24. September 2020 / 21:20 Uhr

Bayern-Sportvorstand Salihamidzic beendet öffentliche Diskussion im Alaba-Poker: "Es ist genug"

Bayern-Sportvorstand Salihamidzic beendet öffentliche Diskussion im Alaba-Poker: "Es ist genug"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic beendet die öffentliche Debatte um David Alaba.
Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic beendet die öffentliche Debatte um David Alaba. © imago images/Philippe Ruiz/UCL Pool
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Noch gibt es keine Entscheidung darüber, ob David Alaba seinen bis 2021 laufenden Vertrag beim FC Bayern verlängern wird. Doch sicher ist: der Triple-Sieger will den zuletzt öffentlich ausgetragenen Zoff beenden, wie Sportvorstand Hasan Salihamidzic nun klarstellte.

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Es ging bislang heiß her im Vertrags-Poker um David Alaba. Der 28 Jahre alte Innenverteidiger des FC Bayern hat noch ein Arbeitspapier bis 2021. Die Verhandlungen über eine Verlängerung konnten bislang nicht zu einem für alle Parteien zufriedenstellenden Ende gebracht werden. Zunächst hatte Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Alaba-Berater Pinhas Zahavi im "Doppelpass" bei Sport1 einen "geldgierigen Piranha" genannt, woraufhin die Seite des Innenverteidigers reagierte. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut", sagte Vater George Alaba, der ebenfalls als Berater seines Sohnes fungiert.

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Unabhängig davon, wie sich die Verhandlungen nun gestalten, besteht FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic nun auf ein Ende der öffentlichen Äußerungen in der Causa Alaba. Vor dem Supercup des amtierenden Triple-Siegers gegen den FC Sevilla (hier im SPORTBUZZER-Liveticker) stellte der Bayern-Verantwortliche bei Sky klar: "Ich glaube, dazu haben alle alles gesagt." Weitere Gespräche sollen folglich nur noch intern geführt worden.

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Zuletzt hatte auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in den Zoff eingegriffen und die Äußerungen von Ex-Chef Hoeneß kritisiert. "Erstmal empfehle ich wirklich allen Parteien, keine Kommentare mehr in der Öffentlichkeit abzugeben", sagte der 64-Jährige - und schloss dabei ausdrücklich auch die Vertreter des deutschen Rekordmeisters ein. Daran hält sich nun auch Vorstandskollege Salihamidzic, der seinerseits die gleiche Forderung stellte. "Wir wollen das nicht mehr in der Öffentlichkeit diskutieren", betonte er und fügte an: "Damit muss Schluss sein, es ist genug."

Gehalt ist Knackpunkt im Alaba-Poker

Der Knackpunkt in den Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und Abwehr-Chef Alaba ist das Gehalt. Laut Medienberichten fordert der österreichische Nationalspieler ein Jahressalär von 20 Millionen Euro (er wäre damit Spitzenverdiener der Münchner), die Bayern sollen elf Millionen Euro Grundgehalt und Prämienzahlungen in Höhe von sechs Millionen Euro bieten. Bayern-Präsident Herbert Hainer hat am Mittwoch bei Bild100 bekräftigt, dass die Münchner sich durchaus mit Alternativen beschäftigen, sollte es keine Einigung mit Alaba geben.

"Natürlich planen wir mit allen Szenarien und haben auch einen Plan B. Und einen Plan C, wenn wir uns am Ende mit Spielern nicht einig werden", sagte Hainer, der damit den Ball ins Feld des Innenverteidigers schiebt.