24. September 2020 / 12:04 Uhr

Stars, Trainer, Form: Das muss man vor dem Supercup gegen den FC Bayern über den FC Sevilla wissen

Stars, Trainer, Form: Das muss man vor dem Supercup gegen den FC Bayern über den FC Sevilla wissen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Angreifer Luuk de Jong (M.) war ein Garant beim Europa-League-Sieg des FC Sevilla mit Trainer Julen Lopetegui.
Angreifer Luuk de Jong (M.) war ein Garant beim Europa-League-Sieg des FC Sevilla mit Trainer Julen Lopetegui. © Getty/dpa
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Der FC Sevilla fordert den FC Bayern am Donnerstagabend im UEFA-Supercup heraus. Wer sind die Stars des Teams? Wie tickt Trainer Julen Lopetegui? Und wer wurde im Sommer neu verpflichtet? Ein Überblick.

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Wären die europäischen Klub-Wettbewerbe ein Videospiel, könnte man die Bilanz des FC Sevilla wohl am ehesten so beschreiben: Insgesamt sechsmal spielten die Andalusier den UEFA-Pokal und die 2009 eingeführte Europa League erfolgreich durch - im anschließenden Bonus-Level namens UEFA-Supercup besiegte man den Endgegner dann allerdings nur einmal. 2006 triumphierte der Verein im spanischen Duell mit dem FC Barcelona. 2007, 2014, 2015 und 2016 war der jeweilige Rivale zu stark. Am Donnerstag wagt Sevilla gegen Champions-League-Sieger FC Bayern nun erneut einen Anlauf, um Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Wie stehen die Chancen? Wer kann den Münchnern besonders gefährlich werden? Der SPORTBUZZER macht den Check und beleuchtet die entscheidenden Figuren beim Bayern-Herausforderer.

Die Stars

Absolute Weltstars sucht man im Kader Sevillas vergeblich - reichlich Qualität findet sich dennoch. Der in der Offensive wohl gefährlichste Spieler ist Lucas Ocampos. Der Rechtsaußen, gemeinsam mit Abwehrchef Diego Carlos laut transfermarkt.de wertvollster Profi der Mannschaft (beide jeweils 50 Millionen Euro), brachte es in der vergangenen Saison in 44 Pflichtspieleinsätzen auf 17 Tore. Wer an den Europa-League-Sieg der Andalusier denkt, dürfte allerdings noch einen anderen Stürmer im Gedächtnis haben: Luuk de Jong. Der einst bei Borussia Mönchengladbach gescheiterte Torjäger war im Halbfinale gegen Manchester United (2:1) und im Endspiel gegen Inter Mailand (3:2) mit insgesamt drei Toren zweimal Matchwinner.

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Etwas weiter hinten als Ocampos und de Jong steht Ivan Rakitic im Fokus. Der ehemalige Schalke-Profi, der im Sommer nach sechs Jahren beim FC Barcelona nach Sevilla zurückkehrte, soll dem Spiel des Teams noch mehr Struktur verleihen. Mit Sergio Escudero verteidigt hinten links ein weiterer Ex-Schalker, hinten rechts wird es dann noch einmal prominent: Jesus Navas, einst Welt- und Europameister und inzwischen 34 Jahre alt, glänzt durch Routine und Übersicht. Teuerster Sommereinkauf ist derweil Flügelspieler Suso, der nach seiner Leihe fest von der AC Mailand verpflichtet wurde. Kostenpunkt: 24 Millionen Euro.

Der Trainer

Julen Lopetegui war bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland noch schneller zu Hause als die deutsche Nationalmannschaft. Zwei Tage vor dem ersten Spiel gegen Portugal musste er als spanischer Nationaltrainer seinen Platz räumen. Der Grund: Lopetegui kündigte an, aus seinem bis 2020 befristeten Vertrag auszusteigen, um nach der WM zu Real Madrid zu wechseln. Unglücklich, dass er den Verband erst fünf Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe des Deals über seine Pläne informierte. Lopetgeui wurde nach 20 Spielen (16 Siege, vier Unentschieden) entlassen. Für Spanien war im Achtelfinale Schluss und auch den vom Hof gejagten Coach hielt es in seinem neuen Job nicht sonderlich lang. Nach knapp vier Monaten kam bei Real das Aus.

Im Juli 2019 übernahm Lopetegui schließlich den FC Sevilla und fand zu alten Erfolgen zurück. Er führte den Klub mit schnellem Spiel über die Flügel in der Primera Division auf Platz vier und damit in die Champions League. Zudem gewann man durch ein 3:2 im Finale in Köln gegen Inter Mailand die Europa League und löste so das Supercup-Ticket.

Die aktuelle Form

Kurz und knapp: Niemand weiß so recht, in welcher Verfassung sich Sevilla im Spiel gegen die Bayern präsentieren wird. Der Grund ist ebenfalls schnell erklärt: Da das Europa-League-Endspiel erst am 21. August stattfand, erhielt der Klub vom spanischen Verband eine verlängerte Sommerpause und bestritt seit dem Sieg gegen Inter kein einziges Pflichtspiel mehr. Erst vier Tage nach dem Supercup wird Lopeteguis Mannschaft in die bereits gestartet Saison der Primera Division eingreifen. Am dritten Spieltag geht es dann gegen den FC Cádiz. Zuletzt gab es ein paar Testspiele, die aber keine wirklichen Aussagen über das tatsächliche Leistungsvermögen der Mannschaft vermittelten.