16. Oktober 2019 / 22:41 Uhr

Designierter Hoeneß-Nachfolger Herbert Hainer: Dafür will der FC Bayern in Zukunft stehen

Designierter Hoeneß-Nachfolger Herbert Hainer: Dafür will der FC Bayern in Zukunft stehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Herbert Hainer war von 2001 bis 2016 Adidas-Chef und soll im November zum neuen Präsidenten des FC Bayern gewählt werden.
Herbert Hainer war von 2001 bis 2016 Adidas-Chef und soll im November zum neuen Präsidenten des FC Bayern gewählt werden. © imago images / ULMER Pressebildagentur
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Am 15. November soll Herbert Hainer als Nachfolger von Uli Hoeneß zum Präsidenten des FC Bayern gewählt werden. Vor der Mitgliederversammlung in einem Monat hat sich der ehemalige Adidas-Chef im Klub-TV zur Zukunft des FCB geäußert.

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Noch ist Herbert Hainer nicht als neuer Präsident des FC Bayern im Amt. Seine Wahl als Nachfolger von Uli Hoeneß an der Spitze des deutschen Rekordmeisters bei der Mitgliederversammlung am 15. November gilt aber als sehr wahrscheinlich. Schon jetzt spricht der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Sportartikel-Riesen Adidas über die Zukunft der Münchner. Dabei hat Hainer konkrete Vorstellungen zur Identität des FCB.

Beim klubeigenen TV-Sender fcbayern.tv nimmt der 65-Jährige dezidiert Stellung zu offenen Fragen. "Wollen wir in dem Konzert mitspielen? Wollen wir verstärkt auf die Nachwuchsförderung setzen? Wahrscheinlich wird das eine nicht ohne das andere gehen", sagt Hainer in Bezug auf die steigenden Millionen-Transfers und Anforderungen an die europäischen Spitzen-Klubs. "Wie kann man versuchen, beides zusammenzubringen, dass wir auf der einen Seite investieren müssen, auf der anderen Seite aber auch gucken, dass wir nicht nur vom Transfermarkt abhängig sind? Und wie kann man in diesem ganzen globalen Zusammenspiel dann trotzdem Heimat und Grundpfeiler für seine Mitglieder und seine Fans sein?"

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Hainer über Basis-Arbeit: "Hoeneß war da ein absoluter Verfechter"

Vor allem Letzteres liegt dem designierten Bayern-Präsidenten am Herzen. Dabei verweist er - wie schon in einem Interview mit dem Vereinsmagazin 51 vor wenigen Wochen - auf "zusammengekaufte Haufen aus Fußballern" bei vielen Top-Klubs, bei denen aus seiner Sicht "keine Verbindung mehr zu den Fans und zum Klub da ist". Hainer verfolgt die Grundeinstellung seines Vorgängers. "Und dafür steht der FC Bayern München, dass er eben diese Verwurzelung hat. Gerade Uli Hoeneß war da ja auch ein absoluter Verfechter, die Fans, die Basis, die Mitglieder einzubinden", sagt der Ex-Adidas-Manager und fügt hinzu: "Das ist nicht immer einfach, weil man eben viele Interessenslagen heute hat. Aber ich glaube, dass muss auch der Anspruch des Klubs sein."

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Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern.
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Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern. ©
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Hainer: "Bei Transfers ändern sich täglich die Pegelstände"

Nicht nur die Identität, sondern auch der wirtschaftliche Erfolg des FC Bayern hänge von diesem Handeln ab. Hainer erklärte, dass die Münchner "nicht jeden finanziellen Wahnsinn mitmachen müssen. Das hat der FC Bayern München in den letztzen zehn, zwanzig Jahren gut bewiesen; dass man erfolgreich ist, dass man wirtschaftlich sauber arbeitet". Als Beispiel nennt er die Arena-Situation. "Es gibt wenige Vereine, die ihr eigenes Stadion haben, das komplett abbezahlt ist", betonte Hainer. Das Zusammenspiel aus sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg "wird die Herausforderung der Zukunft sein. Bei den Transfersummen ändern sich auch täglich die Pegelstände."

Auf der Mitgliederversammlung des FCB in rund vier Wochen wählen die Mitglieder den Nachfolger von Hoeneß. Der langjährige Präsident und Aufsichtsratsboss der Münchner hatte Ende August auf einer Pressekonferenz angekündigt, nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Ex-Adidas-Boss Hainer soll Hoeneß auch an der Spitze des Kontrollgremiums folgen.

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