30. Mai 2020 / 20:18 Uhr

Liga-Vorsprung jetzt zweistellig: Überragender FC Bayern schießt auch Fortuna Düsseldorf ab

Liga-Vorsprung jetzt zweistellig: Überragender FC Bayern schießt auch Fortuna Düsseldorf ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski glänzte mit seinen ersten Toren gegen Fortuna Düsseldorf. Der Bayern-Star sammelte seinen 300. und 301. Scorerpunkt in der Liga.
Robert Lewandowski glänzte mit seinen ersten Toren gegen Fortuna Düsseldorf. Der Bayern-Star sammelte seinen 300. und 301. Scorerpunkt in der Liga. © SVEN SIMON/Frank Hoermann
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Mit einem Torfestival gegen Fortuna Düsseldorf hat der FC Bayern zum Ende der erfolgreichen englischen Woche einen eindrucksvollen Schlusspunkt gesetzt. Einmal mehr überragend: Robert Lewandowski, dem unter den Augen von Franz Beckenbauer seine ersten Tore gegen die Rheinländer gelangen.

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Der FC Bayern München ist auf dem Weg zum 30. Meistertitel wohl nur noch theoretisch aufzuhalten. Vier Tage nach dem Sieg im Topspiel gegen Borussia Dortmund gewann der Rekordmeister auch sein Heimspiel gegen Abstiegskandidat Fortuna Düsseldorf und baute den Vorsprung an der Bundesliga-Spitze zumindest vorübergehend auf zehn Punkte aus. Überragend beim 5:0 (3:0) waren unter den Augen von "Kaiser" Franz Beckenbauer Benjamin Pavard, der früh den Grundstein zum späteren Erfolg legte, sowie Robert Lewandowski, der erstmals gegen die Gäste vom Rhein treffen konnte. Düsseldorf bleibt auf dem Relegationsplatz.

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Im Vergleich zum 1:0 gegen den BVB, der am Sonntag gegen Paderborn wieder auf sieben Punkte an die Münchner heranrücken kann, nahm Bayern-Trainer Hansi Flick in der Startelf nur einen Wechsel vor: Lucas Hernandez rückte für Jerome Boateng in die Innenverteidigung. Anders sein Düsseldorfer Gegenüber Uwe Rösler, der nach dem 2:1 gegen Schalke fünf frische Kräfte brachte. Man wolle "mutig sein" und "unheimlich laufen" kündigte der Coach vor dem Spiel an. Die Realität sah etwas anders aus, Düsseldorf stand meist tief hinten drin. Das ging allerdings nur 15 Minuten gut, dann traf Zanka nach einem Schuss von Pavard ins eigene Netz - das frühe 1:0 für den FCB.

"Wir wollten mit der gleichen Mentalität in das Spiel gehen wie gegen Dortmund. Das ist uns gelungen", sagte Alphonso Davies, der den Schlusspunkt setzen konnte, bei Sky. David Alaba erklärte das Münchner Erfolgsrezept: "Wir sind sehr, sehr ehrgeizig. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr positiv. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und das zeichnet uns aus."



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Der FC Bayern München bezwang Fortuna Düsseldorf klar. Alle Spieler hier in der Einzelkritik. ©

Lewandowski mit 300. Scorerpunkt, Müller mit 18. Torvorlage

Die Bayern diktierten das Spiel fortan quasi nach Belieben, die Düsseldorfer waren den selbstbewussten Gastgebern nicht gewachsen. Pavard (29.) köpfte eine Ecke von Joshua Kimmich zum 2:0 ein. Düsseldorf hätte durch Kenan Karaman (33.) verkürzen können. Der Versuch des früheren Hannover-Profis wurde aber von David Alaba geblockt. Es war einer der ganz seltenen Offensivaktionen der Gäste, die von den Bayern mit heftigem Pressing unter Druck gesetzt wurden.

Fehler waren die Folge, aber auch schöne Bayern-Kombinationen wie vor dem 3:0 über Kimmich, Thomas Müller und den Torschützen Robert Lewandowski (43.), der in seinem neunten Spiel gegen F95 erstmals treffen konnte. Es war sein 300. Bundesliga-Scorerpunkt (230 Tore, 70 Volagen in 317 Spielen). Für Müller war es die 18. Vorlage der Saison - zum 29. Spieltag hatte seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2004 keiner mehr.

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Hernandez, der gegen Düsseldorf eigentlich Spielpraxis sammeln sollte, musste zur Pause angeschlagen in der Kabine bleiben. Für ihn kam Youngster Mickael Cuisance zu einem seltenen Einsatz, Kimmich rückte in die Innenverteidigung. Am Spielverlauf änderte sich wenig - es ging fast ausschließlich auf das Düsseldorfer Tor. Lewandowski (50.) stellte nach Gnabry-Zuspiel mit der Hacke (!) auf 4:0, Davies (52.) legte den fünften Treffer gleich hinterher. Dass es dabei blieb, lag an vielen Wechseln und der letzten Konsequenz, die der FCB nun im letzten Drittel vermissen ließ. Düsseldorf hatte eigene Möglichkeiten, etwa durch Hofmann (60.), Berisha (64.) oder Gießelmann (65.), ein Tor blieb dem Abstiegskandidaten aber nicht vergönnt.