10. April 2021 / 11:24 Uhr

Effenberg zum Machtkampf: Deshalb sollte sich Bayern im Zweifel von Salihamidzic trennen

Effenberg zum Machtkampf: Deshalb sollte sich Bayern im Zweifel von Salihamidzic trennen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Effenberg würde sich als FC Bayern im Zweifel eher von Hasan Salihamidzic als von Hansi Flick trennen.
Stefan Effenberg würde sich als FC Bayern im Zweifel eher von Hasan Salihamidzic als von Hansi Flick trennen. © Getty Images/IMAGO/Fotostand (Montage)
Anzeige

Der Machtkampf beim FC Bayern zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic spitzt sich weiter zu. Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg glaubt, dass sich der Klub von einem der beiden trennen muss – und dann sollte die Wahl auf Salihamidzic fallen, glaubt er.

Anzeige

Beim FC Bayern brodelt es. Die Spannungen zwischen Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick flackern nach dem zwischenzeitlichen Burgfrieden wieder auf. Dass Flick über die Saison hinaus bleibt, scheint längst nicht mehr sicher – auch da sich weder der Trainer noch die anderen Verantwortlichen klar dazu bekennen wollen. Der ehemalige Bayern-Kapitän Stefan Effenberg sieht eine Trennung zum Saisonende als wahrscheinlich: Es wirke, als könnten sich Flick und Salihamidzic nicht im Sinne des Vereins zusammenraufen, so Effenberg. "Das bedeutet, dass einer gehen muss", sagte er in seiner Kolumne für t-online.de.

Anzeige

Effenberg findet dabei, dass es nicht Flick sein sollte, von dem sich der Klub trennt. "Wenn Flick geht, löst das die Probleme nicht", glaubt er und erklärt: "Zum einen wird Bayern keinen Trainer finden, der besser ist und erfolgreicher sein wird. Zum anderen wird auch ein Trainer wie Julian Nagelsmann oder ein anderer Top-Trainer kaum die Rahmenbedingungen akzeptieren, die besagen: Der Trainer muss mit dem Kader leben, den er von der Vereinsspitze vorgesetzt bekommt – und hat dabei kein echtes Mitspracherecht."

Effenberg: Fehlendes Mitspracherecht für Flick "absurd und fatal"

Effenberg stört sich grundsätzlich daran, dass der Sportvorstand die Kaderplanung alleine in seiner Kompetenz sieht: "Der Fall Boateng führt grundsätzlich zu der Frage: Warum hat Flick ganz offensichtlich kein Mitbestimmungsrecht bei Transfers? In meinen Augen ist das absurd und fatal." Jerome Boatengs auslaufender Vertrag beim Rekordmeister wird nicht verlängert, wie Salihamidzic am Mittwoch verkündete. Flick soll sich intern aber für einen Verbleib des Innenverteidigers ausgesprochen haben. Effenberg hält die Machtlosigkeit des Trainers für Personalentscheidungen beim FC Bayern für ein neues Phänomen: "Ich kenne das so auch nicht aus meiner Zeit beim FC Bayern."



Der 52-Jährige rät den Veranwortlichen um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nun zu einer genauen Analyse des Problems. "Wollen sie, dass ein Trainer beim FC Bayern den Kader mitgestalten darf?", sollte die entscheidende Frage seiner Meinung nach sein. "Aus meiner Sicht kann die Antwort nur "Ja" lauten. Und dann müssen sie letztlich eine Entscheidung treffen. Im Zweifel gegen Salihamidzic."