05. August 2022 / 22:22 Uhr

Fünf Tore in 38 Minuten: FC Bayern zerlegt Eintracht Frankfurt im Eröffnungsspiel der Bundesliga

Fünf Tore in 38 Minuten: FC Bayern zerlegt Eintracht Frankfurt im Eröffnungsspiel der Bundesliga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der FC Bayern München hat das Eröffnungsspiel der Bundesliga überzeugend gewonnen.
Der FC Bayern München hat das Eröffnungsspiel der Bundesliga überzeugend gewonnen. © IMAGO/Kessler-Sportfotografie
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Der FC Bayern ist eindrucksvoll in die Bundesliga-Saison gestartet. Die Münchner präsentierten sich bei Eintracht Frankfurt wie schon im DFL-Supercup gegen RB Leipzig 45 Minuten in Gala-Form. Das genügte für einen Kantersieg, der die Konkurrenz schocken dürfte.

Der FC Bayern hat schon zum Saisonstart keinen Raum für Zweifel an seiner Vormachtstellung in der Bundesliga gelassen. Die Münchner, die in dieser Spielzeit den elften Meistertitel in Folge anstreben, gewannen die Eröffnungspartie bei Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt am Freitagabend mit 6:1 (5:0) und lieferten wie schon am vergangenen Samstag im DFL-Supercup gegen RB Leipzig (5:3) vor allem im ersten Durchgang eine mehr als eindrucksvolle Galavorstellung ab. Die über weite Strecken überforderte SGE muss sich mit Blick auf den kommenden Mittwoch gehörig steigern. Andernfalls droht dann im europäischen Supercup gegen Champions-League-Sieger Real Madrid ein weiteres Debakel.

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Joshua Kimmich eröffnete Bayerns Schützenfest mit einem direkt verwandelten Freistoß bereits nach fünf Minuten und sorgte für den ersten Treffer der neuen Saison. Noch vor der Pause legten Benjamin Pavard (11.), Königstransfer Sadio Mané (29.), Jamal Musiala (35.) und Serge Gnabry (43.) nach. Im zweiten Durchgang gelang Randal Kolo Muani nach einem Patzer von Manuel Neuer der einzige Eintracht-Treffer (64.), Musiala erzielte seinen zweiten Treffer des Abends (83.). Angesichts der Dominanz, die die Münchner in ihren ersten beiden Auftritten der Spielzeit zeigten, dürfte die Konkurrenz um Borussia Dortmund, das am Samstagabend gegen Bayer Leverkusen ran muss, in dieser Saison noch mehr als in den vergangenen Jahren gefordert sein.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hatte im Vergleich zum Supercup gegen Leipzig eine unveränderte Startelf ins Rennen geschickt. So blieb der eigentlich als neuer Abwehrchef eingeplante Matthijs de Ligt zunächst erneut auf der Bank. Das Offensiv-Quartett mit Mané, Gnabry, Musiala und Thomas Müller fing derweil den Abgang des zum FC Barcelona abgewanderten Robert Lewandowski durch häufige Positionswechsel auf. Daran konnte auch die SGE-Anfangsformation nichts ändern - obwohl Coach Oliver Glasner nach dem 4:0 im DFB-Pokal beim Drittligisten 1. FC Magdeburg eine defensivere Ausrichtung gewählt hatte. So rückte Kapitän Sebastian Rode für Daichi Kamada ins Mittelfeld.

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Im ersten Durchgang schien es aber meist unbedeutend, welches Personal sich den Bayern entgegenstellte. Zu entfesselt stürmte der Rekordmeister durch die Abwehrreihe der Platzherren. Für die Führung musste allerdings noch eine Standardsituation her. Kimmich überraschte seinen DFB-Kollegen Kevin Trapp im Kasten der Eintracht mit einem direkt verwandelten Freistoß aus halbrechter Position. Der Ball schlug in mehr oder minder dichtem Nebel in den Maschen ein, da im Fan-Block der SGE hinter Trapps Gehäuse von Beginn an Pyro-Technik abgebrannt wurde. Doch die Bayern behielten den Durchblick.

Im Anschluss an eine Ecke entwickelte sich im Frankfurter Strafraum ein veritables Durcheinander, der Ball kam zu Pavard und der Franzose donnerte die Kugel zum 2:0 ins Netz. Der Europapokalsieger suchte nach einer Antwort und schien sie tatsächlich zu finden. Ein Kopfball von Tuta knallte aber nur an die Latte des FCB-Tores (12.). Es folgte eine Phase, in der Frankfurt zumindest halbwegs mithalten konnte, die Bayern ihre Führung aber jederzeit hätten erhöhen können. Musiala traf das Außennetz (15.), Müller den Pfosten (23.), Musiala die Latte (27.). Zwischendurch kam die Eintracht durch Jesper Lindstörm zu einem Abschluss (26.).

Doch der Favorit wollte offenbar eine frühe Entscheidung. Auf Zuspiel von Gnabry köpfte Mané das 3:0, kurz darauf setzte der Senegalese den Ball dann auf die Latte des SGE-Tores (33.). Musiala im Anschluss an eine bärenstarke Kombination und Gnabry mit einem Heber über den am Boden liegenden Trapp hinweg zielten dann genauer und untermauerten den Klassenunterschied im ersten Durchgang. Daran konnte auch Frankfurts Hoffnungsträger Mario Götze nichts ändern, der im Wirbel der Bayern wie seine Kollegen unterging.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs brachte Glasner dann drei neue Kräfte Muani, Kristijan Jakic und Christopher Lenz ersetzen Rafael Borré, Rode und Lindström. Die personellen Maßnahmen schienen sich auszuzahlen. Die Eintracht wirkte nun stabiler, profitierte aber auch davon, dass sich die Bayern wie schon im Supercup nach der Pause deutlich zurücknahmen. So überließ Nagelsmanns Mannschaft den Hessen mehr Räume und spielt nicht mehr ansatzweise so konsequent wie im ersten Abschnitt nach vorn. Für die SGE reichte es aber nur noch zu Muanis erstem Bundesliga-Treffer. Der Stürmer störte Bayern-Keeper Neuer bei einem Ausflug und luchste ihm den Ball ab. Abschließend hieß es nur noch 1:5. Musiala stellte den alten Bayern-Vorsprung kurz vor dem Ende aber wieder her.