09. März 2020 / 21:06 Uhr

Bericht: Freistaat Bayern greift wegen Coronavirus durch – FCB-Partien und Länderspiel betroffen

Bericht: Freistaat Bayern greift wegen Coronavirus durch – FCB-Partien und Länderspiel betroffen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Regierung des Freistaats Bayern um Ministerpräsident Markus Söder (l.) will laut dpa alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagen. Betroffen könnten unter anderem Spiele des FC Bayern sein.
Die Regierung des Freistaats Bayern um Ministerpräsident Markus Söder (l.) will laut "dpa" alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagen. Betroffen könnten unter anderem Spiele des FC Bayern sein. © imago images/dpa
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Darf der FC Bayern in den kommenden Wochen keine Heimspiele austragen? Das bayerische Gesundheitsministerium unterstützt laut "dpa" den Vorschlag von Bundesminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen zu untersagen. Betroffen wären nicht nur Heimspiele des FCB, sondern auch Partien anderer großer Fußballklubs des Freistaats sowie Basketball- und Eishockeyspiele.

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Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die bayerische Staatsregierung Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen bis zunächst Karfreitag untersagen. Darauf habe sich der schwarz-orange Koalitionsausschuss aus CSU und Freien Wählern am Montag in München geeinigt, erfuhr die dpa aus Teilnehmerkreisen. Die Details sollen am Dienstag in einer Kabinettssitzung beraten und beschlossen werden. Zuvor hatte die Augsburger Allgemeine berichtet.

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Davon betroffen wären demnach auch Fußball-, Basketball- oder Eishockeyspiele in den Bundesligen oder der Champions League. Nicht geklärt war zunächst, ob die Spiele abgesagt werden müssen. Möglich wäre, dass die Begegnungen ohne Publikum als sogenannte Geisterspiele ausgetragen werden. Mehr als 1000 Zuschauer haben unter anderem die Fußball-Klubs FC Bayern München, FC Augsburg, 1. FC Nürnberg, Greuther Fürth, 1860 München, Eishockey-Klubs wie der EHC Red Bull München oder Basketball-Erstligisten wie der FC Bayern oder Brose Bamberg.

In diesen Zeitraum fallen etwa das Champions-League-Heimspiel der Bayern gegen den FC Chelsea am 18. März und die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt vier Tage später. Sollten die Münchner in einem möglichen Königsklassen-Viertelfinale am 7./8. April Heimrecht haben, wäre auch dieses Spiel betroffen. Erst einen Tag nach Karfreitag könnte der Rekordmeister wieder mit den Fans im Rücken gegen Fortuna Düsseldorf (11. April) spielen. Betroffen wäre auch das Länderspiel gegen Italien am 31. März in Nürnberg.

Geisterspiele: Diese Partien wurden bereits ohne Zuschauer ausgetragen

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Wegen Fan-Ausschreitungen und dem Coronavirus wurden bereits Geisterspiele in Europa ausgetragen. Der SPORTBUZZER zeigt eine Auswahl.  ©

Gesundheitsministerium von Bayern will Spahn-Vorschlag unterstützen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Sonntag empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Das bayerische Gesundheitsministerium hatte sehr schnell signalisiert, diesen Vorschlag von Spahn zu unterstützen.

Zwei Menschen sind in Deutschland nach Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus gestorben. Beide Todesfälle wurden am Montag in Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben. Am Montagmorgen hatte das Robert Koch-Institut 1112 nachgewiesene Infektionen in Deutschland aufgelistet. In Bayern gab es mindestens 256 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2, so nennen Experten das neuartige Coronavirus, getestet wurden.