12. Juli 2019 / 14:36 Uhr

Hasan Salihamidzic erklärt "besonderen" Transfer-Anspruch des FC Bayern

Hasan Salihamidzic erklärt "besonderen" Transfer-Anspruch des FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hasan Salihamidzic stellte sich am Freitag bei der Vorstellung von Benjamin Pavard den Fragen der Pressevertreter.
Hasan Salihamidzic stellte sich am Freitag bei der Vorstellung von Benjamin Pavard den Fragen der Pressevertreter. © 2019 Getty Images
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Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat die Probleme des FC Bayern auf dem Transfermarkt mit den hohen Anforderungen an potenzielle Einkäufe begründet. Er betont allerdings, "keinen Druck" zu verspüren.

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Eines steht fest: Solange der FC Bayern keinen weiteren Transfer verkündet, wird Sportdirektor Hasan Salihamidzic unter Zugzwang stehen. Auf der Pressekonferenz zur Vorstellung von Zugang Benjamin Pavard wollte sich "Brazzo" daher etwas Luft verschaffen. Der 42-Jährige versuchte, die derzeit eher zäh erscheinenden Bemühungen der Münchner auf dem Spielermarkt zu erklären.

"Jeder will die guten Spieler behalten. Unsere Mannschaft zu verstärken bedeutet, etwas Besonderes zu holen", sagte Salihamidzic am Freitag. Dabei verwies er auf die Qualität von Pavard sowie dessen Landsmann Lucas Hernandez. Salihamidzic: "Mit diesen zwei Spielern, die wir bislang präsentiert haben, ist schon etwas Besonderes passiert. Wir haben zwei Weltmeister."

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Salihamidzic: "Habe einiges zu tun"

Aus diesem Grund gehe er auch gelassen mit der aktuellen Situation um, erklärte der Sportdirektor des FCB. "Das ist für mich kein Problem. Selbstverständlich haben wir noch viel Zeit. Wir arbeiten an einigen Sachen. Ich spüre keinen Druck, habe aber einiges zu tun." Er wisse, dass "manche Trainer und Klubs die Planungen schon am Anfang fertig haben" wollen. Deshalb stehe er im stetigen Austausch mit Coach Niko Kovac.

Die Vorgehensweise bei der Kaderplanung folge laut "Brazzo" dem Plan, "dass wir in der Mannschaft flexible Spieler haben, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind. Das bedeutet: Hohe Verantwortung und große Wertschätzung für jeden Spieler".

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Boateng "wie jeder andere Spieler"

Die Botschaft von ganz oben scheint dabei angekommen zu sein: Salihamidzic beantwortete Fragen nach möglichen Neuverpflichtungen konsequent defensiv. So war zwar Leroy Sané, der als Wunschspieler der Bayern gilt, am Freitag einmal mehr Thema. Doch Salihamidzic ließ sich nichts entlocken, was potenzielle Gespräche mit dem Nationalspieler angeht: "Ich werde heute keine Wasserstandsmeldungen abgeben." Stattdessen reagierte Münchens Sportchef eher amüsiert auf die vielen Gerüchte, die derzeit kursieren. "Ich lese schon gar nichts mehr", sagte Salihamidzic.

Dabei kramte er eine Anekdote aus seiner aktiven Zeit als Spieler von Juventus Turin heraus: "In meinem zweiten oder dritten Jahr wurden in einer italienischen Zeitung glaube ich 388 Spieler mit dem Klub in Verbindung gebracht."

Bei Aussagen über die Zukunft von Ex-Nationalspieler Jérome Boateng, dem vor allem Uli Hoeneß einen Vereinswechsel nahegelegt hatte, hielt sich Salihamidzic ebenfalls bedeckt. "Er hat noch einen Zweijahresvertrag in München. Er macht das sehr gut im Training und ist in guter Form aus dem Urlaub gekommen. Er wird behandelt wie jeder anderer Spieler, den wir haben", erklärte "Brazzo".

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Transfer-Richtlinie von Rummenigge

Damit folgte Salihamidzic vollumfänglich der klaren Ansage von Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Dieser hatte am Donnerstag betont, keinerlei Wasserstandsmeldungen mehr in Transfer-Fragen abzugeben. "Mit Transferangelegenheiten gehen wir weniger offensiv in der Öffentlichkeit um. Wir arbeiten, und wenn es etwas zu verkünden gibt, werden wir das tun", sagte der Klubchef bei einer Presserunde zur Vorstellung des neuen Sponsors - und erneuerte damit seine Ausführungen vom vergangenen Montag.

Da hatte Rummenigge bei der Vorstellung von Rekord-Einkauf Lucas Hernandez erklärt: "Ich denke, es ist gut, wenn wir zukünftig etwas weniger über unsere Transferaktivitäten sprechen. Das weckt sonst Ungeduld, die die Erwartungshaltung nicht kleiner werden lässt." Der Ex-Nationalspieler berichtete im Zuge seiner Aussagen am Montag auch von einem Gespräch mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Dieser hatte hatte sich im vergangenen Februar weit nach vorn gewagt und in der Sport1-Sendung "Doppelpass" zu den Transferaktivitäten des Sommers erklärt: "Wenn sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die neue Saison."

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