09. April 2022 / 18:41 Uhr

FC Bayern fehlen vor Villarreal "60, 70 Prozent" – Nagelsmann nach Sieg: Joker "haben Spiel gerettet"

FC Bayern fehlen vor Villarreal "60, 70 Prozent" – Nagelsmann nach Sieg: Joker "haben Spiel gerettet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München tat sich gegen den FC Augsburg über weite Strecken der Partie schwer.
Der FC Bayern München tat sich gegen den FC Augsburg über weite Strecken der Partie schwer. © IMAGO/Jan Huebner/MIS (Montage)
Anzeige

Der FC Bayern erfüllt seine Aufgabe gegen den FC Augsburg ohne Glanz und feiert eine wenig überzeugende Generalprobe für das Champions-League-Duell mit dem FC Villarreal. Trainer Julian Nagelsmann fordert eine deutliche Leistungssteigerung, hat aber auch eine Erklärung für den Auftritt am Samstag.

Der FC Bayern hat beim knappen Pflichtsieg gegen den FC Augsburg nur einen Bruchteil seiner eigentlichen Fähigkeiten auf den Platz gebracht und mit Blick auf das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League am Dienstag gegen den FC Villarreal offenbar noch mächtig Luft nach oben. Nach dem 1:0 (0:0) am Samstag bezifferte Trainer Julian Nagelsmann die für ein Weiterkommen gegen die Spanier benötigte Leistungssteigerung am Sky-Mikrofon jedenfalls auf satte "60, 70 Prozent" – heißt im Umkehrschluss: Gegen Augsburg lieferten die Münchner nur rund ein Drittel ihres Könnens ab – gerade beim Blick auf die erste Hälfe eine fast noch schmeichelhafte Einschätzung.

Anzeige

"Die erste Halbzeit war nicht gut", sagte Nagelsmann, meinte aber auch: "Wir sind in einer Phase, in der man nicht glänzen muss, sondern gewinnen." Zumindest dies gelang. Robert Lewandowski verwandelte acht Minuten vor dem Ende einen Handelfmeter zum einzigen Treffer der Partie. In den kommenden Tagen müssen nun aber die fehlenden Prozentpunkte herausgekitzelt werden, um am Dienstag das 0:1 aus dem ersten Duell mit Villarreal noch aufzuholen. "Da müssen sie besser spielen. Sonst ist Ende in der Champions League", sagte Sky-Experte Dietmar Hamann: "Was mir aktuell fehlt, ist die Bindung zwischen den Mannschaftsteilen." Folglich sei von "Überlegenheit und Präsenz nichts zu sehen".

Immerhin hatte Nagelsmann, der nach kurzfristigen Ausfällen von Niklas Süle und Lucas Hernandez umbauen musste, ein glückliches Händchen. "Wir hatten sehr gute Wechsel", meinte der Coach über seine Joker und lobte vor allem Marcel Sabitzer und Kingsley Coman. Das Duo habe der Mannschaft mit seiner "Galligkeit das Spiel gerettet". Gerade der in den vergangenen Monaten oft umstrittene Sabitzer habe dem Team "unfassbar gutgetan" und sein "bestes Spiel" abgeliefert.

Anzeige

Dafür, dass es am Samstag bei anderen Spielern anders war, hatte Nagelsmann angesichts der anstehenden Aufgabe sogar Verständnis. So gebe es immer "Gedanken an Dienstag", die dazu führen, dass man sich nicht verletzen oder "Körner dalassen" wolle. Es dürfte also noch Benzin im Tank sein – möglichst 70 Prozent mehr als gegen Augsburg.