkoreaner im Profikader des FC Bayern?

Woo-Yeong Jeong: Wer ist der erste Südkoreaner im Profikader des FC Bayern?

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Südkoreaner Woo-Yeong Jeong könnte im DFB-Pokalspiel beim SV Rödinghausen sein Debüt für den FC Bayern geben
Der Südkoreaner Woo-Yeong Jeong könnte im DFB-Pokalspiel beim SV Rödinghausen sein Debüt für den FC Bayern geben © imago/Jan Huebner
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Bayern-Trainer Niko Kovac hat vor dem DFB-Pokalspiel beim SV Rödinghausen Personalsorgen. Deshalb steht erstmals ein Südkoreaner im Kader des FC Bayern: Woo-Yeong Jeong. Der SPORTBUZZER stellt den Teenager vor.

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Mit dem letzten Aufgebot tritt der FC Bayern heute (20.45 Uhr) im DFB-Pokal bei Regionalligist Rödinghausen an. Trainer Niko Kovac fehlen verletzungsbedingt gleich sieben Stars. James Rodriguez (Erkältung) und Jérôme Boateng (Magen-Darm) sind krank, Arjen Robben (Rücken-Blockade) und Mats Hummels (Adduktoren) nicht fit. Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) und Kingsley Coman (Syndesmoseriss) fallen den Rest der Hinrunde aus. Sven Ulreich wird zum zweiten Mal Vater. Kovac: „Er ist bei seiner Frau.“ Den 18er-Kader füllen vier Talente auf: Sechser Paul Will (19), Meritan Shabani (19), Torwart-Juwel Christian Früchtl (18) und Woo-Yeong Jeong (19).

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Probetrainings in Köln, Augsburg und Salzburg

Damit ist der offensive Außenbahnspieler der erste Südkoreaner, der in der Geschichte des FC Bayern im Profikader steht. Aber wer ist dieser Jeong? Erst mit zehn Jahren begann er Fußball zu spielen, kickte bis vor einem Jahr noch in der Heimat vor zehn bis 20 Zuschauern. Doch Jeong wollte unbedingt nach Europa, machte Probetrainings beim 1. FC Köln, dem FC Augsburg und RB Salzburg.

FC Bayern: Diese Profis verpassten den großen Durchbruch

Tim Borowski (2008 bis 2009): Nach acht Profijahren im Trikot von Werder Bremen fühlte sich Borowski reif für neue Aufgaben. Klinsmann lockte den Nationalspieler ablösefrei an die Isar. „Ich will bei Bayern den nächsten Schritt machen“, sagte Borowski im Sommer 2008. Es wurde ein Rückschritt. Der Mittelfeldspieler kam nie über die Reservistenrolle hinaus, wurde 20-mal eingewechselt und kehrte nach einem Jahr zurück nach Bremen. So gut wie in seinen ersten Werder-Jahren spielte Borowski aber nie wieder. Zur Galerie
Tim Borowski (2008 bis 2009): Nach acht Profijahren im Trikot von Werder Bremen fühlte sich Borowski reif für neue Aufgaben. Klinsmann lockte den Nationalspieler ablösefrei an die Isar. „Ich will bei Bayern den nächsten Schritt machen“, sagte Borowski im Sommer 2008. Es wurde ein Rückschritt. Der Mittelfeldspieler kam nie über die Reservistenrolle hinaus, wurde 20-mal eingewechselt und kehrte nach einem Jahr zurück nach Bremen. So gut wie in seinen ersten Werder-Jahren spielte Borowski aber nie wieder. © dpa | imago
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Den Zuschlag erhielt der FC Bayern, der 700.000 Euro für das Talent bezahlte und ihn mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2022 ausstattete. Auch für die Münchner ist dieser Transfer ein Experiment. "Wenn wir einen Spieler von so weit herholen, dann haben wir die Fantasie, dass da noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Wir sind es dem Jungen und seinen Eltern schuldig, dass wir ihn nicht nur zum Auffüllen einer Mannschaft verpflichten", sagte Jochen Sauer, Chef des Nachwuchsleistungszentrums im kicker.

Rödinghausen heiß auf 'Spiel des Lebens' gegen Bayern

Weil Jeong als Nicht-Europäer noch keine 18 Jahre alt war, durfte er erst im vergangenen Januar nach München und zog auf den Bayern-Campus. Ohne Eltern, ohne Deutsch- und Englisch-Kenntnisse. Fünfmal pro Woche lernt er Deutsch und versteht mittlerweile sehr viel, mit dem Sprechen hapert es dagegen noch. "Kommunikation ist die schwierigste Aufgabe", sagt er, nicht das neue fußballerische Level. "Es macht hier mehr Spaß als in Korea, jeder gibt im Training immer Vollgas, die Konkurrenz ist größer."

Starke Bilanz in der Regionalliga

In dieser Saison ist Jeongs sportliche Heimat die U 23 in der Regionalliga. Sechs Tore hat er für den Tabellenführer bislang geschossen, vier vorbereitet. Seine Stärken: Schnelligkeit, Dynamik und eine tolle Schusstechnik. Körperlich muss der Rechtsfuß allerdings noch zulegen. Seine Vorbilder sind Neymar und sein Landsmann Heung-Min Son. Der hatte den Durchbruch in der Bundesliga beim Hamburger SV und bei Bayer Leverkusen bereits geschafft, spielt heute in Tottenham. Jeong hofft derweil auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz - auch wenn es "nur" beim SV Rödinghausen sein sollte.

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