26. April 2019 / 17:59 Uhr

FC Bayern: Hoeneß verspricht weitere Neuzugänge - und hat Mitleid mit Grindel

FC Bayern: Hoeneß verspricht weitere Neuzugänge - und hat Mitleid mit Grindel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß hat den Fans des FC Bayern München weitere Neuzugänge in Aussicht gestellt.
Uli Hoeneß hat den Fans des FC Bayern München weitere Neuzugänge in Aussicht gestellt. © dpa
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Bayern-Präsident Uli Hoeneß stellt dem FC Bayern München weitere neue Spieler in Aussicht. In einem Interview mit der "tz" äußerte der 67-Jährige sich auch über den bisherigen Saisonverlauf und den ehemaligen DFB-Boss Reinhard Grindel.

Die Fans des FC Bayern München können sich in den kommenden Wochen auf weitere Verstärkungen für den Kader freuen. In einem Interview mit der tz betonte Klubpräsident Uli Hoeneß, dass die Münchner nach Rekordzugang Lucas Hernandez, Benjamin Pavard und Fiete Arp zusätzliche Transfers planen.

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"Wir haben jetzt haben wir fünf, sechs Junge in der Mannschaft und es werden noch ein, zwei kommen", erklärte der 67-Jährige. Darauf sei man stolz. Mögliche Kandidaten, die zuletzt gehandelt wurden: Schalke-Torwart Alexander Nübel (22), Leipzigs Stümerstar Timo Werner (23) und Flügelspieler Nicolas Pépé (23) vom OSC Lille. Hoeneß weiter: "Wir haben auf allerhöchstem Niveau den Umbruch eingeleitet - und möglicherweise bereits geschafft, was die neue Saison angeht."

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Hoeneß lobt: "Wir haben eine gute Saison bisher"

Hoeneß lobte auch die Arbeit von Trainer Niko Kovac und die Saison insgesamt - die er trotz des Ausscheidens gegen Liverpool im Achtelfinale der Champions League positiv sieht. "Egal, was passiert, wir haben doch eine gute Saison bisher: Wir stehen im Pokal-Endspiel, wir sind vier Spieltage vor Ende Tabellenführer der Bundesliga", sagte der Bayern-Boss. "Wir sind gegen den möglichen, zukünftigen Champions-League-Sieger ausgeschieden und wir haben eine mittlere Krise hinter uns gelassen. Wenn ich mir die Mannschaft anschaue, so wie sie sich gegen Bremen präsentiert hat: Das war schon toll."

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Der Weltmeister muss den FCB allerdings auch außerhalb des grünen Rasens zukunftsfähig machen. Ein wichtiger Baustein ist dabei Oliver Kahn, der ab 1. Januar 2020 als Nachfolger von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eingearbeitet wird. Und was ist mit Hoeneß selbst? Auch der Präsident will seine Nachfolge offenbar zeitnah regeln, eine Entscheidung über seine Zukunft steht an.

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Entscheidung über Hoeneß-Zukunft am Saisonbeginn

Das sei eine Sache, die er mit meiner Familie ausmachen müsse, teilte Hoeneß mit. "Und bis jetzt habe ich noch nicht ausreichend Zeit dafür gehabt. Deswegen nehmen wir den Monat Juni als Diskussionsgrundlage, weil ich da im Urlaub bin. Ich habe ja gesagt, bis die Bundesliga im August beginnt, werde ich eine Entscheidung treffen. Und die wird dann bekanntgegeben."

Hoeneß bekundete in der tz auch sein Mitgefühl mit Reinhard Grindel. Der frühere DFB-Präsident war zu Beginn des Monats zurückgetreten und hatte seinen Rückzug mit dem umstrittenen Uhr-Geschenk des ukrainischen Oligarchen Grigori Surkis begründet. Kritisiert wurde Grindel zuvor schon wegen eines Zusatzeinkommens von über 78 000 Euro für den Aufsichtsratsposten bei einer DFB-Tochtergesellschaft. Die beiden Ämter bei FIFA und UEFA brachten ihm Einnahmen von rund 500 000 Euro jährlich ein.

Hoeneß über Grindel: "Tut mir leid, was da passiert"

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Der Bayern-Boss sprach erst am Mittwoch mit Grindel. Hoeneß dazu: "Die Berichterstattung geht längst nicht mehr nur bis zu dem Punkt, dass man sagt, er habe einen Fehler gemacht. Und das finde ich nicht gut. Wir standen uns jetzt nie sehr nahe, aber mir tut leid, was da gerade passiert. Wenn man einmal in einer ähnlichen Situation war, kann man das ganz gut nachempfinden." Hoeneß saß im Gefängnis, weil er 2014 wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war. Wegen guter Führung wurde er 2016 vorzeitig aus der Haft entlassen.

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